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MC-Heilbronn
   
 

Poloblasen im Spessart

Am 25. Mai veranstaltete der ADAC OC Würzburg die zweite Marienberg Classic. 161 Teilnehmer hatten sich gemeldet, davon ca. 130 verschiedene Fahrzeugmodelle. Liegt es an der fränkischen Mentalität oder gibt es in der Gegend sonst nichts Vergleichbares etc. der durchaus rege Zulauf an Teilnehmern hätte noch größer sein können, aber irgendwann muss Schluss sein.

Mein Vater Klaus und ich freuen uns wieder auf die Teilnahme in Unterfranken.

Andreas HäberleAnreise Freitag nachmittags mit Anhänger, den Polo abladen und dann zur technischen Abnahme bei der Kfz Innung Unterfranken. Übernahme der Unterlagen, danach in unser Quartier, um uns in einem urigen Wirtshaus auf den Folgetag vorzubereiten. Der Veranstalter hat alle benötigten Infos für die Teilnehmer bereitgestellt, nicht mehr und nicht weniger. Informelle Punktlandung, die ca. 190km (was nachher doch rund 230km waren) können kommen.

Am nächsten Morgen erfolge Start im Regenwetter, egal, unser Polo ist dicht. Von Estenfeld bei Würzburg geht es nördlich Richtung Schweinfurt, bevor die Strecke dann westwärts in den Spessart weiterführt. Wir wollen uns nicht blamieren, doch an der WP3 passiert es dann: Beim „Anfahren des Gatters“ verschätze ich mich um satte 43cm, was dann auch 43 Fehlerpunkte aufs Konto haut. Ein Spitzenplatz ist somit dahin! (unterm Strich wurden wir mit 64 Fehlerpunkten abgerechnet, dies Mal war ich der Schuldige).

Die insgesamt 10 WPs waren für jedermann machbar, der sportliche Anspruch stand nicht ganz so im Vordergrund wie, vielleicht auch ein Rezept für den Erfolg der Veranstaltung. Gefahren wird nach dem Quadrat, Dreieck und Kreis. Eine Orientierungsprüfung war dabei, so als „Raushauer“ für diejenigen, die sich in der heutigen Zeit zu arg an ihr Navi gewöhnt haben.

Eine WP war, einen Sitzball mit dem Fahrzeug ins Tor zu schießen, sozusagen Elfmeterschießen mit dem Auto. Das Problem hierbei war, das auf Schotter beschleunigt werden musste. Nachdem ich mehrere andere Teilnehmer dabei beobachtet hatte, wie sie dabei mehr oder weniger Erfolg hatten, war ich der Meinung, ein kantiger Kleinwagen hat dabei Vorteile. Hatte er. Erster Gang voll oder in Zweiten hochschalten? Erster Gang voll, den Ball voll rein, lustige Übung, 0 Fehler. Andere, vor allem Amis, hatten weniger Erfolg. 4 oder 5 Bälle gingen dabei kaputt, die Amis können halt kein Fußball.       

Apropos Amis; ein Trend, den ich momentan auf mehreren Veranstaltungen beobachte, ist ein Hang zu amerikanischen V8 Boliden aus den 60ern, nicht nur hier in Würzburg. Diesel-Protest auf andere Weise.

Der Spessart ist eine schöne Gegend, das haben wir auf der Strecke üppig genießen dürfen. Mein schwarzer Polo, mit dem ich mittlerweile statt dem gelben Polo fahre, hält einwandfrei. 2/3 Aufsetzer sowie zum Teil verschmutze Straßen meistert er mühelos. Gegen 17 Uhr kommen wir am Ziel an, der Fahrtleiter bedankt sich persönlich bei allen Teilnehmern bei der Einfahrt an der Weißen Mühle in Estenfeld, welches wieder als Rallyezentrum fungierte. Anschließend Polo wieder verladen (wir waren die Einzigen, die mit Anhänger anreisten), gemeinsames Abendessen, die Flyer der Käthchen Classic verteilen, warten auf den Aushang und Siegerehrung.

Und siehe da, 5. Platz in der Gruppenwertung und 16. Platz im Gesamtklassement. Was wäre gewesen, wenn ich nicht das „Gatter anfahren“ versemmelt hätte….na, wie heißt es so schön:….hätte der Hund nicht….(ihr kennt den Spruch..)

Gegen 22 Uhr machen wir uns wieder auf die Heimreise Richtung Heilbronn. Und da der Frankenwein so gut schmeckt bleibt mein Vater auch hier wieder Beifahrer.

Mitte Juli gehen wir zum ersten Mal die Heidelberg Historic an, dann zur Abwechslung mit vertauschten Rollen (mein Vater fährt dann „sein Geburtstagsgeschenk“). Hierfür bekommen wir einen ehemaligen 123er Werks – Mercedes gestellt. Heck statt Frontantrieb, doppeltes Fahrzeuggewicht, weiß statt schwarz, 2 Tage, doppelte Streckenlänge. Auf den Ritt freuen wir uns schon.

2020 ist die Veranstaltung in Würzburg am 20. September, hoffentlich nicht am gleichen Wochenende wie die KC in Heilbronn, da ich gerne wieder in Würzburg starten möchte.  

Andreas Häberle

 

 


 

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