Aktuelles

In seiner zweiten ELMS-Saison möchte Markus Pommer mit BHK Motorsport den nächsten Schritt machen

21.04.2022

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Die Bewerbungsphase ist in die nächste Runde gegangen. Seine zweite Saison in der European Le Mans Series (ELMS) ist für Markus Pommer ein Schaufenster. Der Heilbronner will sich zeigen, ein kompetenter Kandidat sein, wenn es um einen möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gehen sollte. „Es ist eher ein langfristiges Projekt, das auch eine finanzielle Frage ist. Ich versuche natürlich, mich in der Serie zu beweisen, um irgendwie rein zu kommen. Ich wäre natürlich froh, wenn mein aktuelles Team den Sprung schafft“, sagt der 31-Jährige.

Kleiner Neustart  Wieder steigt Pommer in den 600 PS starken Oreca 07 Gibson von BHK Motorsport, hat in seinem blau-orangenen LMP2-Boliden erneut die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana an seiner Seite. Und doch fühlte sich die Vorbereitung wie ein kleiner Neustart an. „Das Team hat sich neu aufgestellt. Wir haben neue Mechaniker und ein neues Ingenieur-Team bekommen, das ist sehr gut“, erklärt Pommer, der mit der britischen Equipe den nächsten Schritt gehen möchte: „Ich denke, wir haben uns verbessert. Wir können in der Top Ten mitfahren und wollen uns nach und nach hocharbeiten“, sagt Pommer. Podestplätze bleiben gegen die finanzstarke Konkurrenz aber eher illusorisch: „Ganz vorne, die ersten drei, vier Plätze – das wird fast nicht machbar sein.“ Auch 2022 gastiert die stark besetzte Serie wieder auf sechs namhaften Rennstrecken in Europa. Beim Auftakt im französischen Le Castellet lief es für Pommer auf dem Circuit Paul Ricard noch nicht richtig rund: „Das Rennen war eigentlich gar nicht schlecht, wir waren auf dem besten Weg, um in die Punkte zu fahren.“ Ein schleichender Plattfuß machte allerdings einen ExtraStop notwendig und letztlich nicht mehr als Platz 17 möglich. Außerdem „hatten wir etwas Probleme mit der Leistung – das Rennen war nach einer chaotischen Vorbereitung aber auch eher dazu da, um richtig warm zu werden.“ Und mit satten 80 Runden – mehr als alle anderen Fahrer im Vier-Stunden-Rennen – spulte der Heilbronner in Abwesenheit von Teambesitzer Dracone direkt ein ordentliches Programm ab: „Das Auto hat sich gut angefühlt, und die Leistungsprobleme sollten bis Imola gelöst sein.“

Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich.
Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich
Foto: BHK Motorsport

Hohes Niveau  Am 15. Mai geht es mit der ELMS in Italien weiter. Die Serie hat sich als kontinentales Pendant zur Fia WEC noch einmal weiterentwickelt. Insgesamt werden 42 Fahrzeuge in den bekannten Klassen LMP2, LMP3 und GT3 für ein sehr hohes Niveau sorgen. Schließlich wollen sich alle aus dem Feld für eine Einladung für die nächstjährigen 24 Stunden von Le Mans bewerben. Zwei gibt es über die LMP2Klasse, eine über die LMP3 und drei über die GTE-Klasse zu holen. Noch gibt es von Markus Pommer keine Kampfansage im Rennen um die begehrten Plätze für den Klassiker an der Sarthe. Doch in der nächsten Bewerbungsphase will er sich definitiv positionieren.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 21.04.2022