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MC-Heilbronn
   
 

Freude über Saisonstart in der Eifel bei Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

Nürburgring Langstrecken Serie startet unter sehr speziellen Corona-Bedingungen mit 141 Fahrzeugen 

Saisonstart NLS 2020„Endlich wieder Rennen fahren“ so der gemeinsame Jubelruf der beiden Langstreckenracer vom Motorsportclub Heilbronn. Am Samstag startet nach dem Corona-Lockdown mit dreimonatiger Verspätung der Saisonauftakt in der Eifel für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Yannick Fübrich (Meimsheim).

Nur eine Formalie ist der neue Name, aus VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) wird NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie). Immens dagegen das spezielle Hygienekonzept welches einen Start in die Rennsaison erst ermöglichte. Kleiner Auszug: Keine Zuschauer! Das Fahrerlager wird zur Boxengasse mit einem Wendekreisel umfunktioniert. Die seitherige Boxengasse darf nur für Tankvorgänge genutzt werden. Zwecks Chancengleichheit gibt es eine Mindestdauer der Summe aller Boxenstopps beim Rennen. Das Personal der Teams ist stark reduziert mit angeordneten Abstands-, und Schutzmaßnahmen.

Trotzdem ist die Freude auf die „grüne Hölle“ bei 141 Nennungen – auch wenn noch nicht alle erwarteten Teams antreten - groß: „Knapp 80 Kurven verteilt auf 24,433 Kilometer - die Kombination aus Nordschleife, GP-Kurs und Kurzanbindung ist weltweit einzigartig und immer wieder eine fahrerische Herausforderung“, verkündet der letztjährige Vierfachgesamtsieger Patrick Assenheimer. Dieser Aussage pflichtet Yannick Fübrich bei. Der amtierende VLN-Meister geht erneut mit seinem Siegerteam Pixum CFN Adrenalin Motorsport auf Titelverteidigung. Neu ist dagegen das Einsatzfahrzeug. Zusammen mit Meisterkollege David Griessner (Innsbruck) und Florian Naumann (Idstein), der schon im BMW M240i Racing Cup schnell war, lenkt Fübrich einen BMW M4 GT4. Bei diesem Renner werden ca. 450 PS von einem Reihensechszylinder mit 3000ccm Hubraum und Turboaufladung über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geschickt. Gestartet wird in der aufstrebenden Klasse SP 10 gegen weitere BMW M4 GT4, Porsche Cayman, Aston Martin sowie dem Toyota GR Supra GT4 vom Boxberger Team Ring Racing, die mit dem Japaner Rennpremiere feiern. „Durch den VLN-Titel gehen wir mit der Startnummer 1 in die Saison. Unterstützung bekommen wir aufgrund des Championats auch von BMW M Customer Racing – für mich ein toller Aufstieg und ein weiterer Schritt in der Motorsportkarriereleiter.  Test-, und Einstellfahrten verliefen positiv, ein Platz auf dem Treppchen ist das Ziel“ so der 28jährige Yannick Fübrich. 

Ein Testwochenende mit nassen und trockenen Bedingungen hat auch Patrick Assenheimer hinter sich. „Nach den Erfolgen der letzten Saison sind die Erwartungen natürlich hoch“ so der amtierende VLN-Speed-Trophy-Sieger. Der 6200ccm große Achtzylindermotor und die Kraftübertragung des AutoArenA Mercedes AMG GT3 sind gleichgeblieben, allerdings musste ein neues EVO-Kit integriert und abgestimmt werden. Zum Auftakt teilt sich der 29jährige Lehrensteinsfelder den 550 PS-Boliden mit Ex DTM Fahrer Maro Engel (Monaco), mit dem er auch beim Finale 2019 zum Sieg donnerte. „Der Auftakt ist quasi ein Werkseinsatz, wir starten offiziell unter „Mercedes AMG Team HRT-AutoArenA“ erläutert Patrick Assenheimer. Der bekannte und erfolgreiche Rennfahrer und Projektentwickler Hubert Haupt aus München hat HRT gegründet, nachdem sich die international sehr erfolgreiche Black Falcon Truppe aus dem professionellen GT3-Rennsport während der Corona-Krise zurückgezogen hat. „Viele der Black Falcon Techniker und Ingenieure sind jetzt beim Haupt Racing Team, was sich positiv auswirken wird. Unser Ziel ist eine Top Ten Platzierung, der Traum natürlich ein Platz auf dem Podest“, so Patrick Assenheimer, der sich auch Erkenntnisse für das 24-Stunden-Rennen, welches auf den 25. bis 27. September verschoben wurde, erhofft. In dessen SP9 Königsklasse sind 20 internationale GT3 Boliden gemeldet. Porsche, Audi, BMW, Mercedes und Ferrari mit namhaften, schnellen Nordschleifenakteuren sorgen für eine enorme Konkurrenz.            - Wilfried Ruoff

 

 

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