Aktuelles

Jürgen Bender fuhr vier Mal aufs Podium

Eurospeedway-Lausitzring - P9-Meisterschaftsläufe 3 und 4

27.06.2022

In der laufenden Rennsaison 2022 ist der Neckarsulmer GT-Routinier Jürgen Bender ganz besonders aktiv. Zeitlich abgestimmt wurden zwischen ihm, seinem Renn-Einsatzteam Sportwagenschmiede und Hersteller Callaway Competition für 2022 Einsätze in der STT-Challenge und in der P9-Challenge geplant und zeitlich abgestimmt. Dort kämpft MCH-Mitglied Jürgen Bender um die Meistertitel. Gewonnen hatte Jürgen zuvor bereits beide Titel. Die STT holte er 2017 und die P9-Challenge zusammen mit Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach in der Pandemie-Saison 2020 unter erschwerten Bedingungen.

Nicht zu vergessen die Sensation im Deutschen Rennsport als es MCH-Mitglied Jürgen Bender gelang an einem Wochenende beide Finalrennen der P9 und der STT auf dem Nürburgring klar zu gewinnen. Das gab es zuvor und danach noch nicht.

"In der "P9" sind die Aussichten im Titelkampf 2022 für uns besonders vielversprechend", so Bender am Lausitzring.

Nach umfangreichen technischen Verbesserungen nach dem Saisonauftaktwochenende am Red Bull Ring konnte Bender die vom Team Sportwagenschmiede eingesetzte GT3-Callaway-Corvette am Lausitzring nun im Spitzenfeld positionieren.

Jürgen Bender (vorne)

"Der Lamborghini Huracán GT3 EVO des Siegers vom Lausitzring ist leichter als unsere Corvette", so Bender. Trotzdem gelang es dem MCH-Mann, sich am Lausitzring gleich vier Mal auf das Siegerpodium zu kämpfen. In beiden P9-Challengeläufen wurde der Neckarsulmer hinter Couch McKansy (Lamborghini) Gesamtdritter.  Dahinter jeweils einmal der amtierende P9-Champion Jack Crow und beim 2. Rennen dann der amtierende P9-Endurance-Champion Hermann Speck (b. Porsche).

Beim wichtigen Punktgewinn für den Titelkampf ging es erneut zur Ehrung aufs Treppchen. Jürgen Bender errang in der großen Hubraumklasse zwei 2. Plätze.

"Jetzt müssen wir vor Hockenheim noch einige Kilogramm Gewicht an der Corvette abspecken", so Sportwagenschmiede-Chef MCH-Mitglied Marco Bayer nachdenklich. HTS

Foto privat: Jürgen Bender bei seinem P9-Debüt 2014 auf dem Weg zum Sieg.

 

Bender in Startreihe 1 beim Auftaktrennen an der Lausitz

Bender auf Anhieb in Reihe 1

2022-06-25

Hinter Lamborghini-Huracán-Ass Coach Mckansy katapultierte das Neckarsulmer MCH-Ass Jürgen Bender die von Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) eingesetzte Callaway GT3-Corvette im Zeittraining in die erste Startreihe. "Der Platz rechts in Reihe 1 zum Auftakt heute am Eurospeedway Lausitzring ist für mich sehr gut", so Jürgen Bender nach dem Zeittraining in der Lausitz. Im Training konnte der Unterländer GT-Sport-Routinier seine Rundenzeit um 2,5 sec gegenüber dem freien Training verbessern. Damit startet "Ben", wie ihn die Freunde im Unterland nennen, am Samstagnachmittag beim Auftaktrennen vor dem Porsche-Trio Matthias Jeserich, Hermann Speck und Jack Crow beim ersten Rennlauf.

MCH-Mitglied Bender hat gute Erinnerungen an den Lausitzring. 2014 konnte er dort seinen ersten Start in der P9-Challenge klar gewinnen. HTS

Jürgen Bender 2014 

Foto P9: Bender bei seinem Auftakt bei der P9-Challenge 2014 als Sieger im Ziel

 

2. Lauf BMW Slalom Cup in Maisach

Klassensieg für Marcel Pimpl, Wertungssieg für Hannah Baier

24.06.2022

Am Samstag, 18.06.2022 fand der zweite Lauf zum BMW Slalom Cup Deutschland bei BMW M Driving Experience in Maisach vor den Toren Münchens statt. Bei hochsommerlichen 38° C fanden sich die sieben MCH’ler Andreas und Hannah Baier, Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Lutz Lambrecht, Michael & Jasmin Kumor mit ihren BMW’s am selektiven Slalomparcour ein.

In der Klasse 4d, verbesserte BMW (geltet sogar schon mit Semi-Slicks), gingen alle MCH’ler außer Andreas und Hannah Baier in dieser Klasse an den Start. Das Baier-Team ging in der Klasse 4f an den Start. 

Es wurden fünf Wertungsläufe gefahren, von denen die besten zwei gewertet wurden. In den BMW’s herrschten Temperaturen von über 50°C, das die Sache für alle Teilnehmer nicht einfacher machte.

Auf dem Bild von links nach rechts: Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Jasmin Kumor, Andreas und Hannah Baier
Auf dem Bild von links nach rechts:
Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Jasmin Kumor, Andreas und Hannah Baier

Marcel Pimpl setzte sich mit fünf soliden Wertungsläufen mit dem Hornet BMW mit 2,4 Sekunden Vorsprung durch. Lutz Lambrecht fuhr einen super 3. Platz vor Michael Kumor ein, der den 4. Platz belegte. Lutz war mit vier identischen Zeiten mit seiner Leistung sehr zufrieden. Michael Kumor haderte mit Jasmins G3 Compact noch ein wenig, war am Ende mit seiner Platzierung dennoch zufrieden, da er sich in jedem Lauf steigern konnte.

Nico Chelminiacki startete wieder mit der Hornet, Gruppe F Compact. Leider kam er aber nicht so zurecht. Fehlende Fahrpraxis auf der Hornet machte sich bemerkbar. Klassenzeiten für die Top 3 Platzierung wären drin gewesen, doch leider hatte er in vier Wertungsläufen jeweils mehrere Pylonen „abgeschossen“. Ein fehlerfreier fünfter Lauf entschädigte dann doch ein wenig, sodass ein 6. Platz noch erreicht wurde.

Mit Jasmin Kumor startete eine weitere MCH-Pilotin. Mit jedem Lauf stieg das Selbstvertrauen und mit schnelleren persönlichen Zeiten sicherte sie sich Platz 8 in der Klassenwertung und noch den 1. Platz in der Damen-Rookie-Wertung.

In der mit 16 Startern stärksten besetzten M-Klasse 4f gingen Andreas und Hannah Baier an den Start. Andreas lieferte mit gleichmäßigen schnellen Zeiten einen soliden 4. Platz in der Klasse ab, musste sich dennoch den neuen M-Modellen mit Allrad und Mega-Leistung um den Klassensieg beugen.

Hannah startete mit ihrem ersten Wertungslauf sofort auf Angriff, denn es geht ja auch um die Damen-Gesamtwertung. Mit dem zweiten Wertungslauf steigerte sie sich nochmals über 3 Sekunden und dann begann der zehntel- und hundertstel-Krimi mit ihrer Konkurrentin, die auf einem M2 antrat. Ihre Konkurrentin zeigte Nerven und hatte leichte Fehler in den Wertungsläufen zu verzeichnen. Hannah zog unbeeindruckt ihre Läufe durch. Mit zehntel Sekunden Steigerungen konnte sie somit den hart erkämpften Sieg in der Damenwertung und Platz 8 (im Mittelfeld) für sich verbuchen.

Anschließend gingen bei der GLP-Wertung über drei Läufe nochmals alle MCH’ler an den Start. Von den drei Läufen werden die zwei am nächsten zusammenliegenden Zeiten gewertet. Da man diese Wertung als zusätzliches Training ansah, fuhr jeder natürlich nochmal auf Bestzeit. In der Endwertung konnten die ersten drei Plätze mit Andreas Baier, Lutz Lambrecht und Marcel Pimpl in dieser Reihenfolge besetzt werden. Mit etwas größeren Zeitunterschieden kamen die weiteren MCH’ler ins Ziel. Mit Marcel Pimpl (Klasse 4d) und Hannah Baier (Damenwertung) verließ unsere Slalomtruppe jeweils als Zwischenwertungsführende das tolle Veranstaltungsgelände in Maisach.

Am Sonntag den 26.06.2022 geht es für die Slalomtruppe beim Clubslalom des MSC Weinsberg, Wertung für den Württembergischen Slalompokal, schon wieder weiter.

(Andreas und Hannah Baier)

 

Triple für MCH Slalom Jugend

Erfolgreiche Jugend des MCH in Bopfingen

17.06.2022

Am 12.06.2022 fand auf der Breitschwangbahn in Bopfingen/Ostalb der 4. Lauf zum Württembergischen ADAC Slalompokal Region 2 statt.

Bei herrlichen Sonderbedingungen fanden sich 6 MCH Slalomsportler am Fuße des Berges JPF ein.

In der Wertungsgruppe SE16 starteten 3 MCH’ler mit Nico Chelminiacki, Hannah Jule Baier und Lutz Lambrecht, allesamt auf ihren BMW’s. Noch mit verhaltenem Training (4 Pylonen) startete Hannah in ihren ersten Wertungslauf. Mit hauchdünnem Vorsprung von 19/100 Sekunden setzte sie sich in Führung vor ihren Clubkollegen Lutz und Nico C. Mit dem zweiten Wertungslauf konnte Hannah sich nochmals um 9/10 Sekunden verbessern.

Lutz konnte zu seinem ersten Wertungslauf sich um 4/10 Sekunden verbessern.

Nico C. festigt seine dritte Position auch im zweiten Lauf mit identischen Zeiten.

Somit konnten die weiteren Klassenkonkurrenten nichts gegen unsere Youngsters entgegensetzen und damit war der erste 3-fach Sieg in MCH-Hand.

Hannah verbesserte sich auch in der Gruppenwertung SE16 und SE17 (16 Starter) um über 3 Sekunden.

In der Gruppenwertung belegte Lutz den 3. Platz und Nico C. den 4. Platz.

Ein makelloses Ergebnis unserer MCH Youngsters.

Lutz Lambrecht_Hannah Jule Baier_Nico Chelminiacki

In der wieder stark besetzten G3 startete Nico Gutzeit auf seinem BMW 318ti ein weiterer top Youngster. Mit der zweitbesten Zeit im Training war Nico wieder vorne voll dabei. Leider hatte er auf eine zu weiche Reifenmischung gesetzt die dann den hochsommerlichen Temperaturen seinen Tribut zollten. In den Wertungsläufen konnte er leider seine Zeiten nicht mehr verbessern und belegte im Endergebnis nach kämpferischer Leistung einem stark beachteten 4. Platz. Wie schon in den Veranstaltungen zuvor ist mit Nico Gutzeit in den Top 5 Platzierungen zu rechnen.

In der Gruppe F, Klasse 10 startete Marcel Pimpl auf dem Hornet 318ti.

Mit 11 Startern war auch diese Klasse wieder stark besetzt. Mit seinen Trainingszeiten war Marcel schließlich unzufrieden. Platz 7 war die Ausgangsbasis. Nach dem ersten Wertungslauf folgte die Verbesserung auf Platz 5. Wie schon Nico Gutzeit zuvor, hatte er mit abbauenden Reifen im zweiten Lauf zu kämpfen und somit war mit Platz 6 dieses Mal nicht mehr zu erreichen.

In der Gruppe F, Klasse 11 ging Andreas Baier im BMW M3 an den Start. Auch diese Klasse war mit den Toyota Yaris GR, BMW M3 und dem Audi A1 S1 wieder top besetzt.

Andreas konnte sich von Anfang an in allen Läufen mit Bestzeiten durchsetzen und somit einen ungefährdeten Klassensieg mit nach Hause nehmen.

Nico Gutzeit_Hannah Jule Baier_Andreas Baier_Nico Chelminiack

Die MCH Slalomtruppe fiebert nun dem nächsten Wertungslauf zum zweiten Lauf des BMW-Slalom Cup Deutschland in Maisach vor den Toren Münchens auf dem BMW Test- und Performance Center am 18.06.2022 entgegen.

Andreas Baier

Neuer Turbo-Ferrari als Gegner für Jürgen Bender

P9-Saisonauftakt 2022 am Red Bull Ring

2022-06-09

Ferrari, Lamborghini, AMG, Porsche - so ging es beim Saisonauftakt der P9-Challenge 2022 aus den ersten Reihen an den Start. Ein absolut repräsentatives GT-Feld auf welches sicher wohl auch bald andere internationale GT-Teams interessieren werden.

"Im Training taten sich für uns einige technische Probleme auf", so Benders Renningenieur MCH-Mann Marco Bayer. Nicht einfach in einem so starken internationalen GT-Feld wie der P9 zu bestehen. Dabei spiegelte die 5. Startreihe nicht das Potential des Teams aus dem Unterland wider.

Der Österreicher Ernst Kirchmayr rauschte von der Poole im Ferrari 488 GT3 mit Turbo-Power und gut 700 PS im ersten Rennen direkt auf's Stockerl. Dahinter die Deutschen "Couch McKansy" (Lamborghuni Huracán EVO) und "Jack Crow" (Porsche 991 GT3R). Lange vorne dabei auch Routinier Mario Hirsch (AMG GT3). Zwei Runden vor Schluss verlor der seine Position. Ein technischer Defekt. Marios Spitzenplatz war verloren.

Der P9-Champion von 2020, unser Unterländer Jürgen Bender (Callaway Corvette C7 GT3), fiel nach dem Start zum ersten Rennen leicht zurück. Dann ging es Runde für Runde wieder nach vorne. In Runde 18 war auf Rang 4 in der KL6 aber Schluss. Bei seinem kampfbetonten Weg durchs Starterfeld ließ MCH-Ass Jürgen Bender keinen Moment locker. "Vier Runden blieb ich 10. Als die Reifen schließlich warm waren, konnte ich beginnen mich vor zu arbeiten", so Bender. Zwei Runden vor Rennende schob sich der Unterländer auf Rang 5 vor dem Österreicher Christian Wimberger und hinter dessen Landsmann Bernhard Löffler gelegen. Die Corvette in der Zange der Lamborghinis. Am Ende zumindest Rang 4 in der KL6 der Serie für Bender. "Wir haben dabei zumindest weitere wertvolle Erkenntnisse gewonnen", so Bender. Einiges konnte er durch Optimierungsarbeiten an seiner Corvette für den 2. Rennlauf bereits umsetzen. 

Am Ende kam es beim P9-Auftakt zum erste Ferrari-Sieg in der Seriengeschichte. Das war zugleich der erste P9-Erfolg für den Österreicher Ernst Kirchmayr. Bedrängt wurde der Ferrari-Pilot von einem weiteren Italienischen GT-Fabrikat, einem Lamborghini Huracán GT3 EVO. Der Deutsche "Couch McKansy" hing Kirchmayr über die volle Distanz im Nacken. Den "Lambo" setzte HP Racing International für den Deutschen Fahrer ein. "Hier überholst Du nicht mal „eben so" meinte ein HP-Techniker in der Box. Recht hatte der Mann. Beide Piloten lieferten auf dem Red Bull Asphalt GT-Rennsport vom Feinsten ab.

Ernst Kirchmayr (A) auf Ferrari 488 GT3 holte sich die Pole (1.29,847), den Sieg und die SR (1.30,717). Damit nicht genug. Der Ferrari-Routinier holte sich auf dem heimische Red Bull Asphalt, hart bedrängt von Couch McKansy, einen klaren Start-Ziel-Sieg. In der KL5 ließ sich der amtierende Champion "Jack Crow" den Sieg nicht nehmen. Felix Neuhofer demonstrierte die Leistung des eigenen Teams auf Porsche 992 GT3C mit einem Erfolg in der KL4. P9-Routinier Manuel Süßenguth stieg den Gegnern in KL3 im 991 GT3C gekonnt "auf's Dach". Mit Erfolg, Manuel gewann. Und in der Klasse 2 für GT4-Modelle? Hier gelang es dem Neuseeländer Dalton Grant (Neuseeland) seinen neuen AMG GT4 zum Erfolg zu pilotieren. HTS

Jürgen Bender - Marco Bayer

Jürgen Bender in Rennen 2 auf dem Klassen-Stockerl

Nach dem Sieg von Ernst Kirchmayr zum Auftakt ließ der Österreicher sich die Butter auch im 2. Meisterschaftslauf nicht vom Brot kratzen. Von der Poole (1.29,678) gab er seinem springenden Hengst kräftig die Sporen und radierte erneut einen Star-Ziel-Erfolg in den steierischen Asphalt. Die schnellste Runde (1.30.344) holte sich der Österreicher dabei schon im 5. Umlauf. In der 2. Rennhälfte nahm das Ferrari-Ass bereits Tempo raus. Eine knappe Sekunde zurück kreuzte Lamborghini-Routinier "Couch McKansy" das schwarzweiße Zielband. Gute 12 sec zurück tobte der Kampf um Gesamtrang 3. Der amtierende P9-Champion "Jack Crow" im ZEBRA-991 GT3R musste sich des immer stärker aufkommenden Ex-Champions Jürgen Bender erwehren. Trotz etwas besseren Rundenzeiten musste sich der Corvette-Pilot am Ende leider mit Platz 3 in der KL6 begnügen. Ich hätte mich mit "Jack“ sehr gerne noch angelegt", zuckte Jürgen im Ziel verschmitzt lächelnd die Schultern. "Aber wir haben gelernt was vor dem Lausitzring zu tun ist, um dort dann ganz vorne mit mischen zu können", fügte sein Teamchef Marco hinzu. In den weiteren Klassen schlugen Felix Neuhofer (KL4), Ex-P9-Champion Wolfgang Triller (KL3) und der Neuseeländer Woolford Grant (KL2) zu. Klassenerfolge von Ferrari, Porsche (3) und AMG beflügelten die Teams. Aber mancher Gegner erkannte sehr deutlich, wie nahe er eigentlich mit seinem GT-Modell schon am Klassensieg dran war. Spannung liegt also in der Luft. Man darf auf die kommenden P9-Weekends am Lausitzring und in Hockenheim also mehr als gespannt sein. HTS

Foto HTS: Die MCH-Mitglieder Bender und Bayer kämpfen 2022 in der P9-Challenge an den Start

Vier P9-Meister am Red Bull Ring dabei

P9-Auftakt am Red Bull Ring

02-06-2022

Die P9-Serie geht am Pfingst-Wochenende in Österreich mit zwei randvollen Starterfelder auf dem Red Bull Ring an den Start. 16 Modelle von Porsche kämpfen beim Meisterschaftsauftakt 2022 vor den Toren von Knittelfeld in 4 Klassen gegen Modelle von Callaway-Corvette, Lamborghini, Ferrari, AMG, Audi, Cupra und KTM. Gekämpft wird um die Gesamtsiege in der Challenge und in der Endurance. Noch wichtiger aber für die Meisterschaftsaspiranten aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Italien sind die jeweiligen Klassenerfolge. Denn in den Klassen werden die Punkte für die Meisterschaft 2022 eingefahren. Es dürfte 2022 in den Alpen besonders hart gekämpft werden. Der 10. Titel der P9-Challenge ist schließlich was Besonderes.

Am Start sind alle 4 technischen Bauweisen, die im internationalen GT-Rennsport entwickelt wurden. Porsche dominiert im P9-Feld mit seinen Heckmotormodellen. Das sind die bewährten Baureihen 997 und 991. Dazu hat man bei den Stuttgartern im Kampf um den Klassensieg in der KL2 Mittelmotormodelle vom Typ 718 am Start. Klassengegner sind dort Mittelmotormodelle von KTM mit Audi-Power und der Audi LMS.

In der großen Hubraumklasse sind es die Jungs im Lamborghini Huracán und im Ferrari 488 die auf das Mittelmotorkonzept setzen. Profipilot Gerhard Tweraser (A) und sein Teampartner "Coach McKansy" (D) muss man im Auge behalten. Beide sind echte Frontrunner. Sie gehören zum Kreis der Favoriten um den Gesamtsieg.

Heck-Motoren, Mittelmotoren, aber nun zu den klassischen Frontmotormodellen. Das sind jene GTs deren Motor zwischen Fahrer und Vorderachse eingebaut sind. Hier wollen der Routinier Mario Hirsch in seinem Mercedes GT3 und der P9-Exchampion aus dem Unterland, der Neckarsulmer Jürgen Bender, um den Sieg kämpfen. "Mittwoch wurde verladen", so Bender, "und am Donnerstag geht's dann in der Frühe los in Richtung Österreich".

Jürgen Bender - Marco Bayer

Die Daumen der Unterländer Rennsportfans dürften über Pfingsten alle gedrückt sein. Konnte MCH-Ass Bender doch bereits 2020 zeigen, was in der P9 geht. Er gewann alle Meisterschaftsläufe unangefochten und holte den Titel. "Mit einer derartigen Überlegenheit hatten wir vor Saisonbeginn nicht gerechnet", so Renningenieur Bayer. "Und da in dem terminlich verwirrenden ersten Corona-Jahr", und schüttelt dabei den Kopf.

Cupra Competition Modelle sind es, die einen waschechten Frontmotor unter der Haube haben. Der ist dort vor der Vorderachse quer eingebaut. "In der KL2 sind die "schnellen Spanier" meist voll bei der Musik", so Serienmanager Bernhard, als er die erste Starterliste veröffentlichte.

Vier Meister der P9-Serie gehen zum Wochenende an dem Start. Jürgen Bender aus Neckarsulm als Champion von 2020 tritt gegen den amtierenden Meister "Jack Crow", sowie Hermann Speck und den Meister von 2017, Wolfgang Triller an. Drei Ex-Meister vertrauen auf Modelle von Porsche (991 GT3R) und Jürgen Bender. Der wird vom Team Sportwagenschmiede in einer Callaway-Corvette GT3 eingesetzt und betreut. Die C7-Corvette wurde von Hersteller Callaway Competition in Leingarten gebaut. "Ich will dem "Jack" den Titel wieder abnehmen", so MCH-Mitglied Jürgen Bender im Interview. "Da halte ich voll dagegen", lächelt der ebenfalls anwesende "Jack Crow". Der Wahl-Münchener ist die Nr.1 im Team von ZEBRA-Motorsport. "Bin gespannt wer zum Auftakt der 10. Saison der P9-Challenge die Nase vorn haben wird", so der Vater des P9-Serienpaketes, Routinier "Bernie" Fischer. HTS

Foto: HTS - Bender und Bayer

Slalom MCH-ler wieder erfolgreich unterwegs

01.06.2022

Am 29.05.2022 fand der Eschacher ADAC Straßenslalom statt, dies war der dritte Lauf zum Württembergischen Slalom Pokal 2022 in der Region zwei. Es wurde auf einem Teilstrich der Kreisstraße von Schechingen nach Hohenstadt gefahren. Der Slalom war sehr flüssig bis schnell gesteckt, mit unübersichtlichen Stellen hinter Biegungen und leichten Kuppen.

Die MCH Slalomtruppe war mit ihren BMW`s wieder stark vertreten, mit Nico Gutzeit in der Klasse G3, Marcel Pimpl Klasse F10, Andreas Baier in der Klasse F11 sowie in der Klasse SE Nico Chelminiacki, Tim Wörner und Hannah Baier.

Am Veranstaltungsort war bereits um 10:30 Uhr Nico Gutzeit in seiner Klasse G3 unterwegs. Die Klasse war mit 14 Startern wieder voll besetzt. Nach dem Training und 1.Wertungslauf war Nico Gutzeit in Top 3 Platzierungen unterwegs. Im 2.Wertungslauf fiel leider eine Pylone, somit war der zweite Klassenrang verspielt, doch die zweite gefahrene Wertungslauf-Zeit war so gut, dass dennoch der 5.Platz herausgefahren wurde. Nico Gutzeit überzeugt mit seinen hervorragenden Leistungen, dass er in den Top-Rängen in der G3 angekommen ist. 

Tim Wörner startete mit dem BMW von Nico Chelminiacki in der Klasse SE16. Nach Debatten, wer zuerst von den beiden fährt, hat sich Tim entschlossen, den ersten Start zu fahren. Dies zeigte er mit zwei super Wertungsläufen. Tim führte die Wertungsgruppe SE an. Dann veränderte sich schlagartig das Wetter zu Ungunsten von Nico Chelminiacki. Nico fuhr in einem 1.Wertungslauf, noch im Trockenen, eine Bestzeit, doch dann setzte sintflutartiger Regen mit Gewitter ein. An eine Wiederholung der Top-Zeit war nicht mehr zu denken. Durch den anhaltenden starken Regen kam noch eine geworfene Pylone dazu, die Nico auf Platz 5 zurückfallen ließ.

Andreas Baier, Hannah Baier, Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Tim Wörner (v.l.)
Andreas Baier, Hannah Baier, Marcel Pimpl, Nico Chelminiacki, Tim Wörner (v.l.)

Hannah Baier startete dann in der nächsten Gruppe als unsere letzte MCH Starterin. Bei ihrer erst dritten Veranstaltung auf dem BMW M3 unter diesen sintflutartigen Verhältnissen war es ihr vor dem Training sichtlich unwohl. Bei einem Sicherheitstrainingslauf war die Aufgabe, einfach nur auf der Straße zu bleiben! Was aber dann folgte, versetzte sogar den Vater, Andreas Baier, in Staunen. Im 1. Wertungslauf setzte Hannah ein Ausrufezeichen mit einem genialen Lauf. Im 2. Wertungslauf setzte Hannah nochmals 5 Sekunden drauf und fuhr die Zeiten wie ihre Mitkonkurrenten im trockenen und katapultierte sich auf den 4. Gesamtplatz in der SE16. Dieser 2. Wertungslauf zeigte, dass Hannah mit dem M3 und den Streckenverhältnissen super zurechtkam, dies zeigt auch, dass sie Top-Kämpferisch unterwegs war.

Mit Marcel Pimpl in der F10, der gleichen Startgruppe wie Hannah, glänzte er immer noch im Sintflutartigen Regen mit zwei Top-Zeiten. Leider fielen in beiden Wertungsläufen insgesamt zwei Pylonen die ihn den 3.Platz in der Klasse kosteten und er es somit auf Platz 7 zurückfiel.

Die Leistungen des MCH-Nachwuchses sind allesamt Top und hinterlassen bei ihren Mitbewerbern Eindruck.

Andreas Baier startete in der Klasse F11. Diese war mit 9 Startern von 11 genannten und mit 3 Allrad-Fahrzeugen stark besetzt.

Der Regen hörte einfach nicht auf.

Im Training fuhr Andreas die Klassen-Bestzeit mit 9/10 Vorsprung auf den Toyota Yaris GR. Mit der Lauf-Bestzeit im Wertungslauf eins fiel leider auch eine Pylone, die trotz eines zweiten starken Wertungslaufes dann nur noch zum 2. Platz in der Klasse gereicht hat, was aber unter den oben genannten Wetterbedingungen gegen die starken Allradler nicht zu verachten war.

Die MCH Slalomtruppe freut sich schon auf die nächste Veranstaltung am 12.06.2022 auf der Breitwanbahn in Bopfingen/Ostalb, wo sie wieder alle frisch motiviert an den Start gehen werden.

(Tim Wörner)

 

MCH-Racer Patrick Assenheimer ohne Zielflagge beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt

31.05.2022

Dramatisch und spektakulär – die 50. Auflage des legendären 24-Stunden-Klassikers auf dem Nürburgring und der Nordschleife schrieb einmal mehr Geschichte. Von 135 gestarteten Fahrzeugen sahen lediglich 93 die Zielflagge, von den 33 PS-gewaltigen GT3-Boliden schieden 17 vorzeitig aus. Zudem kamen nach offiziellen Angaben satte 230 000 Zuschauer zum „Vierundzwanziger“ und dem mehrtägigen Rahmenprogramm.

Das gesamte Landgraf-Team , links mit Helm Patrick Assenheimer
Das gesamte Landgraf-Team, links mit Helm Patrick Assenheimer

Gefrustet und wie im letzten Jahr ohne die Zielflagge gesehen zu haben, musste MCH-Racer Patrick Assenheimer (Weinsberg) den Eifelmarathon verlassen. Die Strategie des Quartetts im Team Landgraf schien lange aufzugehen. Routinier Assenheimer und seine Youngsters Luca-Sandro Trefz, Dominik Baumann und Julien Apotheloz hielten sich strategisch aus allen brenzligen Situationen heraus. Das Einsatzfahrzeug, der Mercedes AMG GT3 war für das 24h-Rennen als „gelbe Mamba“ im MANN FILTER-Design unterwegs – optimal von der Landgraf-Mannschaft vorbereitet. Startfahrer Assenheimer schaffte in seinem Doppelstint den Sprung von Startplatz 27 auf Rang 17, der Grundstein für eine Top-Ten-Platzierung schien gelegt. Julien Apotheloz hatte daraufhin durch einen Stoßdämpferbruch einen zusätzlichen Stopp, der das Team auf Rang 36 zurückwarf. Daraufhin kämpfte sich das Quartett dann Platz für Platz nach vorn. Hier konnte vor allem Nordschleifenspezialist Patrick Assenheimer mit schnellen Rundenzeiten in der Nacht brillieren. Ab Sonntagmorgen dann „typische Eifelbedingungen“ mit leichtem bis starkem Regen in unterschiedlichen Bereichen der 25,378 Kilometer langen Strecke – Reifenpokern war angesagt.  Um 14:36 Uhr, nur anderthalb Stunden vor Rennende, verlor Luci Trefz auf Position vierzehn liegend den ca. 550 PS starken Mercedes auf rutschiger Piste und touchierte die Leitplanke – das vorzeitige Aus für das Landgraf Young Talents Team. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich MCH-Racer Patrick schon wieder bereitgemacht, um in der letzten Stunde noch einmal anzugreifen „Natürlich ist es enttäuschend, wenn man so kurz vor Rennende ausfällt. Wir hatten eine gute Strategie und Performance und haben uns nach dem Dämpfertausch zurückgekämpft, alles sah sehr erfolgversprechend aus. Schlussendlich hat uns das letzte Quäntchen Rennglück gefehlt“, so Patrick Assenheimer.

Der Mercedes AMG GT3 im MANN FILTER Mamba Design auf der Nordschleife
Der Mercedes AMG GT3 im MANN FILTER Mamba Design auf der Nordschleife
Fotos: AMG Customer-Racing

Den Gesamtsieg sicherte sich nach einem immens spektakulären Rennen inclusive Reifenpoker in den Schlussstunden der Audi R8 LMS EVO II vom Audi Sport Team Phoenix-Racing, der nach 159 Runden satte 4.035 Rennkilometer abgespult hatte. Die beiden GetSpeed Mercedes AMG GT3 vervollständigten das Gesamtpodium. Zuvor hatte es ein regelrechtes Favoritensterben nach Unfällen, Kollisionen und Fahrfehlern mit Leitplankeneinschlägen gegeben. Von 33 gestarteten GT3-Boliden sahen lediglich sechzehn die Zielflagge. Sowohl die hochfavorisierten neuen BMW’s der M4 GT3 Kategorie wie auch der Manthey-Porsche 911 GT3 R und der von der Pole-Position gestartete Octane-Ferrari schieden aus.

(Wilfried Ruoff)

 

Patrick Assenheimer bei den 24 Stunden durch die „Grüne Hölle“

33 PS-gewaltige GT3 Boliden unter 138 genannten Fahrzeugen versprechen Spannung und Action bei der 50. Auflage des Eifel-Klassikers

27.05.2022

73 Kurven auf einzigartigen 25.378 Metern Streckenlänge, die sich aus der legendären Nordschleife und dem Grand Prix Kurs des Nürburgrings zusammensetzen – wenn hier zwei Mal rund um die Uhr gefahren wird, ist der Saisonhöhepunkt der Langstreckenrennszene angesagt. Das 24-Stunden-Rennen hat zudem Jubiläum – zum 50. Mal findet die Hatz in der „Grünen Hölle“ der Eifel statt.

Patrick Assenheimer (re.) und Luca-Sandro Trefz
Patrick Assenheimer (re.) und Luca-Sandro Trefz

138 Nennungen, davon sage und schreibe 33 in der Klasse SP9 der PS-gewaltigen GT3-Boliden – das legendäre ADAC TotalEnergies 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2022 wartet mit einer nie dagewesenen Fülle an werksunterstützten Rennwagen und Werksfahrern auf. „Darunter sind ca. 25 Gesamtsiegerkandidaten, zu denen sich noch drei schnelle SPX-Flitzer (zwei Werks-KTM X-Bow und der bildschöne Scuderia Glickenhaus) gesellen“, erklärt MCH-Racer Patrick Assenheimer mit immenser Begeisterung und Vorfreude.  Der 30jährige Weinsberger ist als AMG Performance-Fahrer der Routinier und Leader im werksunterstützten Landgraf Team „Young Talents“. Zusammen mit den Youngstern Luci Trefz (Wüstenrot), Julien Apotheloz (Gockhausen/Schweiz) und Dominik Baumann (Hall/Tirol) pilotiert Assenheimer einen ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 in der Megaklasse SP9. „Acht Porsche 911 GT3 R, jeweils sieben Mercedes AMG GT3, Audi R8 LMS EVO und BMW M4 GT3 sowie zwei Ferrari, und je ein Lamborghini Huracan und Aston Martin. In den meisten der Boliden sitzen Werksfahrer und international erfahrene Profis, die Konkurrenz ist einzigartig“, erzählt Patrick. Alle machen Jagd auf den „Grello-Porsche“ mit der Startnummer eins, den Sieger des letztjährigen Vierundzwanzigers, in dessen Cockpit heuer die Profis Michael Christensen, Kevin Estre, Frederic Makowiecki und Laurens Vanthoor sitzen. Die Favoritenrolle liegt in diesem Jahr allerdings klar bei BMW. Mit ihrem neuen M4 GT3 haben die Münchner sowohl bei den beiden NLS-Vier-Stunden-Rennen triumphiert, wie auch bei den beiden 24-Stunden-Qualifiers vor zwei Wochen und den beiden ADAC GT Masters-Rennen am vergangenen Wochenende auf dem Red Bull Ring.  „24 Stunden am Limit für Fahrer und Fahrzeuge inclusive der immens wichtigen Boxenmannschaft sind aber immer wieder für Überraschungen gut. Unser primäres Ziel ist durchzufahren, keine eigenen Fehler zu machen, in keine Unfälle und Kollisionen verwickelt zu werden, dann ist der Wunsch von einem Top-Ten-Ergebnis möglich“, so Patrick Assenheimer.

Neben dem Weinsberger MCH-Racer starten zwei weitere Piloten aus der Region bei der Eifelhatz. Luca-Sandro Trefz aus Wüstenrot, mit dem Patrick in diesem Jahr die NLS-Rennen im Mercedes AMG GT3 des Landgraf-Young Talents Team bestreitet, sowie der Forchtenberger Heiko Hammel, der wie Assenheimer als schneller Nordschleifenspezialist gilt und 2022 für Max Kruse Racing ins Lenkrad eines VW Golf GTi’s der Klasse SP3T (Spezialtourenwagen mit 2000cm³ Hubraum und Turbolader) greift.

Start zur 24h-Hatz ist am Samstag, 28.05.2022 um 16.00 Uhr, Zieleinlauf am Sonntag um 16.00 Uhr.

RTL Nitro sendet im Free-TV über die gesamte Renndauer. Zudem gibt es unter www.24h-rennen.de einen Livestream mit Liveticker und Livezeitnahme.

(Wilfried Ruoff)

 

DJMV-Auftakt beim MCC Frankenbach e.V.

Auf neues Terrain begaben sich vier MCH-Mitglieder am 7. und 8. Mai 2022

26.05.2022

Bei herrlichstem Wetter und wolkenlosem Himmel hat der MCC Frankenbach zum Auftakt-Wochenende des Deutschen-Jugendmotocross-Verbandes geladen. An zwei Tagen nahmen 254 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in elf unterschiedlichen Klassen die Motocross-Strecke des MCC unter ihre beiden Räder. Entsprechend lange waren die Veranstaltungstage für die Helfer. Am Samstag war um 7:00 Uhr Helferbesprechung und Postenaufteilung, die letzte Zielflagge wurde, bedingt durch eine einstündige Rennunterbrechung aufgrund eines schweren Unfalls, um 18:30 gewunken. Am Samstag durften wir eine halbe Stunde länger schlafen, allerdings wurden wir auch hier durch einige Unterbrechungen aufgehalten, sodass die letzte Zielflagge an diesem Tag erst um 19 Uhr geschwenkt wurde. Zum Glück wurden wir am Sonntag aber von schlimmeren Unfällen verschont, lediglich technische Defekte haben hier zu der Verspätung geführt. Aufgrund dessen wurden auch alle Sonntags-Rennen um jeweils ca. 5 Minuten verkürzt. 

Besonders beeindruckend im Zweirad-Bereich ist die MX-50-Klasse. Hier starten die kleinsten Teilnehmer mit gerade einmal fünf Jahren. Besonders beeindruckend ist das deshalb, kann man in diesem Alter eigentlich doch gerade erst richtig Fahrrad fahren.

Start Motocross Frankenbach 2022

Dass der Sport auf zwei Rädern nicht zu vergleichen mit dem Sport auf vier Rädern ist merkt man in vielerlei Hinsicht. Allein die Positionierung der Streckenposten würde im Automobilsport niemand zulassen, bist du doch keine drei Meter von umherfliegenden Wilden auf ihren Mopeds entfernt. Chancen, bei einem Unfall das Weite zu suchen, bestehen hier nicht. Ein Tipp des stellvertretenden Rennleiters lautete: „ Wenn einer auf dich zugeflogen kommt: Nicht nach hinten oder zur Seite springen sondern nur nach oben.“ Das dürfte in der Umsetzung allerdings schwierig werden, reden wir hier doch von einem Starterfeld von bis zu 30 Motorrädern. Aber genau diese Nähe macht die Arbeit als Streckenposten so besonders. Zweikämpfe, die im Motocross bekanntermaßen deutlich öfter und kontaktvoller sind als im Automobilsport, bekommst du hautnah mit.

Ich denke, ich spreche für alle Helfer die an diesem Wochenende für den MCH als Streckenposten im Einsatz waren, wenn ich sage, dass es ein schönes Wochenende mit vielen neuen Erfahrungen war. Sollte der MCC wieder einmal Hilfe brauchen werden wir wieder bereit sein.

(Florian Zenth)

 

 

Jürgen Bender im P9-Titelkampf auf dem Red Bull Ring

P9-Saisonauftakt am Red Bull Ring

25.05.2022

Einen derart stark umkämpften Saisonauftakt wie 2022 konnte die P9-Serie bisher nie verbuchen. Gute 3 Dutzend Nennungen liegen für die 10. Saison der Serie vor. "Ein recht erfreuliches Nennergebnis", so Serienmanager Bernhard Fischer aus München sichtlich erfreut. Und es sind nicht nur Teams aus Europa am Start. man kennt sie P9 weltweit. Breakell Racing aus Neuseeland hat zwei AMG GT4 genannt. Die Fans dürfen gespannt sein wie sich die Grant-Brüder von "Down Under" in ihren AMG-KL2-Modellen gegen die Wettbewerber von Audi, Cupra und Porsche schlagen werden. Das Team selber ist gespannt wie es die Mercedes GT4-Modellen aus der Fertigung von AMG in nahen Affalterbach positionieren kann.

Team Wimmer-Werk aus Österreich setzt 4 Cupra ein. Aber auch das routinierte Team Neuhofer-Rennsport aus Deutschland ist mit 4 Modellen von Porsche in den KL 2 und 4 vertreten. Die Jungs sind, wie gesagt, alle routinierte P9-Routiniers. Das gilt auch für Koglbauer-Motorsport, Zebra-Motorsport und die Crew von Franz Konrad. Der gebürtige Grazer mit Teamsitz in Deutschland setzt 2 Supertropheo-Lambos ein. Das machen auch Michael Golz HP-Racing International, Bernhard Löffler (A) und Christian Wimberger bringen je einen Huracán GT3 EVO an den Start.

Jürgen Bender

In der Großen Hubraumklasse KL6 wird es ein hartes Ringen der Lamborghini-Piloten gegen AMG GT3 von Team equipe vitesse und den P9-Champion-2020, MCH-Ass Jürgen Bender in seiner C7-Corvette geben. Eingesetzt wird die Callaway-Corvette Bender vom Team Sportwagen-Schmiede aus Erlenbach. Wir sind in den letzten Zügen der Vorbereitungen", so Teamchef Marco Bayer. Das Getriebe macht dem Team noch leichte Probleme. Aber das schaffen die Jungs bis zum Red-Bull-Termin sicher noch. Ziel der Unterländer ist es den P9-Titel 2022 zurück zu erobern.

Jürgen Bender ist nicht er einzige Ex-Champion beim Saisonauftakt am Red Bull Ring in Österreich. Mit dabei ist dann auch der P9-Meister von 2017, Wolfgang Triller. Er der die Strecke sehr schätzt und genau kennt, sitzt in einem Team Kogelbauer-Porsche 991GT3 Cup. Seine Gegner beim Auftakt, Manuel Süßengut und Gerald Hofer (A). Dazu treten die amtierenden P9-Meister "Jack Crow" (Challenge) sowie der bereits fünffache Endurance-Champion Hermann Speck beim Auftakt an. Der Münchener und der Nürnberger Champion sitzen beide in Porsche-991 GT3R-Modellen der KL5b. "Jack Crow", Hermann Speck, "Jesse James" und der Österreicher Alois Rieder, alle bereits mal Gesamtsieger in der P9, wollen es 2022 zum Saisonauftakt ordentlich fliegen lassen - hört man zumindest im Vorfeld. Na denn mal volles Rohr am Red Bull Ring meine Herren.

Bericht und Foto: HTS

 

Erster Lauf zum BMW-Slalom-Cup

Voll abgeräumt!

22.05.2022

Am Samstag den 21. Mai 2022 fand der erste Lauf zum BMW-Slalom-Cup statt. Dieser wurde am Stehrodrom in Alsfeld ausgetragen. Das Starterfeld war insgesamt mit 77 Teilnehmern wieder einmal sehr stark besetzt. Bei diesem Cup werden wie der Name ja auch schon aussagt, überwiegend Fahrzeuge aus dem BMW-Konzern mit ganz wenigen Ausnahmen zum Start zugelassen.

Da es sich ja sicherlich schon herumgesprochen hat, sind unsere Youngsters und aber auch die arrivierten Fahrer unseres Clubs ebenfalls überwiegend mit BMWs unterwegs.

Da ich auch im Urlaub immer an den Ergebnissen interessiert bin, kamen diese auch an die Ostsee. Was ich dann beim Lesen der Ergebnislisten gesehen habe, wow, unsere Mädel und Jungs haben voll abgeräumt. 

In der am stärksten besetzten Klasse 4 d waren alleine 11 Teilnehmer am Start. Hier ging dann im buchstäblichen Sinne die Post ab. In diesem Fall in der Gestalt unseres „Hornet BMW“. Marcel Pimpl hat nicht nur den Klassensieg herausfahren können, sondern sich auch den 2. Platz im Gesamtklassement gesichert. Doch damit nicht genug, auf dem 2. Platz in der Klasse und dem 3. Platz in der Gesamtwertung folgt gleich Lutz Lambrecht. Auf Rang 6 Michael Kumor und auf dem 8. Platz Nico Chelminiacki, der an diesem Tag das erste Mal am Steuer vom „Hornet“ BMW gedreht hat. Er hat es immerhin noch auf Platz 18 Gesamt geschafft. Jasmin Kumor konnte dann noch auf Rang 11 fahren.

In der Klasse 4 f ist dann noch Andreas und Hannah Baier unter der Bewerbung des MCH an den Start gefahren. Andreas konnte einen guten 3. Platz in der Klasse und Rang 9 im Gesamten erkämpfen. Hannah, die ihr Debüt im Rallye M 3 von Andreas auf dem Wolfszipfel hatte, ist mit einem 8. Platz ins Ziel gekommen. Man muss hier ebenfalls wie bei Nico beachten, dass diese Fahrzeuge mit denen sie am Start waren, wesentliche Unterschiede zu den bisherigen Autos die sie gewohnt waren aufweisen.

In der in diesem Cup ausgeschriebenen Rookieklasse konnte sich bei den Mädels Jasmin Kumor den 2. Platz sichern. Bei den Jungs waren die Podestränge allesamt in den Händen des MCHs.

Platz 1 Marcel Pimpl, auf 2 Lutz Lambrecht und auf Platz 3 Nico Chelminiacki.

In der Damen Gesamtwertung auf Platz 2 Hannah Baier und auf Platz 7 Jasmin Kumor.

Helm ab, vor diesen Leistungen.

Bernd Sandrisser

-Sportleiter-

 

Lokalmatadore Frank Sperrfechter und Andreas Baier beeindrucken

Actionreiche Zeitenhatz mit 107 Startern auf dem Wolfszipfel-Pylonen-Parcours beim Heilbronner MCH-Slalomwochenende

17.05.2022

Ein „abgeschossener Pylon“ im zweiten Rennlauf kurz vor der Ziellinie kostete Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn (MCH) den Gesamtsieg beim 116. MCH/ADAC DMSB Automobilslalom. Den sicherte sich in einer Zeit von 3:45,38 Minuten Stefan Böck (Bubesheim), der wie Sperrfechter ein Opel Kadett C Coupe lenkte, allerdings in der Hubraumklasse über 2000 cm³ der getunten Gruppe H.

Frank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe Klassiker hat den Gesamtsieg knapp verpasst
Frank Sperrfechter im Opel Kadett C Coupe Klassiker hat den Gesamtsieg knapp verpasst

Lokalmatador Sperrfechter war mit seinem Zwei-Liter 16V Kadett C Coupe Klassiker sowohl im Training wie auch im ersten Rennlauf Tagesschnellster mit horrend schnellen Zeiten gewesen. „Schmierende Reifen an der Vorderachse führten dann im zweiten Stint vor der Zielkurve zu einem Rutscher mit dem Pylonenfehler“, erklärt der Slalom-Crack.

Beeindruckend:
Trotzdem gelang Sperrfechter durch seine beeindruckenden Fahrzeiten im 260 PS starken Boliden der zweite Gesamtrang am Samstag sowie der Klassensieg in der stark besetzten Zwei-Liter-Klasse. Sein Mitstreiter und Schrauber Thomas Claus (Neckarwestheim) erreichte mit demselben Flitzer Rang fünf, MCH-Urgestein Dieter Oßwald im C Kadett GTE der legendären 1000er-Serie wurde Achter.

Beeindruckend auch der Klassensieg vom ehemaligen Nordschleifenroutinier und Rallyepiloten Andreas Baier. Im betagten, ehemaligen Rallye-BMW M3 der E36 Baureihe konnte der MCH’ler in der moderat verbesserten Gruppe F in der Klasse über 2000 cm³ den hochfavoritisierten Udo Roller (Waldenbuch) im modernen BMW M140i X-Drive mit 48 hundertstel Sekunden Vorsprung bezwingen. Andreas Kühn aus Mühlacker musste sich im PS-gewaltigen BMW M3 E48 dahinter mit Rang drei begnügen. „Ich war am Limit, und es hat immens Spaß gemacht“ resümiert ein über das ganze Gesicht grinsender Andy Baier im Ziel. Ein Ausrufezeichen setzte in der seriennahen Gruppe G der Weinsberger Fabio Sacchi, der ansonsten in der Rundstreckenchallenge der Nürburgring-Nordschleife agiert. Sacchi gewann im BMW 318ti durch eine Traumzeit im ersten Rennlauf die mit 20 (!) Startern besetzte Klasse G3 vor den DM- und DMSB-Slalom-Routiniers Manuel Elfner (Altenbach/BMW 318is), Gregor Götz (Konstanz/BMW 318is) und Peter Kalus (Schorndorf/BMW 318ti). Fabio Sacchis Bruder Yannick wurde mit demselben BMW sechster, Papa Peter siebter.

Andreas Baier im moderat verbesserten BMW M3 der E36 Baureihe wurde Klassensieger
Andreas Baier im moderat verbesserten BMW M3 der E36 Baureihe wurde Klassensieger

Respektable Vorstellung:
Die MCH-Youngsters Nico Chelminiacki und Nico Gutzeit erreichten trotz des Clubsport-Reifenhandicaps an ihren BMW Compact-Modellen hier die respektablen Plätze acht und zwölf. Mit Michael Kumor wurde ein weiterer MCH-Pilot Klassensieger. Kumor konnte im 170 PS starken BMW 325ti genau wie im letzten Jahr die seriennahe G2 für sich entscheiden.

Clubsporttrophy:
Am Sonntag traten 30 skurrile Flitzer der Gruppe Freestyle an. Deren Piloten kämpften in Caterham-, Westfield-, Lotus- und Opel Speedster Modellen um Punkte zur Clubsporttrophy. Den DMSB-Rennlauf gewann Stefan Schick (Waiblingen) im Caterham Super 7 vor Frank Krahl (Klingenmünster/Caterham offen) und Gerd Reusch (Erlangen/Westfield R1). Den Sonderlauf über drei mal zwei Rennrunden sicherte sich erneut Stefan Schick, zweiter wurde Gerd Reusch, auf Rang drei schob sich Olaf Timpe (Ansbach/Westfield R1).

Die weiteren Ergebnisse der regionalen Starter vom Samstag:
G5: 3. Karl-Heinz Höpfer, Bad Rappenau/BMW 316
G3: 9. Patrick Spahr, Neckarwestheim/BMW 318is; 17. Andreas Lung, Heilbronn/Peugeot 205 Rallye; 18. Jasmin Kumor, MCH/BMW 318ti
G2: 2. Helmut Pflieger, Obersulm/BMW 325ti
F10: 4. Marcel Pimpl, MCH/BMW 318ti
H12: 2. Sven Hoßfeld, Bad Rappenau/VW Polo 86c
H15: 3. Hannah-Jule Baier, MCH/BMW M3 E36

(Text und Fotos: Wilfried Ruoff)

 

Eine herausragende Leistung verdient einen besonderen Bericht

12.05.2022

Am Sonntag, den 24.April 2022 fand auf dem Verkehrsübungsplatz der Automobilslalom des ADAC Ortsclubs Winnenden statt. Die Wetterbedingungen waren während des gesamten Tages gleichbleibend regnerisch mit nasser Fahrbahn.

Nico Gutzeit

Um 9 Uhr 30 ging die mit 18 Startern am stärksten besetzte Klasse G 3 an den Start. Hier lieferte einer unserer Nachwuchsfahrer, Nico Gutzeit eine Bestleistung ab. Auf der extrem schwierig zu fahrenden Strecke hat er in beiden Rennläufen mit einer Gesamtfahrzeit von 02:02,83 ohne Pylonenfehler die gesamte etablierte Konkurrenz verblasen. Diese zeigte sich angesichts der Leistung unseres Youngsters ebenfalls beeindruckt.

Nur um einen Eindruck zu vermitteln, der zweitplatzierte benötigte 02:04,19, und wir sprechen hier von der Slalomelite Württembergs.

Doch damit nicht genug, später folgte der dritte Lauf zum ADAC Slalom Youngster Cup. Hier musste sich Nico Gutzeit unter anderem mit seinen Teamkameraden vom MCH messen.

Insgesamt waren in der Klasse K21 19 Starter zugelassen. Auch hier dominierte Nico Gutzeit die Klasse. Auf Platz 2 Nico Chelminiacki und auf dem 4. Platz Kevin Baumann. Rang 7 Pascal Nikodem, auf P9 Rick Kübler und auf dem 15. Platz Maximilian Deis.

In der Klasse K22 konnte Lutz Lambrecht mit Platz 2 und Tim Wörner mit dem 4. Platz glänzen. Auf Rang 13 konnte Marie Exner fahren und Hannah Baier kam auf Platz 15 in der Wertung.

In der Klasse F10 konnte sich unser Team Hornet mit Marcel Pimpl den 3. Platz und Jonas Straub mit dem 5. Platz ebenfalls gut in Szene setzen.

Das ist ein absolutes Topergebnis und mir bleibt hier nur, Nico Gutzeit zu seinem Doppelsieg und allen anderen zu den hervorragenden Ergebnissen zu gratulieren.

Macht weiter so, ich bin stolz auf Euch.

Bernd Sandrisser

-Sportleiter-

 

Assenheimer und Trefz das beste Mercedesduo – Fübrich erneut Klassensieger

BMW-Dominanz im großen Starterfeld beim 3. NLS-Lauf in der Eifel – MCH-Racer mit starkem Auftritt

26.04.2022

Satte 160 Nennungen, schon enormer Kampf im Training und im Qualifying, dadurch nur noch 143 Autos im Rennen von denen dann nach vier Stunden gerade mal 118 die Zielflagge sahen. Beim dritten Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) warf das legendäre 24-Stundenrennen (28.-29. Mai) in der „grünen Hölle“ der Eifel seine Schatten voraus. „25 GT3 und drei SPX Boliden unter anderem mit zwei Ferrari 488 GT3, einem Aston Martin Vantage GT3 sowie dem amerikanischen Scuderia Glickenhaus-Retro-Sportwagen, besetzt mit namhaften, international erfahrenen und schnellen Piloten trotz des zeitgleich ausgefahrenen ADAC-GT Masters Auftaktes in Oschersleben sind eine Ansage“, so der Weinsberger Patrick Assenheimer. Der teilte sich dabei das Cockpit des AutoArenA Mercedes AMG GT3 mit dem Wüstenroter Luca-Sandro Trefz. Eingesetzt wurde der ca. 550 PS starke Bolide von LANDGRAF-Motorsport unter dem Titel Young Talents.

Nach einem recht chaotischen Qualifying mit vielen Code 60 und Gelbphasen mussten die beiden vom 19. Platz zur Vier-Stunden-Hatz losfahren. Nordschleifenroutinier Assenheimer gelang dabei ein genialer Start. Er kam mit dem AutoArenA-Mercedes als zwölfter aus der der ersten Runde über die 24,358 Kilometer lange Verbindung aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife zurück. Nach zwei Stunden übergab MCH-Racer Patrick Assenheimer das Auto auf der achten Position an Luci Trefz. Der 20jährige Youngster verteidigte mit einer fehlerfreien Performance Platz acht über die restlichen zwei Rennstunden. „Nach vorne ging allerdings nichts mehr. Auch im Rennen gab es viele Gelb-, Doppelgelb- und Code 60 Phasen durch Kollisionen und Ausrutscher“, erklärt Trefz. Mit dem achten Gesamtrang wurde das Ziel Top-Ten erreicht, dazu gesellte sich der Titel „bester Mercedes“. „Wir sind zufrieden mit unserer Leistung und der Platzierung in diesem Top-besetzten GT3 Starterfeld, die neuen BMW M4 GT3 waren heute allerdings in einer eigenen Welt unterwegs“, resümieren Patrick Assenheimer und Luci Trefz – vielleicht sieht man die beiden ja zusammen beim Eifelhöhepunkt im Mai, wenn zur 24-Stunden-Hatz 2022 in der grünen Hölle gerufen wird.

LANDGRAF AutoArenA Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer und Luca-Sandro Trefz vor einem Walkenhorst BMW M4 GT3 und dem HRT-Bilstein-Mercedes AMG GT3 (Foto : AMG Customer Racing)
Der LANDGRAF AutoArenA Mercedes AMG GT3 von Patrick Assenheimer und Luca-Sandro Trefz vor einem Walkenhorst BMW M4 GT3 und dem HRT-Bilstein-Mercedes AMG GT3
(Foto : AMG Customer Racing)

Seinen Auftaktklassensieg wiederholte Yannick Fübrich aus Brackenheim. In der BMW M2 CS Racing Cup Klasse gesellte sich zum Fahrerduo Yannick Fübrich/David Griessner (Österreich) der Brite Brett Lidsey. Im ca. 450 PS starken BMW M2 CS des Teams Adrenalin Motorsport mussten die drei über die komplette Renndistanz ans Limit. Nach vier Stunden hatte MCH-Pilot Fübrich gerade mal 41,169 Sekunden Vorsprung auf Dominik und Marcel Fugel. Die wiederum querten die Ziellinie mit nur 0,303 Sekunden vor Tobias Vazquez-Garcia und Michele Di Martino. „Die Leistungsdichte in der BMW M2 Racing Cup Klasse ist heuer enorm, das einzige Manko ist die Starterzahl mit sechs identischen Sechszylinder-BMW’s“, erklärt Yannick Fübrich.

Der Zieleinlauf – brillanter Dreifachsieg der neuen BMW M4 GT3-Boliden - um die Gesamtwertung war nichts für schwache Nerven. Der brasilianische Routinier Augusto Farfus von ROWE-Racing kam mit 0,582 Sekunden Vorsprung auf den jungen deutschen Max Hesse vom BMW-Junior-Team nach mehreren Duellen im Hochgeschwindigkeitsbereich über die Ziellinie. Der Walkenhorst-BMW vervollständigte als dritter das Gesamtpodium mit bereits 1:12,783 Minuten Rückstand.

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender beim Preis der Stadt Stuttgart auf dem Podium

Jürgen Bender auf Platz 3 in der Klasse

25.04.2022

Beim 38. Preis der Stadt Stuttgart auf dem Hockenheimring fuhr Jürgen Bender in beiden STT-Meisterschaftsläufen aufs Klassen-Podium. 2016 holte Jürgen bekanntlich bereits den STT-Meistertitel. Das ist 2022 schwer möglich. "Ich war vor 3 Wochen in Oschersleben nicht am Start", so der Neckarsulmer. Aber die P9-Challenge die der MCH-Pilot, und das als Sieger aller Meisterschaftsläufe 2020 gewann, die hat er 2022 erneut im Visier.

"Da ich beim STT-Saisonauftakt in Oschersleben nicht am Start sein konnte, galt es in Hockenheim für das Team und für mich heraus zu finden, wie ich mich jetzt in der GT3-Callaway Corvette im Kampf um den Klassensieg platzieren könnte", so Jürgen Bender nachdenklich.

Im Auftaktrennen lautete der Zieleinlauf in der Klasse Alzen (Audi), Klüber (AMG), Bender (Callaway-Corvette), Scheibner (Aston Martin) und Lauer (Ferrari). Im Kampf gegen Profi Uwe Alzen (Audi R8) und Timo Scheibner (Aston Martin V12) landete Bender auch im 2. Rennen auf Platz 3 in der Klasse. Enge Kämpfe begeisterten die Zuschauer besonders in der Sachskurve. "Mensch Klaus, hast Du gesehen wie eng das zwischen Bender und dem Holländer war"? Dazu die packenden Anmerkungen von Streckensprecher Lambert.

Siegerehrung "Preis der Stadt Stuttgart"

Besonders bemerkenswert - bereits im ersten Training kämpften in der STT-Challenge auf den ersten acht Positionen 8 verschiedene Fabrikate in drei Klassen um Meisterschaftspunkte. Dichtes Gedränge der GT-Rennwagen und der Tourenwagen im Feld auf dem Hockenheimring.

In Hockenheim fand Benders Team Sportwagenschmiede übrigens heraus, dass bei den am Samstag wechselnden Temperaturen vorteilhaft mit einer harten Reifenmischung zu fahren war. Weiche Mischungen brachten in den Rennen keinen Vorteil. Die Corvette war aber "perfekt ausbalanciert", so Bender. "Jedoch müssen wir noch Gewicht abspecken und so die Traktion verbessern", so Renningenieur Bayer. Danach heißt es erneut in Hockenheim testen. Reichlich Arbeit bis zum Auftakt der P9-Challenge auf dem Red Bull Ring in Österreich. "Die P9-Challenge will Bender 2022 ja schließlich erneut gewinnen", so die Anmerkung von P9-Manager Bernhard Fischer in Hockenheim.

(HTS)

 

Der Traum von Le Mans bleibt Beifahrer

In seiner zweiten ELMS-Saison möchte Markus Pommer mit BHK Motorsport den nächsten Schritt machen

21.04.2022

Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

Die Bewerbungsphase ist in die nächste Runde gegangen. Seine zweite Saison in der European Le Mans Series (ELMS) ist für Markus Pommer ein Schaufenster. Der Heilbronner will sich zeigen, ein kompetenter Kandidat sein, wenn es um einen möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gehen sollte. „Es ist eher ein langfristiges Projekt, das auch eine finanzielle Frage ist. Ich versuche natürlich, mich in der Serie zu beweisen, um irgendwie rein zu kommen. Ich wäre natürlich froh, wenn mein aktuelles Team den Sprung schafft“, sagt der 31-Jährige.

Kleiner Neustart  Wieder steigt Pommer in den 600 PS starken Oreca 07 Gibson von BHK Motorsport, hat in seinem blau-orangenen LMP2-Boliden erneut die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana an seiner Seite. Und doch fühlte sich die Vorbereitung wie ein kleiner Neustart an. „Das Team hat sich neu aufgestellt. Wir haben neue Mechaniker und ein neues Ingenieur-Team bekommen, das ist sehr gut“, erklärt Pommer, der mit der britischen Equipe den nächsten Schritt gehen möchte: „Ich denke, wir haben uns verbessert. Wir können in der Top Ten mitfahren und wollen uns nach und nach hocharbeiten“, sagt Pommer. Podestplätze bleiben gegen die finanzstarke Konkurrenz aber eher illusorisch: „Ganz vorne, die ersten drei, vier Plätze – das wird fast nicht machbar sein.“ Auch 2022 gastiert die stark besetzte Serie wieder auf sechs namhaften Rennstrecken in Europa. Beim Auftakt im französischen Le Castellet lief es für Pommer auf dem Circuit Paul Ricard noch nicht richtig rund: „Das Rennen war eigentlich gar nicht schlecht, wir waren auf dem besten Weg, um in die Punkte zu fahren.“ Ein schleichender Plattfuß machte allerdings einen ExtraStop notwendig und letztlich nicht mehr als Platz 17 möglich. Außerdem „hatten wir etwas Probleme mit der Leistung – das Rennen war nach einer chaotischen Vorbereitung aber auch eher dazu da, um richtig warm zu werden.“ Und mit satten 80 Runden – mehr als alle anderen Fahrer im Vier-Stunden-Rennen – spulte der Heilbronner in Abwesenheit von Teambesitzer Dracone direkt ein ordentliches Programm ab: „Das Auto hat sich gut angefühlt, und die Leistungsprobleme sollten bis Imola gelöst sein.“

Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich.
Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich
Foto: BHK Motorsport

Hohes Niveau  Am 15. Mai geht es mit der ELMS in Italien weiter. Die Serie hat sich als kontinentales Pendant zur Fia WEC noch einmal weiterentwickelt. Insgesamt werden 42 Fahrzeuge in den bekannten Klassen LMP2, LMP3 und GT3 für ein sehr hohes Niveau sorgen. Schließlich wollen sich alle aus dem Feld für eine Einladung für die nächstjährigen 24 Stunden von Le Mans bewerben. Zwei gibt es über die LMP2Klasse, eine über die LMP3 und drei über die GTE-Klasse zu holen. Noch gibt es von Markus Pommer keine Kampfansage im Rennen um die begehrten Plätze für den Klassiker an der Sarthe. Doch in der nächsten Bewerbungsphase will er sich definitiv positionieren.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 21.04.2022

 

Petrus bremste Jürgen Benders Auftaktplan ein

Auftakt zur P9-Challenge und zur P9-Endurance in Hockenheim

14.04.2022

"Wir haben den Plan beim P9-Auftakttest in Hockenheim zu starten, in letzter Sekunde umgestoßen", so der Neckarsulmer P9-Ex-Champion Jürgen Bender. "Es regnete schon am Morgen. Und laut Vorhersage sollte es auch den ganzen Tag so bleiben. Nicht nur hier im Unterland, sondern auch in Hockenheim", so Benders Renningenieur Bayer. "Der Einsatz dort auf der schnellen Formel 1 Rennstrecke hätte uns nicht wirklich weitergebracht. In Hockenheim hätten wir ja Regenreifen anfahren können. Keine Sätze der neuen Michelin-Slicks", so Bender. "Mit der Abstimmung der GT3 Corvette hätte uns das nicht wirklich weitergebracht" fügte er hinzu. Und der Regentest alleine schien auch für das Team Sportwagenschmiede ein zu großer Aufwand. "Zumal die neuen Aero-Bauteile der vorderen Karosse mit Hinblick auf den Start bei der P9-Challenge auf dem ultraschnellen Red Bull Ring in Österreich auch noch nicht perfekt angepasst waren", so Renningenieur Bayer. "Bin echt gespannt auf die Corvette-Jungs aus Neckarsulm", so P9-Manager Fischer.

Jürgen Bender - Regen in Hockenheim

Der eigene Saisonauftakt von Jürgen Bender wird nun für die Unterländer GT3-Frontmänner mit der unter Ernst Wöhr mechanisch neu aufgebauten Callaway-Corvette des Leingartener Herstellers sowie der neuen Aerodynamik am 22. - 24. April beim 2. STT-Challenge-Weekend in Hockenheim stattfinden.

Gegner sind dort dann bis zu 600 PS starke GT-Modelle von Porsche, Audi, Ford, AMG-Mercedes, Ferrari und Pumaxs-Chevi. 

(HTS)

Fotos: frei für den MCH  - Regen in Hockenheim - Leider diesmal keine Runde für Bender in Hockenheim

 

 

 

Boxenstopp-Problem verhindert Top-Ten-Ergebnis bei Patrick Assenheimer – Klassensieg für Yannick Fübrich

Neuer Rundenrekord beim NLS-Auftakt – Herzschlagfinale – viele Zuschauer – von gestarteten 125 Autos sehen nur 105 die Zielflagge – das sind die Schlagworte vom ersten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie 2022  

29.03.2022

Mit dem 12. Gesamtrang startete das Mercedes AMG LANDGRAF Young Talents Duo Luca-Sandro Trefz und MCH-Racer Patrik Assenheimer in die Nürburgring Langstrecken-Serie 2022. Der Wüstenroter Youngster „Luci“ Trefz fuhr den Startturn vom 16.Qualifyingrang aus. Der 20jährige konnte das schnelle Tempo der GT3-Top-Teams mitgehen und hielt den ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 dabei gekonnt aus den risikoträchtigen Anfangssituationen heraus. Beim Boxenstopp mit Fahrerwechsel auf Patrick Assenheimer verlor das Team ca. zwei Minuten, da ein technisches Problem beim Räderwechsel auftrat. Nordschleifenroutinier Assenheimer machte dann mit einer Aufholjagd und starker Performance in seinem Stint wieder Boden gut. Von Platz 21 kämpfte sich der Weinsberger im AutoArenA-Mercedes auf Platz 12 vor. „Mehr war heute nicht drin, die Top 20 liegen extrem eng beieinander. Schon im Qualifying waren 19 GT3’s unter der magischen Acht-Minuten-Rundenzeit“, erklärt Assenheimer. „Wichtig war beim Saisonstart vor allem die Erkenntnis, dass wir mit unserem Potential in den Top-Ten mitmischen können“.

Der LANDGRAF—Mercedes AMG GT3 von Assenheimer/Trefz vor dem HRT Mercedes und einem neuen BMW M4 GT3; Foto: ELFImages
Der LANDGRAF-Mercedes AMG GT3 von Assenheimer/Trefz vor dem HRT Mercedes und einem neuen BMW M4 GT3
Foto: ELFImages

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich lief der Eifel-Auftakt perfekt. Im ca. 450 PS starken BMW M2 CS gelang Fübrich mit seinem Partner David Griessner ein klassischer Start-Ziel-Sieg in der BMW M2 CS-Klasse. In der Anfangsphase musste sich der zweite MCH-Racer noch heftig den Brüdern Dominik und Marcel Fugel aus Chemnitz zur Wehr setzen. Im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz hatten Fübrich und Griessner vom Adrenalin Motorsportteam dann satte 3.25.556 Minuten Vorsprung auf Solofahrer Tobias Vazquez-Garcia, die Fugel-Brüder wurden dritte. Der tolle 36. Gesamtplatz war das Tüpfelchen auf dem i, der einzige Wehrmutstropfen die Starterzahl – sechs identische BMW M2 CS in der Klasse bedeuten keine optimale Ausbeute an Meisterschaftspunkten für das Duo Fübrich/Griessner.

Den Vier-Stunden-NLS-Saisonauftakt gewann nach einem Herzschlagfinale der aufgrund seines gelb-grünen Designs bekannte „Grello“-Porsche 911 GT3 R des Manthey Racing Teams mit gerade mal 1,231 (!) Sekunden Vorsprung vor dem Land-Audi R8 LMS GT3 EVO2. Das Duell von Routinier Frederic Makowiecki im Porsche gegen den erst 19jährigen Youngster Jusuf Owega im Audi war dabei nach dem letzten Boxenstopp an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, die beiden hatten sich in den letzten Runden mehrere sehr enge Positionskämpfe geliefert. Gestartet war der Manthey-Porsche dabei lediglich von Startplatz 15 aus. Zuvor sorgte im Qualifying Axcil Jefferies im Konrad-Lamborghini Huracan GT3 mit einem neuen Streckenrekord von 7.50,370 Minuten auf der 24,358 Kilometer langen Eifel-Piste für Furore. Der Lambo landete nach den vier Rennstunden dann auf Gesamtrang zehn, nur wenige Sekunden vor dem LANDGRAF-Mercedes von Assenheimer und Trefz. Der zweite NLS-Lauf findet am 9. April erneut als Vier-Stunden-Rennen auf dem legendären Eifelkurs statt.

(Wilfried Ruoff)

 

MCH-Racer Assenheimer und Fübrich mit Vorfreude auf die „grüne Hölle“

Auftakt zur Nürburgbring Langstrecken Serie mit 135 Teams – drei regionale Fahrer am Start

24.03.2022

Der Weinsberger Patrick Assenheimer durfte schon im Januar in Daytona eine 24-Stunden-Hatz absolvieren, für Luca-Sandro Trefz (Wüstenrot) und Yannick Fübrich (Brackenheim) steht am Samstag ihr 2022er-Renndebüt in der Eifel an.

Die 67. ADAC Westfalenfahrt über die klassische Vier-Stunden-Distanz ist der Auftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) 2022. Weitere fünf Vier-stundenrennen, ein Sechsstundenrennen und als Höhepunkt im September erstmals eine 12-Stunden-Hatz über die 24,358 Kilometer lange Verbindung aus dem Nürburgring-GP-Kurs, der Kurzanbindung sowie der legendären Nordschleife bilden das international beliebte NLS-Konzept. Am letzten Wochenende waren über 100 Teams bei den Probe- und Einstelltagen in der Eifel aktiv, 135 Nennungen zum NLS-Auftakt zeigen den hohen Stellenwert der Serie. „Allein 22 GT3 Boliden in der Klasse SP9 sind der Hammer. Viele davon sind Gesamtsiegfähig, das Interesse an der NLS ist erneut riesig“, erklärt Patrick Assenheimer. Die PS-starken GT3-Boliden von Porsche, Mercedes AMG, BMW, Audi, Aston Martin und Lamborghini sind teils werksunterstützt sowie mit namhaften international erfolgreichen Langstreckenpiloten besetzt.

Start am Nürburgring 2021 (Foto: HRT)
Start am Nürburgring 2021 (Foto: HRT)

Unter der Bewerbung „Mercedes AMG Landgraf Young Talents“ sitzen erstmals der 29jährige Routinier Patrick Assenheimer und Youngster Luca-Sandro Trefz (20 Jahre) zusammen in einem Auto. Der AutoArenA Mercedes AMG GT3 wird von einem 5200ccm starken Achtzylinder Motor mit ca. 550 PS Leistung befeuert. Damit hat Patrick Assenheimer schon einige Gesamtsiege und Top-Ten-Platzierungen in der Eifel herausgefahren. Für Youngster Luci Trefz ist es die zweite Saison in einem GT3-Boliden. Zu seinem ADAC GT Masters Debüt 2021 im Audi R8 kamen auch Einsätze mit einem Mercedes AMG GT3 auf der Nordschleife dazu. Dadurch kennt er das Landgraf-Motorsportteam bestens. Das Mercedesduo Assenheimer/Trefz peilt eine Top-Ten-Platzierung zum Auftakt an. „Die Grüne Hölle ist einfach meine Lieblingsstrecke, ich freue mich auf viel Fahrzeit auf der Nordschleife in der NLS 2022“, erklärt MCH-Langstreckenracer Patrick Assenheimer.

Für den Brackenheimer Yannick Fübrich bleibt vieles in der neuen Saison beim Alten. Erneut im Team Adrenalin Motorsport, erneut in der Cup 5 Klasse mit einem BMW M2 CS Racing Cup. Hier sind zum Auftakt aber lediglich sechs identische Fahrzeuge gemeldet, die alle von einem Drei-Liter Sechszylindermotor mit Doppelturbolader und ca. 450 PS Leistung angetrieben werden. Das Cockpit teilt sich der 29jährige Fübrich erneut mit dem Österreicher David Griessner, mit dem er 2019 das VLN-Championat gewonnen hatte.

Rennstart ist am Samstag um 12.00 Uhr. Unter www.vln.de gibt es einen Livestream sowie einen Liveticker.

(Wilfried Ruoff)

 

Hattrick von Chris Vogler/Jaime Domenge auf der Rally Clásico Mallorca

Spannend bis zum Schluss

17.03.2022 

Den dritten Sieg in Folge auf der dreitägigen Rally Clasico Mallorca am zweiten März-Wochenende fiel dem 60jähren Heilbronner Chris Vogler zusammen mit seinem mallorquinischen Co-Piloten Jaime Domenge (50) nicht in den Schoß: erst auf der letzten von 15 Prüfungen fiel die Entscheidung. Der Münchener Florian Scholze, normalerweise in der GT3 World Challenge unterwegs, machte mit seinem Beifahrer Toni Alarcón (Mallorca) mächtig Druck. Beide Teams starteten auf identischen 510 PS starken Porsche 911 GT3 der neuesten Generation.

Chris Vogler (rechts) und Co-Pilot Jaime Domenge neben ihrem Porsche 911 GT3
Chris Vogler (rechts) und Co-Pilot Jaime Domenge neben ihrem Porsche 911 GT3 (Foto: Privat)

Vogler/Domenge bereiteten sich -wie immer- auf Ihrem Professional ERP GT3 akribisch auf die Nachtprüfungen des ersten Tages vor. Doch zunächst hatte die Rallye-Legende Antonio Pizá auf den ersten Prüfungen die Nase vorn, bevor das deutsch/mallorquinische Team die Führung übernahm und mit über einer Minute Vorsprung den ersten Tag beendete. Am zweiten Tag der Rallye entbrannte dann ein heftiger Zweikampf um die Bestzeiten zwischen den beiden Porsche-Teams. Teilweise lagen die beiden GT3 nur wenige Zehntelsekunden im Ziel auseinander. Bis zum Ende des Tages bauten Vogler/Domenge ihre Führung auf 1 Minute und 14 Sekunden aus.

Doch der am Samstag früh einsetzende heftige Regen mischte die Karten neu: während Scholze/Alarcón ihren Porsche 911 GT3 auf Regenreifen umrüsten konnten, mussten Vogler/Domenge ihren mintgrünen 911er auf wenig regentauglichen Semislicks belassen. „Wir hatten keine Regenreifen, deshalb fiel uns die Wahl nicht allzu schwer. Und aus Porsche-Sicht war die unterschiedliche Strategie ja auch nicht unsinnig: sie stellte sicher, dass ein Porsche gewinnt.“

Im wahrsten Sinne des Wortes schienen Chris Vogler am Finaltag alle Felle davon zu schwimmen: im strömenden Regen machte Florian Scholze mächtig Attacke und nahm Vogler bereits in der ersten Prüfung über 40 Sekunden ab. „Ich bin Zick-Zack um die Pfützen gefahren, um nicht abzufliegen. Das war echt kein Spaß. Jaime und ich haben schon darüber gesprochen, dass wir aufgeben und nach Hause fahren. Wir sind ja keine Selbstmörder!“  schildert der Heilbronner die Gemütslage im Team.

Doch der Regen ließ spürbar nach. Bei der nächsten Prüfung machten Scholze/Alarcón nur noch 14 Sekunden Boden gut. Und als der Regen aufhörte und kein Wasser mehr auf der Piste stand, schlugen Vogler/Domenge zurück und erzielten zwei absolute Bestzeiten und bauten ihren Vorsprung von 17 Sekunden wieder auf 31 Sekunden aus.

So musste die letzte Prüfung vor den Toren von Palma de Mallorca die Entscheidung bringen: wäre es regnerisch, so würde der schwarze GT3 von Florian Scholze die Nase vorn haben, wäre es trocken, ginge der Sieg klar an „Mintie“, so der Name von Voglers GT3. Der Rallye-Gott jedoch sorgte für ausgeglichene Bedingungen: der Regen hatte aufgehört, so dass die Strecke, die zum größten Teil durch den Wald führte, „nur“ feucht und nass war.

Chris Vogler verlor zwar 13 Sekunden auf Florian Scholze, aber der Sieg ging nach 2020 und 2021 zum dritten Mal in Folge an den Heilbronner.

„Wir sind total happy und stolz, dass wir den dritten Sieg geschafft haben. Der Flo (=Florian Scholze, Anm. der Redaktion) hat uns echt alles abverlangt! Der Zweikampf mit ihm hat riesigen Spaß gemacht! Er hat auch schon Revanche gefordert für das nächste Jahr“ erzählt Chris Vogler im Ziel sichtlich gelöst. Und Jaime Domenge ergänzt: „Der Schlüssel zum Sieg war, das Auto im Regen nicht zu verlieren und von der Piste abzukommen, wie so viele andere. Und als kein Wasser mehr auf der Strecke stand, hat Chris dann sofort das Messer zwischen die Zähne genommen und attackiert.“

Von 105 gestarteten Fahrzeugen der verschiedenen Klassen kamen 62 Fahrzeuge ins Ziel.

(Bericht: Gaston Westphal, mittleres Foto: Toni Juan Jaume Sbert, unteres Foto: Adrien Gillet)

Video auf dem MCH-YouTube-Kanal:  https://youtu.be/grj2CaTZvNk

 

Jürgen Bender bleibt auf Callaway-Corvette am Start

17.02.2022

"Die Rennsportpause der Erfolgskonstrukteure aus Leingarten betreffen mich 2022 nicht unmittelbar", so Jürgen Bender nachdenklich. Der Neckarsulmer startet auf einer C7-Corvette aus Leingarten. Eingesetzt wird der GT3 von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Der Rennwagen ist für Jürgen Bender einsatzbereit.

Der erfolgreichste Callaway-Corvette-Privatfahrer saß Ende 2013 erstmals in einer grau lackierten C6 von Callaway-Competition aus Leingarten. Nach kurzen Testfahrten in Hockenheim fand das Renn-Debüt im französischen Dijon statt. "Eine anspruchsvolle Berg- und Talbahn der Franzosen", so P9-Challenge-Veranstalter Fischer. Die Franzosen selber nennen den Kurs gerne "Ihre kleine grüne Hölle".

Corvette C7

2014 gewann Bender einen Gaststart bei der P9-Serie auf dem Lausitzring. 2015 errang das erfolgreiche MCH-Mitglied Jürgen Bender den Titel des TCC-Divinol-Cups. Zwei Jahre später folgte in einer blaugrünen C6-Corvette der Gewinn der legendären STT-Serie. 2020 schließlich der vorläufige Höhepunkt für das Dreigestirn Callaway/Team Sportwagenschmiede/Bender, der Gewinn der P9-Challenge. Der Neckarsulmer gewann alle Meisterschaftsläufe in der neuen C7-Corvette. "Das wollen wir versuchen 2022 zu wiederholen", so MCH-Mitglied Jürgen Bender.

Patrick Assenheimer, Markus Pommer und Jürgen Bender, alle Mitglieder des MCH, machten in den Modellen von Callaway-Competition über Jahre alle eine sehr gute Figur.

(HTS)

Foto: HTS

 

Jürgen Bender stiftet seinen Ehrenpreis des ADAC Württemberg

08.02.2022

Die Sportfahrerehrung des ADAC-Württemberg findet nach jeder Rennsaison statt. 2022 fiel die in Leonberg vorgesehene Veranstaltung jedoch der Pandemie zum Opfer.

Auch Jürgen Bender (Neckarsulm) hätte wie in den Vorjahren erneut geehrt werden sollen. Der Unterländer gewann in der jüngsten Vergangenheit neben vielen nationalen Titeln in den 90er Jahren neuerlich nacheinander auch die international offenen GT-Serien, den TCC-Divinol-Cup, die traditionelle STT-Serie und die P9-Challenge.

Jürgen Bender

Der MCH-Fahrer begann in den 80er Jahren auf einem NSU TTS Motorsport zu betreiben. Nach dem Aufbau eines eigenen Recycling-Unternehmens startete Bender im GT-Sport auf Porsche wieder neu durch. eine vierstellige Zahl von Pokalen zeugt von dem einmaligen Erfolg des Unterländer GT-Spezialisten.

Der Porsche GT3 und Callaway-Corvette GT3R Champion aus Neckarsulm verzichtete zu Gunsten anderer ADAC-Aktivitäten auf seinen diesjährigen Preis. "Eine noble Geste", so P9-Serienveranstalter Fischer aus München.

Die Spende von MCH-Mitglied Jürgen Bender wurde vom ADAC verdoppelt und für die Spendenaktion des Projekts des Special Olympics Baden-Württemberg e.V. bereitgestellt.

(HTS)

 

Patrick Assenheimer sieht Zielflagge in Daytona als bester Mercedespilot

60. Auflage der 24 Stunden von Daytona an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten

01.02.2022

Den Gesamtsieg auf dem International Speedway Daytona gelang dem US-Rennstall Meyer Shank Racing in einem Acura-Prototyp der DPi-Klasse. Das Fahrerquartett Oliver Jarvis, Tom Blomqvist, Simon Pagenaud und Indy-Car-Legende Helio Castroneves spulten dazu 761 Runden ab – die weiteren drei DPi-Prototypen von Acura (zweiter) und Cadillac (dritter und vierter) kreuzten innerhalb von nur 5,615 Sekunden (!) nach 24 Rennstunden die Ziellinie.

WeatherTech Mercedes AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Austin Cindric und Dirk Müller (von links nach rechts) Foto: Assenheimer Racing
WeatherTech Mercedes AMG GT3 mit Patrick Assenheimer, Austin Cindric und Dirk Müller (v. l.)
Foto: Assenheimer Racing

MCH-Racer Patrick Assenheimer beeindruckte als fünfter in der GTD-Pro Klasse sowie als 23. der Gesamtwertung und als bester Mercedespilot beim Daytona-Klassiker. Der Weinsberger steuerte einen Mercedes AMG GT3 in den WeatherTech Farben zusammen mit Dirk Müller (Burbach) und Austin Cindric, einem 23jährigen amerikanischen NASCAR-Piloten. Der knapp 550 PS starke Achtzylinder-AMG-Mercedes wurde von Proton-Racing eingesetzt. Vom Start weg wurde gekämpft wie bei einem Sprintrennen. Insgesamt 17 „Full-Course-Gelbphasen“ mussten aufgrund von Unfällen und Kollisionen aufgerufen werden. Vor allem die Start-, und die Endphase des 24-Stunden-Klassikers war extrem spannend und spektakulär. „Unsere Fahrzeugabstimmung hat gepasst, das Team hat einen perfekten Job gemacht, unser Fahrertrio hat harmoniert, wir hatten keine Unfälle, lediglich an Leistung hat es unserem Mercedes etwas gefehlt, um auf das Podest in der Klasse zu gelangen,“ erklärt Patrick Assenheimer. Dort standen nach 24 Stunden der Pfaff-Porsche 911 GT3 R vor einem Ferrari 488 GT3 und einem weiteren 911er – die drei kreuzten in weniger als fünf Sekunden die Ziellinie, nachdem sich die beiden führenden Porsche in der letzten Runde mehrmals berührt hatten und der schlussendlich drittplatzierte neben die Piste rodelte und dadurch den zweiten Rang an den Ferrari abgeben musste. „Wir hatten eine fehlerfreie Performance, die Zielankunft gegen die 26 Prototypen und unsere 35 GT3’s ist ein Riesenergebnis“, so Langstreckenspezialist Assenheimer. 709 Runden auf dem 5720 Meter langen Kurs absolvierte das Mercedestrio und stand dann als bester Mercedes in der Ergebnisliste.

Der Auftritt der beiden neuen Mittelmotor Corvette C8 GTD-Boliden sowie der drei neuen BMW M4 GT3-Renner verlief nicht nach Wunsch derer Teams. Technische Probleme bremsten die Autos in Assenheimers GTD-Pro-Klasse ein. „Ich bin beeindruckt und begeistert. Die Daytona-Strecke aus Oval und Infield sowie die Kombination aus den horrend schnellen Prototypen und unserer GT3’s war genial. Die 24-Stunden von Daytona sind ein Highlight in meiner Motorsportkarriere“, so das Florida-Resümee von Patrick Assenheimer.

(Wilfried Ruoff)

Fotos-Impressionen-Eindrücke zu den 24 Stunden von Daytona mit Patrick Assenheimer (Fotos: Mercedes-AMG Customer Racing)


 

  

Jürgen Bender - P9-Challenge zusammen mit der DTM

29.01.2022

Jürgen Bender wird 2022 auf dem Nürburgring bei zwei P9-Sprintrennen im Rahmen der DTM antreten. "Natürlich möchte ich das Rennen dort gewinnen", so der Neckarsulmer und verweist auf sein legendäres Finalwochenende 2018 am Ring. Dort gewann er alle 4 Sprintrennen der P9 und der STT an einem Tag. Eine Glanzleistung die ungebrochen blieb. Es handelt sich am Nürburgring für den Unterländer um das 5. Rennwochenende der international offene P9-Challenge.

Neben den GT-Masters-Einsätzen von Callaway-Competition wird Jürgen Bender in der kommenden Saison auf internationalen Rennstrecken in der P9-Challenge und der STT-Serie um die Titel kämpfen. 2020 gewann er in der von Corona gebremsten Saison unter schwierigen Umständen alle Wertungsläufe und den Titel der P9-Challenge dazu. Nun will er die P9-Challenge und die STT-Meisterschaft erneut gewinnen.

Die Läufe dieser wichtigen GT-Serien finden 2022 in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien statt. Formel 1-Kurse wie Hockenheim, Monza, Red Bull Ring und der Nürburgring stellen dabei besondere Herausforderungen für Fahrer und Team dar. Am "Ring" im August dann das "Highlight" der Saison mit der DTM.

Zur Saisoneröffnung stehen im April zwei Termine in Hockenheim für MCH-Mitglied Jürgen Bender auf dem Programm. Die Formel 1-Strecke in Hockenheim kennt der Neckarsulmer GT-Rennsportroutinier wie die eigene Hosentasche. Viele Unterländer Rennsportfans wollen "ihren Ben" (Spitzname) dort siegen sehen. "Saisonauftakt in Hockenheim, quasi vor Benders Haustür gelegen. Also im April zum Saisonauftakt keine weite Anreise für unseren Ex-Champion", strahlte P9-Manager Fischer im Interview.

(HTS)

 Jürgen Bender

Foto: HTS - P9-Champion Bender (r) im Gespräch mit Divinol-Champion Horn

 

 

Patrick Assenheimer startet beim 24-Stunden-Klassiker von Daytona

61 fahrerisch stark besetzte Prototypen und GT3-Boliden beim US-Langstreckenauftakt in Florida

26.01.2022

„Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, so ein hocherfreuter Patrick Assenheimer. Der motorsportliche Jahresauftakt des Lehrensteinsfelder Langstreckenspezialisten fand dieses Jahr nicht wie in den letzten Jahren bei den 24-Stunden von Dubai statt, sondern wird am kommenden Wochenende in Amerika angegangen. Hier beginnt traditionell mit den 24 Stunden von Daytona das Rennjahr des amerikanischen Langstreckenrennsports. Die sechzigste Ausgabe der „Rolex 24 at Daytona“ wird auf dem Internationalen Speedway von Daytona in Florida ausgefahren. Das amerikanische Tri-Oval mit Infield hat eine Streckenlänge von 5720 Metern und gilt als schnell und fahrerisch höchst anspruchsvoll. Das Rennen gehört erneut zum IMSA WeatherTech SportsCar Championship. Diese Serie ist offen für Prototypen (drei Klassen) und GT3-Boliden (zwei Klassen). Patrick Assenheimer startet zusammen mit Austin Cindric (23-jähriger Amerikaner aus der NASCAR-Serie) und Dirk Müller (Burbach, 46-jähriger Mercedes-Profi aus der Langstrecken-Szene) auf einem Mercedes AMG GT3, der von Proton-Racing in der GTD-Pro Klasse eingesetzt wird. Den knapp 550 PS starken Achtzylinderboliden kennt der 29-jährige Assenheimer aus seinen langjährigen Einsätzen in der NLS sowie der GT World Challenge Europa bestens.

Patrick Assenheimer
Patrick Assenheimer (Foto Assenheimer Racing)

Nach dem Qualifikationsrennen am letzten Sonntag haben sich der TR3-Lamborghini Huracan als Sieger sowie zwei Porsche 911 GT3 R in die Favoritenrolle der GTD-Pro gefahren. Interessant wird auch der Auftritt von GTD-Vorjahressieger Corvette Racing. Die amerikanische Truppe tritt mit zwei neuen Mittelmotor-Corvette C8 R-Modellen an. Aus deutscher Sicht wird auch der Auftritt von zwei neuen BMW M4 GT3-Rennern, die mit hochkarätigen Werksfahrern besetzt sind, unter permanenter Beobachtung stehen. Dazu gesellen sich GT3-Renner von Lexus, Aston Martin und Ferrari. „Ich bin mir der großen Herausforderung Daytona mit seinen speziellen Steilkurven durchaus bewusst, bin aber im Moment einfach nur happy, denn es war schon immer ein Traum von mir in Amerika Rennen zu fahren“ erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise nach Florida.

Start zum 24-Stunden-Klassiker Daytona ist am Samstag um 19:40 Uhr MEZ (Florida-Ortszeit 13:40 Uhr). Einen Livestream vom kompletten Rennen gibt es unter: www.imsa.com

(Wilfried Ruoff)

 

Jürgen Bender hat seine GT-Saison 2022 geplant

14.01.2022

Die kommende Rennsaison wird neben den GT-Masters-Einsätzen bei weiteren international offenen GT-Rennserien eine weitere GT3-Callaway-Corvette Modell C7 aus Leingarten am Start sehen. Am Steuer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Derzeit laufen die Vorbereitungen des Rennwagens für den erfolgreichen MCH-Piloten. Es handelt sich dabei um den gleichen Rennwagen wie er auch in der Internationalen ADAC-GT-Masters an den Start gebracht werden soll.

Jürgen Bender

Neben der P9-Challenge wird Jürgen Bender 2022 erneut in der STT-Meisterschaft an den Start gehen. In beiden GT-Serien hat Bender bereits den Titel gewonnen. Die Läufe dieser international offenen Serien finden in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien statt. Formel 1-Kurse wie Hockenheim, der Nürburgring, Monza und der Red Bull Ring stellen 2022 besondere Herausforderungen für Fahrer und Einsatzteam dar.

Zur Saisoneröffnung stehen im April zwei Termine in Hockenheim für MCH Topfahrer Jürgen Bender auf dem Programm. Die Formel 1-Strecke in Hockenheim kennt der Neckarsulmer GT-Rennsportroutinier wie seine eigene Hosentasche. Viele Unterländer Rennsportfans haben Ihren "Ben" dort bereits siegen sehen. Auf dem Formel 1-Kurs konnte der Neckarsulmer zuletzt 2020 den P9-Challenge-Meistertitel gewinnen. Hockenheim, quasi vor der Haustür gelegen, bedeutet für den Neckarsulmer Fahrer, sein Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach und dem Hersteller der GT3-Corvette, Team Callaway-Competition aus Leingarten keine sehr weite Anreise. "Besonders wichtig ist das, wenn wir kurz vor Saisonbeginn noch Testfahrten einschieben müssten", so der Hockenheim-Spezialist Bender lächelnd. "Hockenheim vor der Haustür, das ist in der Tat ein echter Vorteil für Jürgen", so P9-Manager Fischer im Interview.

(HTS)

Foto: HTS

 

 

Jürgen Bender will die P9-Challenge zurück erobern

21.11.2021

Wie steinig der Weg im Rennsport zum Titelgewinn sein kann, das stellte der Neckarsulmer Jürgen Bender 2021 fest. In Zusammenarbeit seines Teams Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Hersteller Callaway-Competition aus Leingarten konnten die Unterländer den Meistertitel in der P9-Challenge aus der Saison 2020 nicht verteidigen. Technische Entwicklungsarbeiten nahmen viel Zeit in Anspruch. Nun will der mehrfache GT-Champion Jürgen Bender 2022 den P9-Titel zurück erobern.

Doch blenden wir zurück.

Heute sind Markus Pommer, Patrick Assenheimer und Jürgen Bender die erfolgreichsten Rennfahrer des Unterlandes. Sie siegen mit rund 600 PS unter der Haube in GT3 Rennwagen.

Jürgen Bender und Marco Bayer

In der Saison 2014 gewann Jürgen Bender den Divinol-Cup, in der Saison 2016 stieg er in die international offene STT-Challenge ein. Auf Anhieb gelang es dem Unterländer GT-Routinier den Meistertitel in der Serie zu erringen. Die blaugrün lackierte Callaway-Corvette Modell C06 lief wie ein Uhrwerk. Mehrere Gesamtsiege unterstrichen die Stärke des Unterländers deutlich. 2019 wurde der Wechsel des GT-Rennwagens für Bender beschlossen. Eine nagelneue GT3-Corvette von Callaway-Competition entstand in Leingarten. Trotz den erschwerten Bedingungen gelang es Jürgen Bender, erstmals alle Läufe der P9-Challenge als Gesamtsieger zu beenden. Der Platz ganz oben direkt nach der Zieldurchfahrt wurde für den Unterländer im In- und Ausland zu seinem Stammplatz. Ein neues Reifenreglement und neue Gegner auf GT-Modellen von Lamborghini, Porsche, Ferrari, AMG-Mercedes und Aston Martin bildeten hohe Hürden in der Saison für den Neckarsulmer Spitzenfahrer. Zwei Gesamterfolge, aber auch ein Ausfall nach einer Kollision verhinderten einen Kampf um den Titel. Nach frühzeitigem Abbruch steht nun fest, dass das Team Sportwagenschmiede und Jürgen Bender 2022 den Titel in der P9-Challenge zurück erobern wollen.

(HTS)

Foto: HTS - Bender (r) und Sportwagenschmiede-Chef Bayer

 

MCH-Youngster Nico Chelminiacki ist Deutscher Junioren Slalom-Vizemeister

ADAC Bundesendläufe und Deutsche Junioren Slalommeisterschaft am Nürburgring mit fünf Nachwuchsracern des Motorsportclub Heilbronn

11.11.2021

Der diesjährige Saisonhöhepunkt des Automobilslalomnachwuchses wurde zusammen mit dem Finale des ADAC GT Masters am Nürburgring ausgetragen – die über 500 PS starken GT3-Boliden wie zum Beispiel die Callaway Corvette C7 GT3 aus Leingarten auf dem GP-Kurs - die Slalomjunioren wedelten mit den kleinen Opel-Modellen Adam und Corsa auf der riesigen Multifunktionsfläche im Fahrerlager um und durch Pylonentore sowie Pylonengassen. Mit Hanna Baier (18 Jahre), Lutz Lambrecht (19 Jahre), Nico Gutzeit, Kevin Baumann und Nico Chelminiacki (alle 17 Jahre) hatten sich gleich fünf Nachwuchsracer vom Motorsportclub Heilbronn für die Top-besetzten Finals der ADAC Regionalclubs und den 15 Landesverbänden des DMSB qualifiziert.

Samstags bei sonnigem, aber nur 6 Grad kaltem Wetter, der Bundesendlauf des ADAC Slalom Youngster Cups in zwei Altersklassen mit je 44 Teilnehmern. Gefahren wurde mit drei identischen Opel Adam, die in dieser Konfiguration auch beim ADAC Württemberg eingesetzt werden. Im 69 PS-Fronttriebler gelang Nico Chelminiacki, dem Württembergischen ADAC Meister 2021 in der Einsteigerklasse, der sechste Platz. Nico Gutzeit wurde in derselben Klasse 18. Lutz Lambrecht musste sich in der Rookie-Klasse mit Rang 23 zufriedengeben. Zusammen mit drei weiteren Fahrern vom ADAC Württemberg erreichten die Cracks vom MC Heilbronn Platz zwei in der Mannschaftswertung gegen 12 weitere ADAC Regionalclubs. Mit der Mannschaftswertung waren die MCH’ler zufrieden, in der Einzelwertung hatten sich die drei etwas mehr erhofft.

Die DMSJ Finalteilnehmer des ADAC Württemberg e.V.

Sonntags dann 71 Teilnehmer beim Finale der Deutschen Junioren Slalom Meisterschaft vom Deutschen Motorsport Bund. Erneut wurde die Startreihenfolge ausgelost, was im Laufe des Tages – vor allem am Vormittag beim Training und dem ersten Wertungslauf aufgrund der Witterung zu ungleichen Bedingungen führte. Das Wetter neblig, nass, erneut kühl mit 7 Grad. Aufgrund des Nebels wurde der Start um eine halbe Stunde verschoben. Bei der Auslosung hatten die Fahrer des MCH etwas Pech, denn mit den niedrigen Startnummern 4, 6, 8 und 14 mussten diese im ersten Lauf noch bei nasser Piste starten.

Der knapp 1000 Meter lange Parcours war schnell und selektiv gesteckt und mit zwei fahrerisch sehr anspruchsvollen Schlüsselstellen („Ecken“) bestückt. Der hier eingesetzte Opel Corsa hatte 75 PS Leistung, die Nico Chelminiacki im ersten Lauf trotz nasser Piste sicher auf den Asphalt brachte. Achtschnellste Zeit – und ein gutes Gefühl für den zweiten Stint. Nun war die Fahrspur komplett trocken. Hier gelang dem MCH-Youngster, der mit einem seriennahen BMW 318 ti Compact auch schon bei Clubsport- und DMSB-Slaloms aktiv ist, die Tagesbestzeit.  In Addition der beiden Läufe Platz zwei – Deutscher Junioren Slalom Vizemeister!  Den Titel holte Nico Nünninghoff vom AC Oberhausen, der schon in Lauf eins die trocknere Piste unter die Räder nehmen konnte. Für Chelminiacki, der gerade eine Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert und neben dem Slalomsport auch gerne Motorrad fährt, sein bisher größter Erfolg. „Das wöchentliche Training im Opel Adam und die Erfahrung bei den großen Slaloms mit meinem BMW haben sich ausgezahlt. Der Titel wäre super gewesen, aber jetzt freue ich mich total über die Vizemeisterschaft“, erklärt Nico Chelminiacki nach der Siegerehrung.

Dessen Clubkamerad Nico Gutzeit, der auch mit einem BMW 318 ti Compact in der Württembergischen Slalomszene aktiv ist, erlebte im zweiten Lauf eine heftige Schrecksekunde. Am Corsa brach – wohl aufgrund der starken Belastung der vielen schnellen Teilnehmer – das linke Vorderrad ab. Gutzeit musste auf den zweiten Corsa wechseln und damit den Lauf wiederholen - die anvisierte und mögliche Topzeit konnte der Junior dann aber nicht mehr realisieren. Trotzdem Gesamtrang zehn unter den 71 Teilnehmern – Nico Gutzeit konnte wieder lachen und eine Medaille in Empfang nehmen. Für Hannah Baier und Kevin Baumann blieben nach Pylonenfehlern auf der nassen Piste bei ihrer ersten DM-Final-Teilnahme Mittelfeldplatzierungen – Kevin Platz 46 und Hannah Platz 61 – sowie einige Erfahrungswerte bezüglich Routine, Nervenbelastung und Konkurrenzdruck bei Meisterschaftsendläufen. MCH-Sportleiter Bernd Sandrisser sowie der unermüdlich als Trainer aktive Andreas Baier (ehemaliger Nürburgring-Nordschleifen- und Rallyeroutinier) und Jugendleiter Robert Chelminiacki freuten sich nach immens vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen mit ihren Schützlingen – „Der Nachwuchs beim Motorsportclub Heilbronn ist auf einem sehr guten Weg“, so deren Resümee.

(Wilfried Ruoff)

 

Ausfall von René Noller beim Finale zum Mitropa Rallye Cup 2021

26.10.2021

Am vergangenen Wochenende fand in Bassano Del Grappa/ Italien das Finale zum Mitropa Rallye Cup 2021 statt. Leider kam für René Noller / Jenny Lerch im Opel Corsa Rally4 das Aus in der vierten Wertungsprüfung durch einen Bruch der Vorderradaufhängung nach einem Steinkontakt. Trotzdem erreichte René noch den 4. Gesamtrang in seiner Debütsaison im Mitropa Cup 2021!

(Rainer Noller)

Hier ein Video-Link zu einer der schönsten Prüfungen überhaupt - Valstagna - in den Dolomiten - einfach draufklicken --> https://youtu.be/2b7RmEaExPs

 

Jürgen Bender gewinnt den STT-Gentleman-Pokal 2021

21.10.2021

Ob Jürgen Bender mit seiner GT-Saison 2021 vollkommen zufrieden ist? Der Saisonauftakt verlief zumindest voll nach seinem Geschmack. Alles begann für den amtierenden Meister der P9-Challenge im Frühjahr bestens. Neben Markus Pommer und Patrick Assenheimer hat sich Jürgen Bender als routinierter GT-Pilot seit einigen Jahren der 600 PS-Liga, der internationalen GT3-Kategorie verschrieben. Nicht einfach Rennen fahren, sondern in der großen GT-Liga zu Meisterehren driften. Das ist ihm als einem von sehr wenigen Fahrern im Unterland perfekt gelungen.

Jürgen Bender

2021 gab Jürgen Bender für zwei GT-Rennserien eine Nennung ab. In der P9-Challenge wollte Jürgen Bender als amtierender Meister versuchen seinen Titel zu verteidigen. Hatte er doch 2020 alle Rennen der P9-Serie unangefochten gewonnen und den Meistertitel dazu. In der STT-Serie dagegen sollte es in diesem Jahr die Aufgabe sein, den 2016 errungenen Meistertitel ein zweites Mal zu erkämpfen. Beide Ziele im zweiten Jahr der Pandemie waren keine einfache Aufgabenstellung. Eingesetzt wurde wie im Vorjahr eine GT3 Corvette der Baureihe C7 von Callaway-Competition aus Leingarten. Das identische Modell wird vom Hersteller auch mit Erfolg in der ADAC-GT-Masters eingesetzt. Der Rennwagen für Jürgen Bender wurde wie 2020 für die Rennwochenenden und das in mehreren Ländern von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vorbereitet. Der Saisonauftakt in der STT gelang brillant. Doppelsieg in Oschersleben. Dagegen ließ der Internationale Auftakt am Red Bull Ring (A) Probleme mit dem Fahrverhalten deutlich werden. "Wir mussten unter Zeitdruck herausfinden, welche Gründe dafür die Ursache bildeten", so Bender nach dem Einsatz in Österreich. Da man dort nicht nur mit geringen Temperaturschwankungen auf trockenem Asphalt unterwegs war, galt es Reifen, Dämpfer und Einstellwerte der Corvette zu analysieren. Keine leichte Aufgabe, die nicht mal kurz zwischen zwei Rennwochenenden zu erledigen sein würde. Bei Saisonhalbzeit jedenfalls schienen diese Arbeiten noch nicht vollends abgeschlossen zu sein. Die vorgeschriebenen Michelin-Rennreifen machten weitere Arbeiten erforderlich. Sogar externe Untersuchungen wurden berücksichtigt. Was sich beim P9-Weekend in Hockenheim andeutete, das konnte aber gegen Saisonende am Nürburgring fast perfekt genutzt werden. Bei den beiden letzten Rennwochenenden ging es aufs Treppchen. Und das nicht nur auf Grund guter Klassenergebnisse. Höhepunkt bildete am vergangenen Wochenende der 2. Platz in der Gesamtwertung beim Finalrennen der STT. Damit konnten sich die MCH-Mitglieder Jürgen Bender und sein Renningenieur Marco Bayer Platz 6 in der Serie, Platz 2 in der Großen Division 1 und, ganz wichtig, den Titel im Gentleman-Pokal erkämpfen.

(HTS)

 

Opel C-Kadett-Pilot Frank Sperrfechter mit Klassensieg

Endläufe zur DMSB-Slalommeisterschaft 2021 auf dem Nordbayerischen ADAC Fahrsicherheitszentrum Schlüsselfeld

19.10.2021

Turbulent, dramatisch, Gigantenzeiten, Pylonenfehler, Ausrutscher, Leitplankeneinschläge, Herzschlagfinale – Schlagworte vom diesjährigen zweitägigen Finale der DMSB-Slalommeisterschaft, bei dem die jeweils 50 Punktbesten der Nord-, und Südregion um den Titel kämpfen – „Nichts für schwache Nerven“, erklärt Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn. Erst in der letzten Startgruppe am zweiten Finaltag, in den Klassen H14 (bis 2000 ccm) und H15 (über 2000 ccm) entschied sich die Titelvergabe zugunsten von Martin Skrzipietz aus Berlin, der mit einem etwas über 300 PS starken BMW 330 is der älteren E 30 Baureihe in der Klasse H15 zwischen den Pylonen unterwegs war.

Wie immer ein Trainingslauf und drei Rennläufe über je 1600 Meter auf der Top-Asphaltierten Berg-, und Talpiste des Fahrsicherheitszentrums Schlüsselfeld des ADAC Nordbayern – aufgrund der Topographie auch Mini-Nordschleife genannt. Nach Bergeaktionen und Getriebeölspurbeseitigung am Samstagvormittag wurden ab der Klasse F10 die Rennläufe auf zwei reduziert – Sonntags mussten dann die Klassen G5 bis F9 auf einen Rennlauf verzichten – paritätisch optimal vom Rennleiterduo Carsten Dünisch und Markus Terhar gelöst.

110 Namen auf der Startliste, vom Motorsportclub Heilbronn war lediglich Frank Sperrfechter mit seinem ca. 260 PS starken 16V Opel Kadett C Coupe dabei. Samstags testete Frank zusammen mit seinem Freund und Schrauber Thomas Claus eine neue Rad-Reifenkombination am gelben Opel-Klassiker, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Mit einem Pylonenfehler im zweiten Rennlauf landete Frank auf Platz fünf – ohne die drei Strafsekunden wäre Rang drei herausgesprungen. Die Klasse gewann mit souveränen Laufbestzeiten Reinhard Nuber (Isny/Racing Team Süd) im BMW 320i WTCC. Sonntags dann das turbulent-dramatische Finale. Reinhard Nuber – nach zwei perfekten Rennläufen auf dem Weg zum Titel – konnte zum dritten Stint nicht mehr antreten, da dessen Schwiegersohn den BMW nach einem Dreher in die Leitplanken gelegt hatte. Auf dem gelben Sperrfechter Kadett am Sonntag wieder die seitherigen Räder, mit denen Frank dann schnelle Zeiten fahren konnte. Im Ziel nach drei Rennläufen hatte der MCH-Slalomspezialist den Klassensieg in der Tasche, mit 1,71 Sekunden vor Robert Stangl (Nittenau) der ebenfalls ein C Kadett Coupe pilotierte, dritter AC Ebern-Lokalmatador Thomas Escher in einem Ford Escort MK II. „Klar freue ich mich über den Sieg, aber die Zeiten von Reinhard Nuber hätte ich nicht fahren können, zudem kennen wir uns jetzt schon viele Jahre und sind zig mal gegeneinander gefahren, da schmerzt der Unfall und die Tatsache, dass der Favorit nicht mehr antreten konnte doch enorm“, so das Resümee von Frank Sperrfechter beim Saisonfinale.

(Wilfried Ruoff)


Ausführlicher Bericht zu den Endläufen  -->  http://www.deutsche-slalom-meisterschaft.de