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MC-Heilbronn
   
 

Spezial Tourenwagen Trophy

Abbruch - Unfall-Chaos in der "grünen Hölle"

Manchmal kommt es anders wie man denkt. So geschehen am Nürburgring beim Finale der STT-Challenge jetzt am Wochenende. "Freitagstraining, ich landete nur auf Platz 6 im Quali", so der MCH-GT-Hero Jürgen Bender nicht gerade begeistert. "Das war nicht das was ich mir vorstellte hatte und auch ausrechnen durfte, so der Neckarsulmer und winkt nach den Gründen befragt missmutig ab.

Jürgern Bender und Pablo BrionesDas Wetter war bei der Startaufstellung kalt und der Asphalt nass. "Nicht nur grüne Hölle" sondern auch kalte Hölle Nürburgring", so ein Fan aus dem Unterland treffend. Wirklich nicht das was sich ein Rennfahrer wünscht. Kälte, unterschiedlich nasse Streckenabschnitte und Reifendrücke die man in der Einführungsrunde nicht einmal dann, wenn 2 Runden gefahren würden, perfekt hinbekommt. Trimmlage des GT-Rennwagens, Stabi, Federn, Dämpferabstimmung ...alles ist bei solchen Wetterbedingungen im Zusammenspiel niemals optimal voraus zu bestimmen.

12 Uhr mittags, Jürgen Bender rollte zum Vorstart. Gleich zu Beginn gab es hinter ihm 2 Ausritte anderer Fahrer. Er selber konnte sich von Rang 6 auf den 3. Platz vorschieben. Dann vorbei an Start und Ziel sah ich wie Jürgen Alzen, einer der Profi-Brüder aus dem Siegerland seinen weinroten Ford GT in die Position brachte um den Niederländer Henk Thuis anzugreifen. Zu gewagt. "Das will ich so nicht sagen", so Bender, aber man darf halt nicht mit 2 Rädern auf glatte Stellen oder aufs Gras neben der Strecke kommen. Jürgen Alzen passierte das offensichtlich. Und schon ging's ab wie bei der Ski-Abfahrt. Übers Gras Richtung Leitplanke. "Nasses Gras ist brutal", fügt er hinzu. "Selber bist Du ja mit Dir beschäftigt. Du kannst so nicht alles im Detail genau erkennen was der unglückliche Fahrerkollege macht und was dann daraus folgt". Alzen flog mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanken. Abbruch des Rennens. "Sicher in der Situation die einzige richtige Entscheidung".

Da es wohl noch eine Weiteren Zwischenfall gab, wurde der STT-Auftaktlauf des Wochenendes am Nürburgring abgebrochen. Jürgen Bender und die Mintgen-Crew nahmen die Gelegenheit wahr die blaugelbe Callaway-Corvette nun sofort entsprechend der neuen Wetterbedingungen für das 2. Rennen des Wochenendes vorzubereiten. Neue Regenreifen gehörten dazu. Ich werde die gleich beim Renndienst besorgen", so Jürgen Bender und eilte ins Industrielager rüber.

Den 2. Rennlauf kann der Unterländer von Startplatz 5 aufnehmen. Uli Becker (Porsche), Henk Thuis (NL, Pumaxs.Chevi), ein TCR und Klaus Abbelen (Ligier JSP3) stehen vor dem Unterländer. Daumen drücken ist erneut angesagt. HTS

Foto HTS: Jürgen Bender und Pablo Briones, ein Chilenischer Fahrerkollege

 


 

Jürgen Bender will's am Wochenende wissen

Jürgen BenderSeit Jahrzehnten ist der Neckarsulmer Diplomingenieur Jürgen Bender ein außergewöhnlich erfolgreiches Mitglied des traditionsreichen Heilbronner Motorsport Clubs. Verschiedene heimische Fahrer versuchten sich in den Spitzenklassen des Internationalen GT-Sports. Nur wenige Fahrer, darunter Markus Pommer oder Patrick Assenheimer, setzten sich dort am Ende auch durch. Bender wurde so über sehr lange Jahre zum konstant  erfolgreichste GT-Fahrer der heimischen Region. Bisher über 1000 erkämpfte Pokale und über ein Dutzend Titel zeichnen davon ein ganz klares Bild. Ein Bild, das von Kollegen und Rennfans, nicht nur aus der heimischen Region anerkannt wird.

Am Wochenende startet der Rennreifenexperte beim Finale der internationalen STT. Challenge auf dem Nürburgring. 

Blenden wir 12 Monate zurück. Damals hatte "Ben" Bender seine GT3-Callaway-Corvette Z06 zum STT-Finale und in der P9-Challenge gemeldet. Jeweils 2 Rennläufe/Serie waren zu fahren. Bender fuhr bei allen 4 Rennen in die erste Startreihe, radierte bei allen 4 Rennen die schnellste Rennrunde in den Asphalt und gewann alle 4 Rennen in der "grünen Hölle Nürburgring". Eine bisher einmalige Meisterleistung auf Deutschen Rennstrecken. Vor 4 Wochen gewann Jürgen Bender in Hockenheim noch einmal 3 Rennen an einem Wochenende. "Am Ring fahre ich Sonntag die beiden Finalläufe der STT", so Bender. Für den Unterländer gilt es dort den Sieg ins Visier zu nehmen. In der STT-Meisterschaft liegt der Neckarsulmer auf Platz 4. "Die Sieger der Mittelfeld-Klassen waren über die Saison deutlich weniger gefordert als er", so sein Renningenieur Marco Bayer. "Ich selber musste an der Spitze des Feldes sehr hart um Klassen- und Gesamtsieg kämpfen", fügt Jürgen Bender hinzu. Am Wochenende machen Porsche-, Pumaxs-, AMG-, Ford- und ein Ginetta LMP3-Rennwagen machten das Sieger einmal sogar sehr schwer. Der Ginetta LMP3 ist ein Rennwagen. Er ist deutlich leichter als meine Corvette", so der Unterländer. Dazu gab es einen Ausfall. Die höchste Hürde für "Ben" ist erneut der Ginetta LMP3 von von Ring-Routinier Klaus Abbelen des Teams Frikadelli- Racing. Man darf gespannt sein wie sich Bender gegen die Meisterschafts-Mitbewerber durchsetzen kann. Daumen drücken der Fans aus der Region und vom MCH ist gefragt. HTS

Fotos HTS - Bender geht in Hockenheim in Führung - Durst löschen nach dem letzten Sieg in Hockenheim vor 4 Wochen

 

Tabellenstand vor dem Nürburgring: 

1.

Torsten Klimmer

200 Punkte

2.

Victoria Froß

196 Punkte

3.

Ulrich Becker

190 Punkte

4.

Jürgen Bender

184 Punkte - Favoriet auf Gesamtsieg

5.

Ralf Glatzel

162 Punkte

 


 

Assenheimer donnert im AMG GT3 Mercedes zum Vizetitel

Spannung und Action durch 48 GT3-Boliden beim Finale des Blancpain Endurance Cup in Barcelona

Patrick AssenheimerDer 18. Startplatz war nicht der gewünschte Ausgangspunkt, aber dank einer perfekten Vorstellung des Fahrertrios Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und David Fumanelli in Black Falcon Mercedes AMG GT3 wurde nach der Ziellinienüberquerung heftig gejubelt: Vizemeisterschaft im hartumkämpften Silver Cup beim Blancpain GT Endurance Cup 2019.

Die Orange1-FFF-Racingteampiloten Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Albert Costa sicherten sich im Lamborghini Huracan in einem dramatischen Finale mit dem Sieg in letzter Sekunde auch den Titel des Blancpain Endurance Cup 2019.

Das Finale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya lockte noch einmal 48 internationale GT3-Boliden der Marken Lamborghini, Aston Martin, Bentley, Ferrari, Nissan, Porsche, BMW, Audi und Mercedes nach Spanien. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren viele der Piloten – wohl auch ob der noch mehrfach ausstehenden Titel-, und Podestchancen – deutlich übermotiviert. Die Dreistundenhatz war ab dem Start von vielen Kollisionen, Unfällen, Safetycar- und Gelbphasen geprägt. „Auch unser grüner Black Falcon Mercedes hat diverse Kratzer, aber wir konnten ohne größere Blessuren die Teamtaktik optimal auf der 4655 Meter langen Rennstrecke umsetzten“ erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Die Fahrt von Startplatz 18 auf den siebten Gesamtrang war eine perfekte fahrerische Vorstellung von Assenheimer und seinen Kameraden. Der gleichzeitige Podestplatz zwei im Silver Cup – die vierte Podiumsplatzierung im fünften Rennen spiegelt die starke fahrerische Leistung wieder – bedeutete schlussendlich auch die Vizemeisterschaft. „Es waren 85 harte Runden in Barcelona, die langgezogenen Kurven fordern die Reifen extrem und die Konkurrenz war stärker denn je. Das Black Falcon Team hat unseren Mercedes AMG GT3 perfekt vorbereitet und betreut, ich bin hochzufrieden“ resümiert Patrick Assenheimer das Finale des Blancpain Endurance Cups 2019.

wr   (Patrick Assenheimer mit Hubert Haupt (links) und David Fumanelli (rechts) vor dem Black Falcon AMG GT3 in Barcelona)

 


 

Glanzleistung von Yannick Fübrich im BMW 240i

VLN-Tabellenführung durch den fünften Klassensieg verteidigt – 151 Starter beim siebten Lauf unter widrigen Wetterbedingungen in der Eifel

Die Mercedes-Erfolgsgeschichte in der VLN-Langstreckenmeisterschaft hält an. Ohne Hattrick-Gesamtsieger Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld – der zog das Blancpain-GT3-Finale in Barcelona vor – gewannen Dominik Baumann und Fabian Schiller im GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 vor dem Mann Filter AMG GT3 Mercedes und dem Walkenhorst BMW M6 GT3 nach einem Reifenpoker unter extrem schwierigen äußeren Bedingungen auf dem Nürburgring und der Nordschleife.

151 Starter - davon sahen 127 die Zielflagge bei der vierstündigen Hatz in der Eifel - und von der ersten Minute an die Frage ob Regenpneus, Intermediates oder profillose Slicks auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus GP-Kurs, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Alles richtig entschieden und umgesetzt hat das Pixum Team Adrenalin Motorsport von Yannick Fübrich aus Meimsheim. 18 Konkurrenten in der Cup5 Klasse mit identischen BMW 240 i Racing Cup Modellen. Dem 27jährige Meimsheimer gelang hier ein perfekter Start mit zwei schnellen Überholmanövern. Klassen-führung dadurch schon beim Einbiegen auf die legendäre Nordschleife. Regen, abtrocknende Piste und erneuter Regen meisterte Fübrich mit dem 340 PS starken Hecktriebler in beeindruckender Manier. Nach einem Doppelstint übergab Fübrich den Sechszylinder-BMW mit deutlich Vorsprung an seinen österreichischen Partner David Griessner. Der konnte die Führung routiniert verwalten, im Ziel hatte das Duo 2,49,416 Minuten Vorsprung. Das Team Scheid/Honert auf Podestplatz zwei, die AVIA-Sorg-Truppe dritter – denen gelang dieses Mal die schnellste Rennrunde der BMW 240i Cup Klasse. Durch ihren fünften Klassensieg verteidigten Fübrich/Griessner die VLN-Tabellenführung, die aber hauchdünn ist und bei noch zwei ausstehenden Läufen spannend bleibt.     wr 

 


 

Patrick Assenheimer mit Gesamtsiegerhattrick im AMG GT3 Mercedes

Beim 6. VLN-Lauf: Lehrensteinsfelder Mercedespilot triumphiert zum dritten Mal in Folge in der Eifel – der Meimsheimer Yannick Fübrich bleibt weiterhin VLN-Meisterschaftsführender

Das berühmt-berüchtigte Eifelwetter machte beim 6.Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft seinem Namen alle Ehre. Über sintflutartige Regenfälle bis hin zu strahlendem Sonnenschein waren die Bedingungen für die 147 gestarteten Teams bei der Vier-Stunden-Hatz. Unbeeindruckt davon spulten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Obereisesheimer Auto-Arena-Motorsport Mercedes AMG GT3 souverän eine schnelle Runde nach der anderen ab. Im Ziel hatte das Duo 2,15,778 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierten Pierre Kaffer und Frank Stippler im Car Collection Audi R8 LMS, die wiederum 1,44,26 Minuten vor den Gesamtdritten Dominik Baumann und Philip Ellis im GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 die Ziellinie kreuzten. Damit trug sich der 27jährige Patrick Assenheimer in die VLN-Geschichtsbücher ein: Sein dritter Gesamtsieg in Folge auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife sind ein Hattrick, den es so bisher nur ein einziges Mal vor zehn Jahren von den Porschepiloten Chris Mamerow und Dirk Werner gegeben hat.

Assenheimer war bei nasser Piste vom dritten Startplatz losgefahren und hatte früh auf profillose Slicks gewechselt. „Das Risiko zahlte sich aus, auch als es wieder zu schütten begann, bin ich im richtigen Moment in der Box gewesen um mit den Regenreifen weiter pushen zu können“, erklärt Patrick Assenheimer. „Unser Black Falcon Team hatte eine geniale Strategie ausgetüftelt, die Technik und unsere fahrerischen Leistungen waren optimal, die Boxencrew hat perfekt gearbeitet, ich bin überglücklich“ strahlt der Lehrensteinsfelder bei der Siegerehrung. Zwischenzeitlich war der französische Werkspilot Kevin Estre mit Traumrundenzeiten auf trockener Piste im Manthey-Porsche 911 GT3 R von Startplatz vier an die Spitze gefahren. Doch in Runde 14 kam nach einem Unfall bei Aquaplaning das Aus für den schnellen Porsche. Patrick Assenheimer gelangen zu dieser Zeit fehlerfreie Runden unter schwierigsten äußeren Bedingungen – in Führung liegend übergab er den ca. 550 PS starken AutoArena-Mercedes nach einem Doppelstint an Manuel Metzger. Der konnte die Führung sogar noch ausbauen und die Triumphfahrt für das Black Falcon Team mit dem erneuten Gesamtsieg perfekt machen.

Yannick FübrichKeine Veränderung gibt es an der VLN-Tabellenspitze. Der Meimsheimer Yannick Fübrich und sein österreichischer Partner David Griessner haben die Nase ihres BMW M240i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport weiterhin ganz vorne. „Desaster mit Schadensbegrenzung“, waren die Schlagworte von Yannick Fübrich im Ziel. Von Startplatz vier losgefahren, konnte Fübrich den 340 PS starken BMW gegen 13 Konkurrenten mit identischen Flitzern in der Cup 5 Klasse durch eine tolle Performance an die Spitze lenken. In der Starkregenphase des letzten Renndrittels übersah Fübrichs Partner Griessner bei heftiger Gischt eine Doppelgelbphase bei einem Überholmanöver. Die Zeitstrafe dafür betrug 185 Sekunden – aus dem sicheren Klassensieg wurde dadurch ein zweiter Platz, der punktemäßig gerade noch so für die VLN-Tabellenführung reicht. Der Klassensieg ging so an den BMW von Sorg Motorsport, der dritte Platz mit deutlichem Rückstand an die Truppe von Performance-Motorsport. „Unsere Pace war gut, die Abstimmung des BMWs hat gepasst, das Team hat perfekt gearbeitet, einzig der Lapsus beim Überholen unter Doppelgelb hat nicht ins Bild eines ansonsten perfekten Renntages gepasst“, resümiert Yannick Fübrich bei der Siegerehrung.     
wr  (Bild Yannick Fübrich im ca. 340 PS starken BMW 240i Racing Cup) 

 

 


 

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