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Archiv 2021

  • Jürgen Bender in Assen am Start

    Bender in Assen am Start - Daumen drücken ist angesagt

    26.08.2021

    MCH-Mitglied Jürgen Bender hat die GT3 Callaway Corvette für den Start beim 3. Meisterschaftslauf im niederländischen Assen am heutigen Donnerstag verladen. "Nicht auf den allerletzten Drücker, aber es war doch sehr viel Arbeit die vor Holland zu tun war", so Bender sichtlich erleichtert. Das Modell Z07 wurde vorsichtig in den Auflieger geschoben. Ein weiteres MCH-Mitglied überwachte die Prozedur. Marco Bayer als Boss der Sportwagenschmiede hat die Corvette zuvor auf die verschiedenen Fahrwerkeinstellungen für verschiedene Reifen die in den unterschiedlichen Rennserien gefahren werden, akribisch vorbereitet. In Holland wird in der STT-Serie gekämpft. Zwei Wochen später geht Jürgen Bender in Tschechien als amtierender Meister in der internationalen P9-Challenge in Brünn an den Start.

    Corvette C07

    "Wir testen ja, wie Hersteller Callaway-Competition auch, verschiedene Reifen auf Herz und Nieren durch. Danach wird die Fahrwerk-Topeinstellung mit den Reifenfabrikaten, die in den verschiedenen Rennserien vorgeschrieben sind, abgeglichen," so Renningenieur Bayer. Und man kann, wenn alle Stricke reißen, auch in der Box nach dem Training und vor den Rennläufen noch gewisse Umbauten vornehmen.

    Reifen aufladen

    Sehr früh setzt sich Trucki Gerwin am Donnerstag mit dem Transporter Richtung Nordsee in Bewegung. "Nach Norden, und dann 8 Stunden geradeaus", wie es so schön heißt. Am Donnerstag will man in Assen rechtzeitig ankommen um dann noch zu entladen. Am Freitag geht es mit dem ersten Test um 10:15 Uhr auf den unter Motorrad-Fans bekannten Bike-Weltmeisterschaftskurs raus auf den Asphalt. Trockenes Wetter ist angesagt. "Aber man weiß ja nie", so Bayer. Die Computer-Überwachung aller Fahrsituationen managt Sandra Bayer.  Das gibt schnelle Hinweise auf Umstellungen die man an der Box dann ggf. in Rekordzeit durchführen muss. "Hoffentlich bleiben wir davon weitestgehend verschont", so Marco mit hoch gezogenen Augenbrauen. Daumen drücken für MCH-Racer Jürgen Bender ist angesagt. Die Jungs vom Heilbronner Club werden das machen. Da bin ich mir zumindest sicher.

    (HTS)

     Foto: Hochbetrieb beim Verladen – HTS

     

  • Bender kämpft in Hockenheim

    Hoch aktuell - Bender kämpft in Hockenheim

    23.07.2021

    Jürgen Bender nimmt am jetzigen Wochenende in Hockenheim am letzten Rennen vor der Sommerpause teil. "Das 2. Rennwochenende der STT-Challenge am Nürburgring Ende Juli ist abgesagt worden. Die Nürburgring GmbH stellt ihre Flächen und Räumlichkeiten der Bewältigung der Unwetter Katastrophe der vergangenen Woche zur Verfügung", so Bender.

    Bender

    Bei den "Porsche-Days Hockenheim" feiert die P9-Challenge Halbzeit -2021. Mit einer am Red Bull Ring in Österreich entwickelten Fahrwerkseinstellung will Jürgen Bender am Wochenende im Kampf um den Gesamtsieg antreten. "So wichtig wie die Ergebnisse in der Klasse - Bender fährt in der KL6 gegen Boliden von Lamborghini, Ferrari, AMG-Mercedes und Porsche - für die Meisterschaft ist mir natürlich in Hockenheim das Gesamtergebnis wichtig", so der Neckarsulmer Reifenexperte.

    In Hockenheim ist am Wochenende das Thema Reifen ganz oben angesiedelt. "Wir haben den Typ S8 und den härteren Typ S7 für das Training vorbereitet.". Im den beiden Meisterschaftsläufen um der P9-Challenge am Samstag und Sonntag wird dann der im Training schnellere "Gummi von Michelin" eingesetzt. Viel Arbeit für das heimische Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Unter der Leitung von Renningenieur Bayer wird die GT3 Callaway-Corvette Z07 an den Start gebracht. "Wir haben ein volles Starterfeld auf der Formel-1 Strecke", so Bayer. Mit am Start sind die SCC-Sportwagen des Österreichischen Veranstalters Walter Pedrazza (A).

    Die Daumen der Freunde des MCH-Erfolgspiloten "Ben Bender" dürften alle gedrückt sein. Konnte Jürgen Bender doch 2020 alle Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. Ein einmaliges Ergebnis für den vielfachen GT-Champion aus dem Unterland. HTS

    Foto. HTS

     

  • Siegt Bender auch mit Gummis aus Frankreich

    Int. offenes GT-Rennen am Lausitzring 
    P9-Challenge + P9-Endurance

    03.07.2021

    Für den Neckarsulmer Diplomingenieur Jürgen Bender wird der Start am Lausitzring, auf halber Stecke zwischen Dresden und Berlin gelegen, zur Stunde der Entscheidung.

    Oschersleben

    Nach Platz 3 in seiner Klasse am Red-Bull-Ring und dem überragenden Doppelsieg gegen Porsche-Ass Ulli Becker sowie Michael Golz auf einem Lamborghini Gallardo GT3 sowie im 2. Rennen vor Becker und Alzen auf Audi R8 LMS, gilt es jetzt P9-Challenge-Tabellenführer "Jack Crow" nieder zu ringen. Am Lausitzring ein über ein halbes Dutzend erstklassiger GT-Piloten am Start. Überzeugend auch die Markenvielfalt im Starterfeld. Bender auf dem aktuellen Modell von Callaway, einer Corvette C07, trifft am Lausitzring auf Gegner auf AMG-Mercedes, Porsche 991, Lamborghini Huracán GT3, Pagani GT und Audi. Der seltenen Pagani-Zonda wird von dem Prager Unternehmer Antonin Herbeck eingesetzt. Auch ihn zu schlagen ist an diesem Wochenende keine leichte Aufgabe für den Unterländer MCH-Fahrer und sein Team Sportwagenschmiede.

    Der Lausitzring wird auf den dort vorgeschriebenen Reifen in der P9-Challenge (Michelin) zur Stunde der Offenbarung für Jürgen Bender und das Team. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die da auf des GT-Topteam aus dem Unterland wartet. Dessen ist sich auch Renningenieur Bayer bewusst.

    (HTS)

    Foto: Bayer - Erstes Ziel am Wochenende ist immer "pole position". Hier Bender links vorne neben dem Audi von Alzen in Oschersleben vor 8 Tagen.

     

     

  • Patrick Assenheimer startet beim legendären ADAC Total 24h Rennen

    03.06.2021 

    Patrick Assenheimer pilotiert gemeinsam mit Hubert Haupt, Nico Bastian und Maro Engel am Wochenende des 5. und 6. Juni einen werksunterstützten Mercedes-AMG durch die „Grüne Hölle“. Unter der Nennung Haupt-Racing-Team geht dieser an den Start. 

    Die Vorfreude und Begeisterung ist bei Patrick Assenheimer riesig. Das 24 h Rennen, das SAISONHIGHLIGHT, ist immer etwas ganz besonderes und hat seine Faszination. 24 Stunden mit Vollgas, Tag und Nacht, über die Nordschleife. Boxenstopps nur zum Fahrerwechsel, Tanken und Reifen wechseln. Fahrer, Team und Fahrzeug am Anschlag. 

    Das hochkarätige und große Teilnehmerfeld bei den GT3 Boliden verspricht Spannung pur. Das allgemeine Starterfeld mit Fahrzeugen ist geringer, als in früheren Jahren. Dies ist sicherlich der Covid 19 Pandemie geschuldet, die die Finanzierung eines solchen Einsatzes erschwert. 

    HRT Mercedes AMG GT3
    HRT Mercedes AMG GT3

    Patrick Assenheimer: “Primäres Ziel ist es ein fehlerfreies Rennen zu fahren und nach 24 Stunden heil im Ziel anzukommen. Wenn die Abstimmung und die Pace passt werden wir natürlich versuchen zu pushen und hoffen ganz Vorne mitmischen zu können.” 

    Das ganze Rennen kann man live auf RTL Nitro und auf der Homepage des Veranstalters verfolgen. Aktuelle Informationen im Livetiming.

     

  • Jürgen Bender Richtung Red-Bull-Ring unterwegs

    P9-Auftakt auf dem Red Bull Ring

    19.05.2021

    Es herrscht heute Hektik bei Firma Bender im Firmenhof. Eilige Termine drücken, aber auch die GT3 Callaway-Corvette muss für den Abtransport Richtung Red-Bull-Ring in der Steiermark verladen werden. Teamchef Bayer managt das gerade.

    Corvette C7Der über Jahrzehnte überaus erfolgreiche Unterländer Automobilrennsportler Jürgen Bender ist bereit für den Saisonstart 2021 in Österreich. Am kommenden Wochenende beginnt die Saison mit dem P9-Challenge-Auftakt auf dem Formel 1-Kurs, dem Red-Bull-Ring in der Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur Langstreckenserie, der P9-Challenge statt.

    Jürgen Bender"Eine schnelle Einigung mit einem zweiten Fahrer für die Langstrecke kam jedoch noch nicht zustande", so Bender lapidar. Daher wird sich der Neckarsulmer auf den Red-Bull-Ring auf die beiden Läufe der P9-Challenge beschränken. Dort geht "Ben", wie ihn die Freunde seit der Schulzeit nennen, als amtierender P9-Champion an den Start. "Bin sehr gespannt auf das Wetter dort unten", so der Diplomingenieur und bekannte Reifenexperte. 2020 gewann MCH-Pilot Jürgen Bender alle 6 Meisterschaftsläufe der P9. Vier in Deutschland und Zwei in der Tschechei. Eingesetzt wird der Unterländer vom Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Vorbereitet wurde für 2021 in der Sportwagenschmiede ein neuestes Modell der Baureihe C7. Der in Leingarten unter der Leitung von Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone konstruierte und gebaute GT-Rennwagen entspricht exakt jenem Modell, das 2020 auch von MCH-Ass Markus Pommer pilotiert wurde. 2021 setzt Callaway Competition das baugleiche GT-Auto mit Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt (CH) in der ADAC-GT-Masters ein.

    Gerne würde ich auch die P9-Endurance fahren. Aber die Kosten lassen das wohl nur mit einem zweiten Fahrer zu", so Bender vor Abreise um Saisonauftakt nach Österreich. Jeder Racefan weiß wie aufwendig es ist, einen GT-Rennwagen für Sprintrennen abzustimmen. Dir richtigen Reifen für die Jagd auf "Pole" im Training und dann über die Sprintdistanz passende Gummis sind für 2 Sprintrennen meist nicht optimal. Man braucht andere Mischungen oder eben 2-mal neue Reifen. Kommt dann Regen oder leichte Nässe dazu - boaahhh. Regenreifen und Intermediates dazu, das geht dann ins Geld. Ersatzräder müssen ja auch noch in allen Qualitäten da sein. Das gleiche Spiel gilt auch für die Endurance. "Da wird der Geldbeutel über ein Rennwochenende dann ganz schnell sehr leicht", so ein Teammitglied lächelnd.

    Für die Fans in der Region, die Fans der P9 und natürlich die Freunde von "seinem" Motorsport-Club Heilbronn heißt es nun Daumen drücken für "Ben" und seine Jungs.

    Die Gegner auf Ferrari, Porsche, AMG, Shelby und Lamborghini Huracán warten schon. Hermann Speck, "Jack Crow", Alois Rieder, Bernhard Löffler, Michael Fischer, Gerhard Tweraser, "Coach McKansy, Heiko Neumann und Marvin Kirchhöfer drücken in Österreich auch fest beide Daumen. Aber eben für sich und das eigene Team.  

    (HTS) 

    Fotos: HTS

     

  • Jürgen Bender für die STT bereit

    10.05.2021

    Der erfolgreichste Unterländer Automobilrennfahrer der vergangenen Jahrzehnte, Jürgen Bender aus Neckarsulm, ist bereit für den Start in die Rennsaison 2021.

    Die ersten beiden STT-Termine "fielen der Pandemie" zum Opfer. Nun findet der Auftakt der STT-Serie 2021 für den Routinier aus Neckarsulm am 28.-30. Mai am Lausitzring statt.

    "Beklebt hatten wir die neu gestylte Corvette für Bender vor dem ersten geplanten STT-Auftakt in Oschersleben bereits", lächelte er. (Foto)

    Der Neckarsulmer wird vom Team Sportwagenschmiede auf einem neuen Modell C07, GT3 Callaway-Corvette aus Leingarten eingesetzt. In der STT-Serie erkämpfte Jürgen Bender 2017 bereits den Meistertitel", so Teamtechniker Bayer. "2020 war ich nicht bei allen Läufen der STT am Start. Team Sportwagenschmiede setzte in der letzten Saison eine nagelneue C07-Callaway-Corvette für mich ein. Nachrüstungen neuer Komponenten und der Weg zum Titel in der P9-Challenge waren Gründe dafür", so Bender.

    "Was 2021 in der STT möglich sein wird, das zeigt sich beim Auftakt am Lausitzring", so der Neckarsulmer. Probleme mit anderen GT3-Fahrzeugen erwartet der Neckarsulmer Recycling Unternehmer und Reifenspezialist nicht.

    Die Siegerstraße zu befahren, das ist der Kampf um einen Gesamtsieg bei jedem Rennen. Und die "Hausnummer 1" in der "Siegerstraße", das ist nach dem Rennen der Platz ganz oben auf dem Podium. 

    (HTS)

     Callaway Corvette C07

    Foto Sportwagenschmiede - Die neue GT3 Callaway Corvette C07 war schon für den STT-Auftakt beklebt

     

  • MCH-Racer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit 83 weiteren Konkurrenten in der „Grünen Hölle“

    Qualifikationsrennen als letzter Test vor dem 24-Stunden-Klassiker

    06.05.2021

    Am kommenden Sonntag fällt um 12.00 Uhr die Startflagge für ein sechsstündiges Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. 85 Fahrzeuge nutzen den letzten Test für den legendären ADAC TOTAL 24-Stunden-Langstreckenklassiker, der am 5./6. Juni ausgefahren wird. Darunter satte 30 GT3 Boliden die teilweise Werksunterstützung genießen und die mit immens vielen Langstreckenprofis und Werksfahren besetzt sind. Auch die beiden regionalen Langstreckenracer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer nutzen das Qualirennen als Testlauf und letzte Vorbereitung. „Für Teams, Fahrer und Boxenmannschaften gilt es jetzt die Feinjustierung in Sachen Taktik und Technik für Mensch und Material hinzubekommen“, erklärt Yannick Fübrich. Der 29jährige Brackenheimer ist mit seinem Team Adrenalin Motorsport gestandener 24-Stunden-Routinier. Das Rennauto, ein ca. 450 PS starker, heckgetriebener BMW M2 CS Racing Cup ist dagegen erst seit dieser Saison im Einsatz. Nach Klassenplatz zwei und einem Sieg in der Nürburgring Langstreckenserie ist Fübrich optimistisch. „Hier zählen nur Erfahrungswerte die uns für das 24-Stunden-Rennen weiterbringen sollen“, so Fübrich.

    „Testen, testen und nochmals testen ist angesagt. Ich habe heuer leider noch nicht viele Kilometer auf der Nordschleife gehabt“ erklärt Patrick Assenheimer. Der ebenfalls 29jährige Lehrensteinsfelder absolviert deshalb einen Doppelstart beim Qualifikationsrennen. Das Team HRT um Teamchef Hubert Haupt setzt zwei ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ein. Mit der Startnummer 6 (Hubert Haupt und Nico Bastian) sowie der Startnummer 16 (Manuel Metzger und Adam Christodoulou) will Nordschleifenroutinier Assenheimer unter Rennbedingungen viele Runden absolvieren. „Schneefall bei NLS 1 sowie der Trainingsunfall eines Kollegen bei NLS 3 haben mich heftig ausgebremst, die aktuelle 6-Stunden-Hatz ist sowohl für mich wie auch für die HRT-Mannschaft extrem wichtig“, erklärt Patrick Assenheimer. Nach der Dominanz der Porscheteams mit den Zuffenhausener 911 GT3 R-Boliden bei den seitherigen NLS-Rennen in der „Grünen Hölle“ ist Assenheimer auf der Suche nach schnellen Rundenzeiten. „Die weiteren 28 GT3-Boliden von Audi, BMW, Mercedes, Ferrari und Lamborghini versprechen viel Spannung – aber auch für uns gilt es in erster Linie die optimale Performance für den 24-Stunden-Klassiker im Juni zu finden“, erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise in die Eifel.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • GT-Ass Jürgen Bender ist bereit

    01.05.2021

    Über Jahre kämpfte er sich zum erfolgreichste Unterländer Automobilrennsportler nach oben. Eine vierstellige Anzahl von Trophäen in seinen Regalen sprechen mehr als eine klare Sprache. Nun ist Jürgen Bender bereit für den Saisonstart 2021.

    Mitte Mai geht es los. Der Auftakt der Saison dem P9-Challenge erfolgt am Red Bull Ring in der schönen Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur GT-Langstreckenserie P9-Endurance statt. "In der Endurance war ich bisher noch nicht eingeschrieben", so MCH-Mitglied Jürgen Bender. In der P9-Challenge ist der Neckarsulmer amtierender Champion. 2020 holte er sich diesen Titel - im ersten Anlauf übrigens. Die Challenge wird über je zwei Sprintrennen/Rennwochenende entschieden. Die Meisterschaftswochenenden 2021 werden in Österreich, Tschechien, Italien und Deutschland ausgetragen.

    Dem Neckarsulmer Jürgen Bender gelang es 2020 alle Meisterschaftsrennen für sich zu entscheiden. Alle Meisterschaftsläufe in der verkürzten Saison der Pandemie auf renommierten Rennstrecken in Deutschland, Österreich und Tschechien. das ist eine Siegquote von sage und schreibe 100 %! In der P9-Challenge und P9-Endurance gab es das zuvor noch nie.

    Bender Corvette C07 Foto: Sportwagenschmiede Erlenbach

     

    Jürgen Bender wird 2021 vom Team Sportwagenschmiede auf einer GT3 Callaway-Corvette, dem neuen Modell C07, an den Start gehen. Konstruiert und gebaut wurde der GT-Rennwagen in Leingarten bei Callaway Competition. Hier und heute das erste Foto von Benders Einsatzwagen für 2021 in neuem Styling. Die Formel 1 Rennstrecke Red Bull Ring ruft. Fahrer Jürgen, Marco, Sandra, Michael und Truckie Gerwin sind bereit. 

    "Die amtierenden P9-Meister Bender und Speck werden es sein, die es auf dem Red Bull Ring zu schlagen gilt", so P9-Manager Fischer respektvoll.   

    (HTS)

     

     

  • Jürgen Bender: P9-Champion 2021 - Why not again ?

    16.04.2021

    Oft wird er zitiert, der Satz "Einer kam durch". Der Spruch hat es bereits zu einem Filmtitel gebracht. Respekt. Im Falle der Bewertung der Karriere des amtierenden P9-Challenge-Champions Jürgen Bender würde der Satz "Einer kam ganz nach oben" wohl noch treffender sein.

    Betrachtet man die Region Heilbronn-Neckarsulm, der Region das Challenge-Champions Jürgen Bender, blendet man dort auf dessen Anfänge im Motorsport zurück, dann stößt man sehr schnell darauf, dass diese Region in Baden-Württemberg mit Fug und Recht als eine echte Automobil-Region bezeichnet werden muss. Porsche und Mercedes sind zwar 50 Km südlich in Stuttgart beheimatet, aber Heilbronn selber war ein uralter FIAT-Standort. Dazu die Weinsberger Produktion der Italiener. Im angrenzenden Neckarsulm stampfte man die Firma NSU aus dem Boden, man erinnert sich, die Firma, die mit den schnellen NSU-TTS-Renntourenwagen Rennsportgeschichte schrieb. Namen wie Fahrwerkchef Ammerschläger, Pannowitz oder "TTS-Tunerkönig" Sigi Spiess flogen mit den superleichten TTS-Raketen von Sieg zu Sieg.

    In den 80er Jahren kam auch der Neckarsulmer Jürgen Bender auf einem TTS zum Rennsport. Das Modell wurde nur Luftlinie 400 Meter entfernt von seinem Elternhaus entfernt produziert. Danach erwarb Bender einen jener schnellen Rennsport-Flachmänner auf NSU-Basis, einen Gepard. "Den habe ich noch heute", so der amtierende P9-Champion lächelnd. Diese NSU-Flachmänner werden übrigens bis heute gebaut. Kurt Brixner ist der Konstrukteur und Fahrer, den es im "NSU-Flachmann" zu schlagen gilt.

    Foto: Privat - Bender und MCH Mitglied Bayer
    Foto: Privat
    Jürgen Bender und MCH Mitglied Marco Bayer

    Jürgen Bender ist über die Jahre von 1,3 auf 6,2 Liter Hubraum aufgestiegen. Und da sind wir bei einem weiteren Rennwagenhersteller in der Region Heilbronn. Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und baut die erfolgreichen Corvette GT-Rennwagen für Europa. Und das mit großem Erfolg für die Eigner Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone. Markus Pommer siegte regelmäßig als Teil des internationalen Feldes im Kampf um den Titel der ADAC-GT-Masters.

    Und sein Heilbronner Club-Kollege Jürgen Bender, der gewann Gastrennen in der TCC, der STT-Serie und der renommierten Int. offenen P9-Challenge. Dazu holte er der Reihe nach auch die Meistertitel in den Serien.

    Wie begann das früher eigentlich alles? "In den 70er und 80er Jahren wimmelte es in meiner Region von Nachwuchsaktivitäten. Nicht nur bei den NSU-Flachmännern boomte es. Viele Wagen wurden gekauft. Dazu boomte es in der neuen Formel V-1300, sowie in der aus England rüber schwappenden Formel-Ford. Auch im Unterland ging es richtig ab. Ein Dutzend Namen von Aktiven waren mir in der Zeit geläufig", so Bender.

    Herbert Weber war der erste. Neben seinem Fuchs-V 1300 wurde ein Modell von Ferrari aus Italien aufgebaut. Weis, Heimig, Sperzel, Maier, Schmidt, Seid, Horn, Jensch, Egolf, Merklen waren nur einige. Meist zuerst in der Formel-V 1300 aktiv. Und das ging in der Formel Ford so weiter. Peter Hofmann mit Stefan Bellof als Coach, Staglia, Gabler - dessen britischer Hawke-Ford steht nach wie vor in Heilbronn. Hofmann holte den nationalen Titel der Formel-Ford.

    Der Aufstieg fast aller Fahrer geriet irgendwann ins Stocken. Manchen kamen die Sponsoren abhanden. Aber einer kam ganz oben an. Jürgen Bender. 40 Jahre sind angesagt. Wann war sein Jubiläum? "Das kann man nicht genau sagen", so Bender nachdenklich. "Im Zuge der Entwicklung eines eigenen Unternehmens gab es für mich auch einige Jahre Pause im Rennsport". Aber bei aller Bescheidenheit. Im Kreise der im Raum aktiven GT-Fahrer Thomas Langer, Christof Langer, Patrick Assenheimer, Markus Pommer, nimmt Jürgen Bender auf alle Fälle eine Sonderstellung ein. Auf die Frage, warum er sich für die klassischen Rennen auf der Rundstrecke entschieden habe, seine Antwort. "Why not, Bergrennen sind Treffen von Rennsportfreunden, die mit kleinen Sprints von 2-3 Minuten zufrieden sind. Überholen gibt es am Berg nicht", so die knappe Antwort. Außerdem heißt es 2 Tage lang auf vier mal drei Minuten Rennzeit warten. Nicht mein Ding". Und Langstreckenrennen. "Man fährt nicht alleine. Nur was für funktionierende Mannschaften. Dazu eine aufwendige Logistik von Material und Technikern.

    Schaut man auf die ADAC-GT-Masters oder die DTM, Wettkampf, Bestzeiten schon im Training, Überholvorgänge, die Rennerfolge entscheiden. "Das ist die Form des Rennsports für mich. Die meisten Fahrer bevorzugen solche Wettbewerbe". fügt Callaway-Corvette-Fahrer Bender hinzu. Er wird 2021 gleich an 3 klassischen Rennserien dieser Art teilnehmen, der P9-Challenge, der STT-Trophy und der P9-Endurance. Gefahren wird in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien. der amtierende P9-Champion Jürgen Bender trifft dabei auf starke Gegner. Teams mit GT-Modellen von Porsche, Audi, AMG, Pagani, Lamborghini, Ford sowie, man höre und staune, auch von Ferrari bereiten sich vor. Die Sportwagenschmiede, DB-Motorsport, KRracing, Neumann-Motorsport, die equipe-vitesse, Alpquell-racing, Zebra, RockRobots oder WS-racing alle rüsten für den Saisonauftakt. "Alle Teams haben die Gesamtsiege an den P9-Wochenenden und die Titelgewinne im Auge. So verspricht der P9-Serienauftakt absolute "Höchstspannung". Nicht nur für Jürgen Bender. Einige Gegner testen Ihre neuen Porsche 991 GT3R bereits am kommenden Wochenende beim Preis der Stadt Stuttgart in Hockenheim. Einige MCH-Freunde werden als Helfer in Hockenheim sein. "Heinz Webers Termin hat schließlich Tradition", so P9-Manager Bernhard Fischer.

    (HTS)

     

  • Markus Pommer schnell in der Spur

    Der Heilbronner Rennfahrer fühlt sich nach den ersten Tests bereit für seine ELMS-Premiere in Barcelona. Pommer tritt bei den Ambitionen aber auf die Bremse

    15.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Der Schnellste sein - das ist es, was letztlich alle Rennfahrer wollen. Markus Pommer hat daraus nie ein Geheimnis gemacht. Gewinnen, das war in den vergangenen fünf GT-Masters-Jahren stets die offen kommunizierte Ambition des Heilbronners.

    "Ich weiß, normal war der Anspruch immer, den Titel zu holen. Aber das ist jetzt ein ganz neues Abenteuer. Da muss ich mir realistische Ziele setzen", sagt der 30-Jährige vor seinem Saisondebüt in der European Le Mans Series (ELMS).

    An diesem Sonntag startet Pommer im LMP2-Boliden Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in das Vier-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Es ist ein Start ins Ungewisse. "Das Ziel für das erste Rennen ist erstmal eine Top-Ten-Platzierung. Es ist alles schwierig zu sagen. Wie es über eine ganze Renndistanz wird, mit all dem Verkehr - es wird sicher nicht einfach", sagt der Neuling. Verstecken will sich Pommer im hochkarätigen Feld aber auch nicht.

    Es läuft gut und wird immer besser
    Zumal die ersten Probefahrten die Woche über verheißungsvoll verlaufen sind. "Das Auto ist extrem schnell - ich fand es aber gar nicht so schwer zu fahren. Die Zeit im Formel-Sport kommt mir wirklich zu Gute. Ich bin nach ein paar Runden gleich ziemlich gut klargekommen", sagt Markus Pommer zum Testtag am Dienstag. "Da konnte ich mich ziemlich gut aufs Auto einschießen. Wir haben auch ein paar Longruns und Fahrerwechsel getestet. Es läuft eigentlich ziemlich gut. Es wird besser und besser." Das erste Kennenlernen mit seinem neuen Dienstagwagen, den er sich mit den beiden Italienern Francesco Dracone und Sergio Campana teilt, war es nicht gewesen.

    Erste Runden in der spanischen Abendsonne
    Bereits montags durfte Pommer direkt nach der Anreise über die Schweiz und Italien noch einige Runden in der spanischen Abendsonne drehen. "Ich bin gleich am ersten Testtag erst ziemlich spät zum Fahren gekommen, weil das Auto noch fertig gemacht werden musste und es ein kleines Problem gab." Die allerersten Runden drehte Markus Pommer noch im Hellen. Später fuhr er dann am Ende noch die Nacht-Session eine halbe Stunde durch - "das war dann im Dunkeln mit einem so schnellen, neuen Auto extrem schwierig, ziemlich fordernd." Eine neue Herausforderung sind auch die Rahmenbedingungen wegen der Coronavirus-Pandemie. "Es hat aber bisher alles gut funktioniert", sagt Markus Pommer, der am Mittwochmittag sein negatives PCR-Testergebnis bekommen hat. "Für dir Rückreise brauche ich dann auch nochmal einen."

    Pendeln zwischen Hotel und Rennstrecke
    Dazwischen bewegt sich Pommer durchgängig mit Maske und einem Bändchen, das ihn als negativ getestet markiert, über den Circuit de Barcelona-Catalunya. "Wie es mit den Ausgangsbeschränkungen in Spanien ist, weiß ich gar nicht. Ich bewege mich eigentlich nur zwischen Rennstrecke und Hotel. Das war es auch schon." Kontakte gibt es kaum. Die Mannschaft von BHK Motorsport hat der Heilbronner dennoch kennen und schätzen gelernt: "Das Team ist gut drauf, motiviert - die Chemie passt."

    Stimmen sollen schnellstmöglich auch die Ergebnisse. Die Ambitionen mögen für Markus Pommer zwar etwas andere sein. Das Maximale wird er aber dennoch wollen.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

     

  • Assenheimer im zweiten Anlauf zum ersten Saisonrennen

    Bei der GT World Challenge Europe startet Patrick Assenheimer an diesem Wochenende in Monza. Einem Ort mit besonderer Tradition für die Familie des Heilbronners.

    14.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Diesmal dürfte nichts dazwischen kommen. Zumindest kein Schneefall. War das erste Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) für Patrick Assenheimer Ende März wegen des widrigen Eifel-Wetters noch abgesagt worden, ist sich der Heilbronner für das Wochenende sicher: "Es wird zwar keine 20 Grad geben, aber schneien sollte es auf keinen Fall."

    Dass der April auch in Italien für ungewohnt niedrige Temperaturen sorgt, interessiert den 28-Jährigen wenig. Schließlich reiste er nicht für einen Urlaub nach Monza, sondern um zu arbeiten. Und zwar am Steuer eines Mercedes AMG GT3.

    Assenheimer und sein Team gehen bei fünf Läufen an den Start
    Im zweiten Anlauf soll es für Assenheimer mit dem ersten Saisonrennen klappen. Nicht in der NLS, sondern beim Auftakt-Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe. In insgesamt fünf Läufen wird er in der hochkarätigen europäischen Langstreckenserie mit dem Team HRT im Silver Cup an den Start gehen. Gemeinsam mit Teambesitzer Hubert Haupt und dem Mexikaner Ricardo Sánchez greift Patrick Assenheimer ins Lenkrad.

    Am Dienstagmorgen erfolgte der erforderliche PCR-Test für die Anreise. Zusätzlich absolviert der Heilbronner wöchentlich zwei Schnelltests. Die hat sich auch der Veranstalter in Monza vorbehalten. Desinfektions-Stationen und Temperaturmessungen sind obligatorisch. "Ich fühle mich relativ sicher. In diesem Beruf lässt sich auch zu 99 Prozent Abstand halten, Helm und Maske sind sowieso auf. Da ist das Risiko, falls man fliegt, sicher höher."

    Auch der Opa ist schon auf der alten Monza-Strecke gefahren
    Nach Monza aber nimmt der Langstreckenspezialist das Auto. Im Gepäck sind auch Familienerinnerungen an die Traditionsstrecke: "Die Steilkurve ist einfach gewaltig. Als meine Eltern vor zwei Jahren hier dabei waren und ich das erstmal dort gefahren bin, war das etwas besonderes. Das ist es für uns familiär ohnehin, da dort mein Opa damals auch schon Rennen auf der alten Strecke gefahren ist."

    Nun selbst auf den Klassiker-Kursen unterwegs zu sein - ein Privileg: "Es ist schön, verschiedene Rennstrecken erleben zu dürfen. Höhepunkt werden natürlich die 24 Stunden von Spa." Ein weiterer Reiz: "Die Konkurrenz ist mit etwa 40 Fahrzeugen extrem groß. Das macht natürlich Spaß. Der Gesamtsieg ist nicht das Ziel. Wir wollen unsere Klasse gewinnen und vielleicht mal in die Top Ten fahren."

    Auf der Nordschleife ist Assenheimer wieder als Werksfahrer im Einsatz
    Zusätzlich zu den fünf Endurance-Cup-Rennen der GT World Challenge Europe bestreitet Patrick Assenheimer das Langstrecken-Programm auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Auf dem berühmt-berüchtigten Eifelkurs, der Heimstrecke seines Teams, tritt Assenheimer in der Saison 2021 bei ausgewählten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und dem ADAC Total 24h-Rennen an.

    "Ich bin in der glücklichen Situation, auf der Nordschleife wieder als Werksfahrer aktiv zu sein. Das ist immer noch ein absolutes Highlight und macht mich stolz", sagt der Heilbronner zu seinem Programm.

    Nur schneien muss es beim nächsten NLS-Rennen nicht mehr unbedingt.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

     

  • Plötzlich wieder nah dran am Traum vom Le-Mans-Klassiker

    Für Rennfahrer Markus Pommer bietet sich eine unverhoffte Chance: Der 30-Jährige startet künftig im LMP2 von BHK Motorsport. Dafür gibt es aber keinen Einsatz im GT-Masters für Callaway Competition mehr.

    07.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Eigentlich war es zuletzt recht weit entfernt, das Sehnsuchts-Ziel so vieler Rennfahrer. Doch plötzlich ist Markus Pommer wieder ziemlich nah dran, an einem möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Im richtigen Auto dafür sitzt der Heilbronner bereits nächste Woche.

    Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer.  Foto: Burkhard Kasan
    Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer. Foto: Burkhard Kasan

    Nicht 24, sondern vier Stunden saust der Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in zehn Tagen über den Circuit de Barcelona-Catalunya. Und der 30-Jährige Pommer wird einer der drei Fahrer des blau-orangenen LMP2-Boliden im Feld der European Le Mans Series sein. Gestern gab er seine kurzfristige Zusage für die neue, unverhoffte Herausforderung mit insgesamt sechs Rennen bis Ende Oktober.

    Pommer wurde sofort ein Platz angeboten

    Alles begann mit einer Einladung zu einem Test vor einigen Wochen. Da allerdings noch für den LMP3-Wagen von BHK Motorsport. "Es ist keines der größten Teams. Aber da hatte ich jetzt die Chance, weil ich noch einige aus meiner Zeit im Formel-Sport kennen - so kam es zum Kontakt."

    Sofort nach dem Test war Pommer ein Platz angeboten worden, doch dann zerschlug sich der geplante Einsatz in der Klasse. Der Heilbronner blieb bei BHK Motorsport dennoch Kandidat. Mit dem LMP2 waren die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana in der Vergangenheit immer zu zweit. Nun werden sie mit Markus Pommer ein Trio bilden: "Das ist natürlich eine große Chance. Es ist ein Riesensprung vom LMP3 zum LMP2. Ein Glücksfall. Mit Francesco bin ich schon AutoGP gefahren. Der hat das vermittelt, ist auch noch Teambesitzer."

    Es kann ein Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein

    Ohnehin fühlt sich das neue Engagement für Pommer nach fünf Jahren im GT Masters nach alten Zeiten an: "Ich habe nach dem Formel-Sport eigentlich immer mit der LMP geliebäugelt. Dann kam aber der Fokus auf die GT Masters, weil das in Deutschland ziemlich publik, groß und auch eine schöne Serie ist. LMP-Sport war vom Markt eher eine Nische. In der Renn-Szene ist es aber etwas Großes." Und kann Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein: "Das ist von jedem Rennfahrer Traum oder Ziel. Klar bin ich jetzt wieder näher dran, wenn ich in einem LMP2 und der ELMS sitze. Das Team will die 24 Stunden auch auf jeden Fall fahren. Erstmal muss ich aber ein gutes Bild abgeben." 

    Kein Selbstläufer, wie Pommer betont: "Das wird schon eine Riesenumstellung. Natürlich profitiere ich davon, dass ich Jahre lang im Formel-Sport war - aber zum Glück haben wir vorher noch zwei Testtage am Montag und Dienstag. Sonst wäre es schon heftig, einfach ins Rennen zu springen. Der Kurvenspeed ist durch die Aerodynamik extrem. Ich schätze, es ist vom Feeling ähnlich wie damals in der Formel 2 oder im AutopGP - aber das ist schon wieder sehr lang her."

    Zu klein war bisher das Zeitfenster, um jetzt zusätzlich noch ein Engagement im GT Mastes zu realisieren. "Natürlich wäre es am besten, wenn ich beides machen könnte und ich bin auch in Gesprächen - es ist aber nicht leicht, weil es Überschneidungen gibt", sagt Markus Pommer. Keine Einigung gab es mit seinem Vorjahres-Team Callaway Competition aus Leingarten. "Sie wollten eine schnelle Zusage, die konnte ich nicht geben." Markus Pommers Ziele haben sich aber ohnehin verschoben.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.04.2021

     

  • Schneefall stoppt MCH-Racer und verhindert NLS-Saisonauftakt

    Top-Starterfeld mit 146 Fahrzeugen – MCH-Eifelspezialisten Assenheimer und Fübrich enttäuscht

    29.03.2021

    Nachdem schon der offizielle Test- und Einstelltag am 20. März dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen war, mache das typische Eifelwetter auch dem Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) den vorzeitigen Garaus. Schon nach wenigen Minuten beim offiziellen Zeit-Training am Samstagmorgen musste die Rennleitung wegen Schneefall das Qualifying abbrechen. Schlechte Wetterprognosen verhinderten sodann die Wiederaufnahme sowie den NLS-Saisonstart auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife. In den Tagen und Wochen zuvor war mit einem „Harten und Scharfen“ Hygienekonzept die Veranstaltung genehmigt worden.

    „Eine Riesenenttäuschung und sehr schade für alle - aber aus Sicht der Rennleitung in Bezug auf die Sicherheit die richtige Entscheidung“ erklärt der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. In dessen Klasse SP9 hatten satte 28 GT3 Boliden von BMW, Porsche, Audi, Lamborghini, Ferrari und Mercedes gemeldet. Assenheimer hätte zum Auftakt mit dem AutoArena Mercedes AMG GT3 einen Werkseinsatz im Haupt Racing Team zusammen mit Nico Bastian, Maro Engel und Hubert Haupt absolviert. „Das Starterfeld war qualitativ und quantitativ Top, alles was Rang und Namen hatte wollte fahren“, so Assenheimer. Das Quartett will in dieser Besetzung auch das 24-Stunden-Rennen bestreiten. „Uns ist dadurch auch ein wichtiger Testbestandteil für das Highlight 24-Stunden weggebrochen, aber das Eifelwetter schreibt halt seine eigenen Gesetze“ resümiert MCH-Racer Patrick Assenheimer.

    Yannick Fübrich (Meimsheim) wäre zusammen mit dem Italiener Francesco Merlini und dem Österreicher David Griessner gefahren. Sein seitheriges Pixum-Team Adrenalin Motorsport hat einen BMW M2 Racing Cup – die Evolutions- und Nachfolgevariante des seitherigen BMW M 240i – aufgebaut. In der Cup 5 BMW M2 Klasse standen 11 identische Fahrzeuge auf der Nennliste. Lange stand Yannicks 2021er Saison auf der Kippe, denn in den gegenwärtigen Coronazeiten hat sich so mancher Sponsor zurückgezogen. Aus der großen Freude zum erneuten NLS-Engagement kam dann am Samstag nach dem Aus der Frust.

    Der nächste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie findet am 17. April ebenfalls als 4-Stunden-Rennen statt.

    (Wilfried Ruoff)

  • Assenheimer Racing führt Partnerschaft mit HRT fort

    23.03.2021

    Die Saisonvorbereitungen von Assenheimer Racing laufen aktuell auf Hochtouren. Gemeinsam mit Haupt Racing Team (HRT) startet Assenheimer Racing in die neue Rennsaison. Das professionelle Konzept des Teams hat Assenheimer Racing schon vergangenes Jahr überzeugt, sodass 2021 die Partnerschaft fortgeführt wird.

    Somit wird unser Clubmitglied Patrick Assenheimer auf dem Nürburgring und auf den Rennstrecken der GT World Challenge Europe bestmöglich unterstützt. 

    AutoArenA ist neuer Teamsponsor bei HRT und somit auf allen eingesetzten GT3 Fahrzeugen bei der GTWC und auf der Nordschleife zu sehen. Als Highlight wird eines der von HRT eingesetzten Fahrzeuge bei den Rennen NLS 1 und NLS 3 im neuen AutoArenA HRT Design an den Start gehen.

    Der erste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) findet – Stand heute – am kommenden Samstag, 27.03.2021 statt.

    Quelle: Assenheimer Racing GmbH

     

  • Jürgen Bender und Marco Bayer fahren 2021 die P9 und die STT

    23.02.2021

    Mit diesen beiden Zielen geht MCH-Pilot Jürgen Bender in die GT-Saison 2021. "Nun stehen die Termine alle fest. Die P9 und die STT haben Team Sportwagenschmiede und ich im Visier", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Der Diplomingenieur hat seine beiden Nennungen bereits abgegeben. 12 Termine sind 2021 im Kalender notiert. Dazu die eine oder andere Testfahrt in Hockenheim.

    Er, der erste Champion der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr, sondern auf einer neuen GT3 Corvette-C07 von Callaway-Competition in Heilbronn-Leingarten. Jürgen Bender, Marco Bayer, Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone möchten den 2020 erkämpften P9-Challenge-Meistertitel auch 2021 wieder mit in die gemeinsame Heimat, ins Unterland nehmen.

    Blenden wir zurück. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch deutliche Abstimmprobleme", so Bender beim Interview nachdenklich. "Das übliche eben, Reifen, Federn, Dämpfer, Trimmlage und Aerodynamik mussten aufeinander abgestimmt werden". Wird ein Modell von seinem Hersteller neu entwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Saison sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf eine neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Variablen eines GT's voll auszureizen. "Wir blieben davon auch nicht verschont", so Bender lächelnd. Da muss man durch. "Die Suche nach einem perfekten Set-up war eine Zeit sehr gemischter Gefühle für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Bayer und die Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeiten, da geht es deutlich und zügig voran. Die Erfolge kamen. Und das nicht nur in Form von Siegen. Die Corona-Zeit trieb den Saisonauftakt-2020 vor sich her. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie von sehr langer Dauer. Jürgen Bender gedachte nach einigen Siegen als Gaststarter, der erste bereits 2014, in der Saison 2020 um den P9-Titel zu kämpfen.

    Diesem Ziel ging die heimische Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 mit ganz großer Vorbereitung an. "Ernst Wöhr und sein Partner Giovanni Ciccone von Callaway-Competition waren mit im Boot", so "Ben", wie ihn die Freunde nennen.

    Beim Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch schlagartig. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn produzierte Callaway-GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. Ein Problem das wir nicht alleine hatten. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. Erste Testfahrten kurz vor dem ersten P9-Weekend auf dem Grand Prix-Kurs von Hockenheim und dann auch gleich der Meisterschaftsauftakt am Lausitzring.

    "Wir bekamen den Wagen anschließend von Woche zu Woche noch besser in den Griff", so Bender. Alles lief wirklich rund. Das Team schoss sich gut ein. Das Set-up konnte erheblich verbessert werden. Parallel liefen die Vorbereitungen der Werks-Corvette von Pommer/Schmidt (D/CH) bei Callaway-Competition. Das befruchtete beide Seiten deutlich. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vorgängermodell einige entscheidende Vorteile. Aber wie es so ist, und nicht nur im GT-Sport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden", so Ernst Wöhr von Callaway.

    Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Läufe zur P9-Challenge 2020 gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Reifentests - oder auch was am Fahrwerk - aber das auch mit Erfolg. In der P9-Saison konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9 empor. "Dazu der angestrebte Challenge-Titel. Nicht schlecht", grinste er in Brno (CZ) zufrieden.

    Was die Saison aber deutlich werden ließ - neben den Titelgewinnern Callaway-Corvette und Porsche waren auch AMG und Lamborghini auf der "Gesamtsiegerstraße" erfolgreich. Dazu ist Gruhn-Motorsport nicht zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann machten Dampf und eroberten das Treppchen. Die Neumann-Crew will das mit einem Wechsel zu AMG erreichen. Gedränge ist 2021 vor dem Stockerl angesagt. Viele wollen ganz nach oben aufs Podest.

    Gesamtsiege, das ist die eine Seite der Medaille. Die Titelkämpfe sind die andere Seite. Die einen wollen den Titel (Bender, Speck) verteidigen. Die anderen wollen ihn zurück erobern ("Denis G. Watt" (A) / Boris Schimanski) und es bleiben die Challenger (Gruhn-Motorsport und 3 Lamborghini-Teams aus Österreich und Deutschland) - es wird spannend.

    (HTS)

     Bender C07

    Foto: autosport.at - Dirk Hartung - Bender vor dem Start zur Titelentscheidung 2020 in Brno (CZ)

     

  • Jürgen Bender will den int. GT-Titel der P9-Challenge verteidigen

    08.02.2021

    Mit diesem Ziel geht das MCH-Ass in die GT-Saison 2021. Er, der P9-Champion 2020 schaffte das Unmögliche. Jürgen Bender gelang es als erstem Fahrer in der P9-Challenge-Geschichte, der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr. Den auf der Callaway-C07-Corvette von Callaway-Competition aus Leingarten 2020 erkämpften P9-Meistertitel will er auch 2021 wieder mit in seine Heimat Neckarsulm nehmen. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch einige Abstimmprobleme", so "Ben" beim Interview nachdenklich. "Wird ein Modell von seinem Hersteller weiterentwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Meisterschaft immer zuerst sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf die neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Einstellmöglichkeiten voll auszureizen. "Davon blieben wir natürlich auch nicht verschont", so Bender lächeln. Aber es gelang Callaway, der Sportwagenschmiede und Jürgen Bender "auf den Punkt" - "Die Suche nach einem optimalen Set up war eine Zeit mit sehr gemischten Gefühlen für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Marco, der "alte Hase" von der Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeitet, da geht es deutlich und recht zügig voran. Die Corona-Zeit trieb dazu den Saisonauftakt-2020 vor sich her wie ein Spielball. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie sehr lange von Dauer.

    Jürgen Bender wollte nach einigen Siegen als Gaststarter in den Jahren zuvor schließlich 2020 um den P9-Titel kämpfen. Mit diesem Ziel ging die Callaway-Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 an. Zu Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch recht plötzlich. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn-Leingarten produzierte GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. "Ein Problem das wir nicht alleine hatten", so Bayer. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. "Wir bekamen den Wagen anschließend bei den Rennen von Woche zu Woche besser in den Griff", so Bender. Das Team schoss sich sehr gut ein. Das Set up konnte über die Saison deutlich optimiert werden. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vormodell einige entscheidende Vorteile. (was das im Einzelnen ist - da schweigen die Spezialisten natürlich). Aber wie es so ist, und das nicht nur im GT-Rennsport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden. Das koste Zeit und auch einige Euro extra.

    Juergen Bender 2021-02-08

    Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Rennen zur P9-Challenge-Rennserie in Europa gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Aber auch das mit Erfolg. "Wir haben bei diesem Rennen Fahrwerkeinstellungen aussortieren können. In der P9-Saison, der Challenge und der Endurance konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9-Meisterschaft empor. Dazu der P9-Callenge-Titel. "Nicht schlecht", grinste er nach dem Finale in Brno (CZ) zufrieden.

    Der Endurancetitel wurde eine Beute von Hermann Speck auf einem für ihn neuen Porsche 991 GT3R. Bis Saisonmitte hatte dabei der junge Neueinsteiger aus dem hohen Norden, Max Frederik Gruhn auf Audi, die Nase noch vorne.

    Was die P9-Saison jedoch sehr deutlich werden ließ - auch die Modelle von AMG und Lamborghini waren und sind auch zukünftig nun nicht mehr zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann sowie die Lambo-Crew HB-racing (A) machten Dampf und drängen alle auf das Treppchen. Auch ihre Piloten wollen 2021 ganz nach oben aufs Stockerl. Es bleibt nicht heiß - es wird noch deutlich heißer.

    (HTS)

    Foto: autosport.at, Dirk Hartung

     

Archiv 2020

  • 2020 Meister mit P9-Top-Bilanzen

    Jürgen Bender und Hermann Speck - 2020 Meister mit P9-Top-Bilanzen

    26.11.2020

    Seit Bestehen der P9-Serie waren beide Wertungen ein klarer Fall für das Haus Porsche. Die GT-Wettbewerbe P9-Challenge und die P9-Endurance hatten die Kunden der Stuttgarter Sportwagenbauer seit Serienbeginn fest im Griff. Es waren immer Porsche-Piloten, die den P9-Titel in der P9-Challenge und der P9-Endurance erkämpften konnten.

    In der 2020 von der Corona gebremsten Rennsaison drängten im Titelkampf erstmals andere GT-Konstrukteure mit Macht auf die Plätze an der Sonne. Die Plätze an der Sonne - das sind jene begehrten Positionen bei denen sich die ersten 3 Fahrer gleich nach der Zieldurchfahrt im Parc fermé aus ihrem Boliden schälen um rüber aufs Siegertreppchen zu spazieren. Dabei gilt es viele Hände zu schütteln. Ganz oben mit viel Lob vom Streckensprecher nehmen die Gesamtsieger dann ihre Pokale entgegen. Jürgen Bender genoss das 2020 gleich sechs Mal.

    Die Porsche-Armada mit ihren GT-Routiniers am Steuer setzten sich in den Jahren zuvor bei den Rennen der P9 am häufigsten gegen die Frontkämpfer anderer GT-Fabrikate zur Wehr. Was sich vor Saisonbeginn zaghaft anzudeuten begann, wurde im Frühjahr zur belastenden Realität. - Leider - Corona bremste alles ein. Auch der ersehnte P9-Saisonauftakt musste um drei Monate verschoben werden. So feierte Sportpromoter Bernhard Fischer als nicht wie üblich bereits im Juni am Lausitzring die Krönung der inoffiziellen Halbzeitmeister seiner P9-Saison. Der Münchener Manager konnte zu Beginn des Sommers erst in der Lausitz seinen verspäteten Saisonauftakt in Angriff nehmen. "Ellenbogentouching" zur Begrüßung am Lausitzring von Manager Fischer und Racer Jürgen Bender, dem "neu Eingeschriebenen", nach reichlich P9-Gaststartererfahrungen.

    Natürlich schauen die Fans beim Auftakt der P9-Challenge zuerst auf den amtierenden Champions. Gelingt es den alten Meistern erneut vorne kräftig mitzumischen? "Denis G.Watt", dem amtierenden Champion der P9-Challenge aus Graz gelang das denn auch 2020 auf Anhieb. Er gewann die KL5 beim Auftakt vor seinem KRracing-Teampartner Michael Hollmann. Das KR-Fahrerduo aus Österreich bzw. aus Deutschland ging sehr gut gerüstet in die Saison. Alles lief, zwar wie vorgeschrieben mit Mundschutz, ansonsten aber ungebremst und sehr routiniert ab.

    "Mir ham dös schoo im Griff", so Manager Fischer und Franz nickte zustimmend. Besondere Spannung kam in der KL6 auf. Da geht es in aller Regel nicht nur um den Klassenerfolg, sondern immer auch um den Gesamtsieg. Dem dreifache P9-Endurance-Champion (2017, 2018, 2019), Hermann Speck aus Nürnberg, gelang in der Lausitz auf einem neuen Porsche 991 GT3R trotz Abstimmarbeiten gegen Ex-Porsche-Ass Jürgen Bender auf Anhieb ein ausgezeichneter 2. Klassenrang. Bender, der Neckarsulmer, saß erstmals in einer neuen C7-Callaway-GT3R. Er, in der P9 frisch eingeschrieben, meldete 2020 erstmals Titelambitionen an. "Der P9-Titel fehlt mir noch in der umfangreichen Sammlung", lächelte er. Gesamtsiege holte "Ben" bereits zuvor bei Gaststarts in der P9. Erstmals am Lausitzring schon 2014.

    Zum Saisonauftakt war Benders Team Sportwagenschmiede noch mit der Optimierung des Setup beschäftigt. "Daher hatten wir auch noch nicht in der P9-Endurance genannt. Erst einmal galt es bei den Sprints vorne richtig mit mischen zu können", so der Routinier aus Neckarsulm augenzwinkernd. Als Klassendritter beim Auftakt brillierte Heiko Neumann, der Vorjahres-Sieger von Brno (CZ) und Imola (I). Die Serienneueinsteiger HPracing unter Leitung von Ingenieur Daniel Weber holten mit Bernhard Löffler auf einem Lamborghini Huracán GT3 EVO den 4. Klassenrang. Ebenfalls für HP unterwegs holte sich Routinier Coach McKansy in Brno im grünen Lambo den Platz auf dem Stockerl. Mit den flachen Italienern aus Sant' Agata ist zukünftig sicher vermehrt zu rechnen. Nicht nur im Starterfeld, sondern vorne, da wo es um die Plätze auf dem Stockerl geht. "Die Jungs drücken mächtig nach vorne", so Manager Fischer. In der Klasse 4 setzte sich der zweifache-P9-Ex-Champion "Boris Schimanski" im schneeweißen Porsche mit der 444 erneut durch. Sich durchsetzen, das gelang in der Klasse 2 dem Österreicher Andreas Keplinger in einem Team HB-GT4 Caymann. Wird der Porsche Cayman 2021 das Maß der Dinge in der P9-KL2? Starkes Interesse am Mittelmotor-GT4 aus Weissach herrscht derzeit auf alle Fälle.

    In der P9-Endurance fuhren Senkrechtstarter Max Gruhn und Hermann Speck beim Auftakt an die Tabellenspitze. Ihre Taktik war richtig. Sie bestritten beide Stints alleine und punkteten so doppelt. Das Auftakt-Auftaktsiegerduo Hirsch/Schraml im AMG GT3 mussten die Punkte teilen. Vom Speed stand der Einsatz unter einem guten Stern. Beide waren um den Titel voll im Geschäft. Sehr gute Karten zu Saisonauftakt also für die Ingelheimer Equipe-Vitesse von Andy Herbst.

    Zweites P9-Weekend - dort in Hockenheim baute Jürgen Bender seine Tabellenführung in der Challenge weiter aus. Viel Abstimmarbeit an der im heimischen Unterland bei Ernst Wöhr produzierten, nagelneuen C7-Callaway-GT3-Corvette für die Crew der Sportwagenschmiede. Aber der Lohn stimmte am Ende. "Sieg und es ging in Richtung Titel. "So wünscht man sich das", meinte Jürgen Bender in Hockenheim happy. Und das im Kreise der Familie. In der Endurance rückte Porsche-Ass Hermann Speck aus Nürnberg dem Dannenberger Senkrechtstarter Max Gruhn gekonnt auf den Pelz. Der junge "Audianer" aus dem hohen Norden holte auf dem RS3 des Herrn Großpapa erneut klar den Klassensieg in der KL2. In Brno (CZ) gelang es dem Nürnberger Hermann Speck schließlich den 4. Endurance-Meistertitel zu gewinnen. 4 Titel in Reihe, Hut ab, oder doch eher Helm ab? "AudiMax" (Max Gruhn) fehlte beim Finale in der Tschechei. Damit war die Chance auf den Titel für ihn leider "futsch". Hermann Speck schlug zu. Jürgen Bender wurde von der internationalen Porschemeute "Denis G.Watt" (A), Hermann Speck, "Boris Schimanski", Heiko Neumann, Michael Hollmann, Andy Keplinger (A) und "Jack Crow" zu seinem ersten P9-Challenge-Titel gejagt. "Ben" war immer vorne. Die Jäger blieben Jäger. Der Titel ging zum ersten Mal nicht an einen Porschefahrer, sondern an Jürgen Bender auf einer Callaway-Corvette C7.

    Die "Saison mit Maske" ist Geschichte. Bleibt zu hoffen, dass die Verhältnisse sich 2021 deutlich entspannen werden. "Sehr disziplinierte Abläufe in der P9 Challenge und in der P9-Endurance machten 2020 aber in jedem Fall sehr geordnete Rennwochenende möglich", so Serienmanager Fischer in München zufrieden. "Dickes Lob an die Aktiven", fügte er noch hinzu und verschwand zu Bender in die Box.

    (HTS)

    Jürgen Bender - Hermann Speck

    Foto: autosport, Dirk Hartung - Die Meister 2020 - Bender (m) und Speck (r) im Glück

     

  • Letztes Rennen für Patrick Assenheimer in der Saison 2020

    Saisonfinale in der GT World Challenge Europe

    12.11.2020

    Nach erfolgreichen letzten Rennen, geht es für Patrick Assenheimer nun zum Abschluss der Saison 2020 nach Frankreich, dem letzten Rennen der GT World Challenge Europe.

    Auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet möchte Patrick Assenheimer vom 13. – 15. November zusammen mit seinen Teamkollegen Ezequiel Companc und TBC auf dem Mercedes AMG GT3 von Madpanda noch einmal eine starke Leistung präsentieren.
    Das Trio möchte bei diesem 6-stündigen Rennen alles daran setzen, um im Silver Cup vorne dabei zu sein.

    “Wir versuchen möglichst schnell ein optimales Setup für die Strecke zu finden und werden dann alles geben, um mit einem Podest-Platz im Silver Cup die Saison in der GT World Challenge Europe zu beenden.”, so Patrick Assenheimer.

    Das Renngeschehen können Sie online unter folgendem Link verfolgen:
    www.gt-world-challenge-europe.com/live

    Zusätzlich finden Sie weitere Informationen und aktuelle News & Ergebnisse unter:
    www.gt-world-challenge-europe.com

    (Wilfried Ruoff und Patrick Assenheimer)

     

  • Jubiläumssaison fürs Team aus Leingarten ohne viel Jubel

    Auch der GT-Masters-Abschluss in Oschersleben ist für Callaway Competition um Markus Pommer wenig versöhnlich. Die neue DTM mit GT-Autos ist für den Heilbronner Fahrer keine Option.

    09.11.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Die Verabschiedung fiel hektisch aus. "Nach dem Rennen mussten alle schnell zusammenräumen und los, ziemliche Aufbruchsstimmung. Mit Corona und all den Hygiene-Regeln kann man sich ja auch nur schwierig zusammenhocken", sagte Markus Pommer am späten Sonntagnachmittag, als er sich schon längst wieder auf dem weiten Heimweg Richtung Unterland befand.

    Gerne hätte der 29-Jährige mit Callaway Competition zum Abschluss noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch das GT-Masters-Finalwochenende in Oschersleben taugte der Corvette C7 dafür nicht. "Es war ziemlich schwierig mit diesen Temperaturen. Ich bin unsere beste Runde sonntags erst in Runde 36 gefahren. Wenn es kalt ist, ist es bei uns schwer", kommentierte Pommer die Plätze 13 und 14. Zum erhofften Rang in den Top Ten der Fahrerwertung reichte das nicht. Als 15. rauschte der Heilbronner gemeinsam mit Teamkollege Jeffrey Schmidt klar an diesem Ziel vorbei. Die Enttäuschung bei der Leingartener Equipe hielt sich in Grenzen. 25-jähriges Jubiläum feierte die erfolgreiche Corvette-Schmiede in dieser Saison - und hätte das freilich gerne mit deutlich mehr Podestplätzen als nur einem Sieg zelebriert. Eine Überraschung war der mäßige Verlauf der Runde dennoch nicht.

    Schwierigkeiten in der Einzelkämpfer-Rolle
    "Schon dass die Saison wegen Corona in den November rein ging, war wegen der ungewohnten Kälte ein Problem für uns. Dann kam noch ein neuer Reifen, den wir nicht so testen konnten", erklärt Markus Pommer. "Bei Mercedes, Audi und Porsche gibt es viele Teams und Informationen von den Werken - wir sind ein kleiner Einzelkämpfer, das ist dann wirklich schwierig. Zusätzlich war es mit zwei neuen Teams auch nochmal härter."

    Michael Ammermüller und Christian Engelhart sicherten sich in ihrer ersten Saison mit SSR Performance im Porsche 911 GT3 R direkt den Titel. "Auch die Fahrerpaarungen sind alle stärker geworden", betont Pommer: "Es wird im nächsten Jahr sicher nicht einfacher. Es wird immer professioneller. Ich merke schon, wie es jedes Jahr schwieriger wird, um den Titel zu fahren. Da müssen wir mehr machen. Öfter testen, wenn man wieder darf." Das klingt nach Fortsetzung, oder? "Vor Weihnachten werde ich wahrscheinlich noch keine Entscheidung treffen, das wird eher danach geklärt. Jetzt geht ja mit dem Lockdown eh nicht viel. Man muss auch erstmal warten, wie es sich nächstes Jahr entwickelt und ob der Zeitplan haltbar ist. Eine Saison wie letztes Jahr wäre natürlich besser mit Frühjahr und Sommer."

    Die neue DTM mit GT-Autos ist für Markus Pommer jedenfalls keine Option - so viel ist sicher: "Vom Format ist ja noch gar nicht alles geklärt. Die GT Masters bleibt meiner Meinung nach die Topserie - es macht schon Spaß, da mitzufahren."

    Rauskommen aus dem Renn-Simulator
    Trotzdem verspürt Markus Pommer wenig Lust, sich so schnell wieder in einen Renn-Simulator zu setzten, auch wenn der Teil-Lockdown wenig Raum für die neue Zeit am Wochenende lässt. "Aber da bin ich zuletzt wirklich genug drin gesessen", sagt Pommer mit einem Schmunzeln.

    An diesem Montag geht es für ihn ganz gewohnt zur Arbeit in den elterlichen Betrieb und an den Schreibtisch, um seine Master-Arbeit fertig zu stellen. Mit Callaway Competition setzt er sich dann in den nächsten Wochen in aller Ruhe zusammen. Dann, wenn es etwas weniger hektisch ist.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 09.11.2020

     

  • Jürgen Bender bekam seine Meister-Trophäen 2020 "frei Haus" geliefert

    Motorsport - Meisterehrung fast ganz privat

    02.11.2020

    Man erlebt doch immer neue "Spezials". Jürgen Bender hat 2020 ja bereits die P9-Challenge gewonnen. Wo P9-Manager Fischer die Meisterpokale überreichen wird ist noch nicht entschieden. Corona und deren Folgen bremsen auch diese Feier zeitlich unabsehbar ein.

    2017 war Jürgen Bender in einer Callaway C6-Corvette erstmals STT-Champion. In diesem Jahr konnte der Neckarsulmer MCH-Fahrer nur 6 von 8 Meisterschaftsrennen bestreiten. "Ben" landete in der Division 1 am Ende auf Rang 2 hinter dem Champion und GT-Profi Uwe Alzen (AUDI R8). Dazu holte sich unsere MCH-Crew Jürgen Bender (Neckarsulm) und Marco Bayer vom Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) in der neuesten C/-Callaway-Corvette auch den Titel des STT-Gentleman-Championats und Klassenpokal.

    Meisterehrung Jürgen Bender

    Die STT-Meisterehrung 2020 fiel Corona zum Opfer. Veranstalter Rolf Krepschik verpackte die Ehrenpreise und lieferte "seinem Ex-Champion Jürgen" dessen Pokale direkt nach Neckarsulm ins Haus. Absolut einmalig. "Das gab es in der Tat zuvor so wohl noch nie", strahlte GT-Ass Jürgen Bender am Wochenende. Strahlen, das tat auch Serienboss Rolf Krepschik. "Na dann bis zur nächsten Meisterschaftsfeier. So wie 2019 beim Klaus in Barweiler. Aber dann strahlen wir doch wohl wieder alle zusammen". Ein Ellenbogen-Stoß zum Abschied und weiter ging die Fahrt zur Pokal-Übergabe 2020 für Rolf Krepschick Richtung Südosten.

    (HTS)

    Foto: Team Sportwagenschmiede - Jürgen Bender (li.), Rolf Krepschik (re.)

     

  • Ein paar Pünktchen, aber kein Podium für Callaway

    Trotz eines zweiten Startplatzes bekommen Markus Pommer und Callaway Competition die PS nicht auf den nassen Asphalt des Lausitzrings. Am nächsten Wochenende steht der Saisonabschluss auf dem Programm.

    02.11.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Als Markus Pommer am Sonntagnachmittag das Cockpit der Corvette C7 übernahm, war die Chance auf satte Punkte auch schon wieder passé. Am Ende blieben nur die paar Pünktchen des glücklichen achten Platzes vom Samstags-Lauf.

    Dabei hatte Tag zwei auf dem Lausitzring für sein Leingartener Callaway-Competition-Team so vielversprechenden begonnen, Jeffrey Schmidt im Qualifying mit Startplatz zwei die Sonne gelacht. Dem Schweizer war es sonntags gelungen, früh eine starke Runde zu setzen, bevor fast alle anderen Zeiten von einsetzendem Regen weg gespült wurden. Die Nässe auf der Strecke gefiel dem Corvette-Duo dennoch ganz und gar nicht.

    "Es war klar, dass es im Regen schwierig für uns wird. Bei nasskaltem Wetter fehlt uns gerade einfach zu viel. Letztlich war es ein regnerisches Wochenende und nicht mehr drin", gestand Markus Pommer. "Wäre es trocken geblieben, wäre wahrscheinlich richtig was gegangen." Doch so schwammen die Chancen der Leingartener Equipe davon.

    Nur als 18. über die Ziellinie
    Bereits in der ersten Runde fiel Pommers Teamkollege Jeffrey Schmidt am Sonntag auf den fünften Rang zurück. Die Corvette brachte ihre PS einfach nicht auf den glatten Asphalt des feuchten Lausitzrings. Immer weiter schlingerte Schmidt nach hinten und übergab das Auto schließlich auf Position neun an Markus Pommer. Zwar stoppte der leichte Regen und es brach langsam die Sonne durch, "aber die Strecke ist nie wirklich abgetrocknet".

    Trotzdem war die Pace der Corvette in der zweiten Rennhälfte deutliche besser. Pommer konnte sich den Positionskämpfen mit starken Konkurrenten stellen - bis ihn eine Lamborghini drehte und ins hintere drittel des Feldes schlittern ließ. So konnte Pommer nur noch als 18. ins Ziel kommen. Seine Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen.

    Bereits beim ersten Qualifying am Samstag hatte der Heilbronner im Regen gemerkt, dass auf nasser Strecke nichts zu gewinnen sein wird: "Ich habe eigentlich ein gutes Fenster erwischt und konnte voll ans Limit gehen - trotzdem war nicht mehr als der 17. Startplatz drin." Insofern stimmte ihn der achte Platz des Samstags sogar ein bisschen versöhnlich: "Das hatten wir auch mal ein bisschen Glück."

    Chaotisches Regenrennen am Samstag
    Denn die Stärke der Callaway-Competition-Corvette war es nicht, die Pommer und Jeffrey Schmidt satte neun Plätze gutmachen ließ. Im chaotischen Regenrennen hatte es Zeitstrafen für die Konkurrenz gehagelt. Schmidt schaffte es aber, den schwimmenden Dienstwagen ohne einen Verstoß gegen die Tracklimits durchs aufgewühlte Feld zu lenken.

    Bereits am nächsten Wochenende steht der Saisonabschluss in Oschersleben an. Chancen auf den Titel oder wenigstens die Topplätze haben die Leingartener nun nicht mehr. Dennoch wollen sie sich noch einmal mit einem manierlichen Ergebnis von einer schweren Runde verabschieden. Wollen sie eine Chance haben, sollte ihnen aber noch länger die Sonne lachen.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 02.11.2020

     

  • STT-Gentleman-Champion 2020 und Zweiter der Division-1

    STT - Corona hat mitgemischt

    29.10.2020

    Das STT-Finale 2020 sollte am Nürburgring ausgetragen werden. Aber dieses, mit großer Spannung erwartete Rennwochenende fiel 2020, nur eine Woche nach der Formel 1 an gleicher Strecke, leider der Corona Pandemie zum Opfer.

    Jürgen Bender, als in dieser Saison außerordentlich erfolgreicher MCH-Fahrer - "freut mich zu hören, aber den grandiosen ADAC-GT-Masters-Sieg vom unserem Club-Kameraden Markus Pommer gegen die GT-Profis am Sachsenring bitte nicht vergessen", meldete sich Jürgen mit einem Lächeln lobend  zu Wort.

    Doch zurück zur STT. Bei zwei Meisterschaftsläufen der Serie war Bender nicht am Start. "Zu dem Zeitpunkt wurde nicht nur mir, sondern auch Teamchef Bayer klar, dass das Blatt in Richtung STT-Titelkampf nicht mehr zu wenden war", so Bender. Renningenieur Bayer nickt zustimmend.

    Jürgen Bender gewann die STT-Trophy bereits 2017. Er trat 2020 nicht nur in dieser international ausgeschriebenen Rennserie zum Kampf um den Titel an, sondern auch in der ebenfalls int. ausgetragenen P9-Challenge. "In der P9 flutschte es 2020 bestens, in der STT dagegen von Beginn an nicht wie erwartet", so Bender. Wo lagen die Gründe dafür?

    In der Trophy waren 2 GT-Modelle am Start, die von der Motorleistung her klar überlegen zu sein schienen. In einer Rennserie müssten in jeder Division gleich starke GTs am Start sein. Ist das nicht so, dann sind für die anderen Starter schlichtweg keine Klassensiege und kein Meistertitel möglich. So einfach ist das nun mal leider. Ein gemeinsamer Meisterschaftslauf beider Serien (STT/P9) ließ diese Problematik auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim deutlich sichtbar werden. Die Alzen-Brüder, Profi Uwe und dessen Bruder Tuner Jürgen Alzen, zogen Bender beim Beschleunigen aus den Kurven heraus beide problemlos weg. In der nächsten Kurve aber war denn wieder zu. Einen Weg vorbei gab es für Bender an dem Duo nicht. Die Strecke war schlicht und ergreifend für ihn dicht. "Mit der Brechstange, das wäre sinnlos gewesen. Hohe Schäden wären fast sicher die Folge. Und beim anschließenden Beschleunigen wären die Gegner ansonsten eh wieder vorbeigekommen", resümiert der Neckarsulmer Reifenspezialist.

    Am Saisonende gelang es Jürgen Bender sich noch auf den 2. Platz in der Division 1 vorzukämpfen. Profi Uwe Alzen kassierte in der STT-Trophy jeden Gesamtsieg. Bender 2020 also in der Zange der Alzenbrüder? "Das könnte man so sehen", so der schnelle Unterländer.  "Am Saisonende war ich schlussendlich froh, dass ich mich noch als Divisionszweiter zwischen die Alzen-Brüder kämpfen konnte", so Bender. Die Chance zu siegen war unter den gegebenen Umständen nicht vorhanden. Die Gesamtzahl der Punkte gab 2020 also nicht mehr als ein 2. Rang in der Division 1 der STT her".

    Jürgen Bender

    Die Gentleman-Wertung konnte Jürgen Bender jedoch problemlos gewinnen. Selber sportlich immer topfit am Start, landete er dort klar vorne.

    In der Tabelle lagen Klassensieger Uwe Alzen (Audi) und Ralf Glatzel (Ford) punktgleich vorne. Sie gewannen Ihre Divisionen. Dahinter der junge 3. Divisionssieger Max Frederik Gruhn (Audi).

    "Ob es Sinn macht mit einem reinrassigen GT3-Auto in der STT 2021 anzutreten, scheint aus heutiger Sicht für mich nach dem derzeitig geltenden Reglement nicht unbedingt zielführend", so P9-Champion Jürgen Bender nachdenklich. MCH-Mann Marco Bayer von Team Sportwagenschmiede nickt zustimmend.

    2021 - quo vadis für Bender und Bayer? 

    (HTS)

    Foto: Team Sportwagenschmiede Motorsport - Bender vorbildlich mit Maske auf dem Podium

     

  • Assenheimers Aufholjagd endet auf Platz vier

    Assenheimers Aufholjagd endet nach turbulentem Rennen auf Platz vier

    28.10.2020

    Die 24-Stunden-Hatz in Spa wurde zu einem turbulenten Rennen. Es war das Saison-Highlight der GT World Challenge Europe in Belgien. Mit am Start waren der Unterländer Patrick Assenheimer und seine Fahrerkollegen Ezequiel Companc, Ricardo Sanchez und Juuso Puhakka.

    Das Quartett durchlebte auf der Strecke eine Achterbahnfahrt der Gefühle - und dies in einem extrem stark besetzten Fahrerfeld über die vollen 24 Stunden. Nach misslungenem Auftakt war die Freude am Ende groß über Platz vier im Silver Cup und Gesamtrang 26.

    "Ich bin stolz darauf, dass wir, obwohl wir schon nach dem ersten Stint mehrere Runden Rückstand hatten, nie aufgegeben und weitergekämpft haben", sagte ein zufriedener Assenheimer.

    Auf dem Mercedes AMG GT3 vom Team Madpanda kämpften sich Patrick Assenheimer und seine Kollegen trotz eines frühen Rückstandes wegen Problemen beim Boxenstopp im Feld wieder nach vorne. Und das vor dem Hintergrund widriger Wetterbedingungen, die das Fahrerfeld vor extreme Anforderungen stellte.

    Aber mit hervorragenden Zeiten unterwegs und einer Top Performance am Tag und vor allem in der Nacht, versuchte das Team den frühen Rückstand Stück für Stück zu minimieren. Was dann letztlich auch erfolgreich umgesetzt wurde. Von ganz hinten fuhren Assenheimer und Co. auf Platz vier in Schlagweite zum Podium. red

    Quelle:  Heilbronner Stimme vom 27.10.2020

     

  • Am Boden statt beflügelt: Auch Red-Bull-Ring gibt Pommer keinen Auftrieb

    19.10.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Das GT-Masters-Wochenende war für die Liga der Supersportwagen ein besonderes. Der Sonntagslauf in Spielberg war schließlich das 200. Rennen der Serie und somit historisch wertvoll. Am Red-Bull-Ring wurde also auch hier und da ein bisschen zurückgeschaut. Im Blickpunkt befand sich dabei auch immer wieder das Corvette-Team Callaway Competition aus Leingarten, das die GT-Masters-Geschichte mit geprägt hat. Ob ehemalige Meister wie Jules Gounon, Rekordsieger Daniel Keilwitz oder Skisprungstar und Ex-Rennfahrer Sven Hannawald - keiner hat die Zeit bei der Equipe aus dem Unterland vergessen.

    Die Gegenwart ist bei Callaway Competition hingegen gleichwohl zum Vergessen. Nach dem kurzen Höhenflug mit Saisonsieg eins am Sachsenring, sind die Leingartener wieder da angekommen, wo sie sich in den bisherigen zehn Läufen so mühevoll bewegen - auf dem harten Boden. Es bleibt eine Seuchensaison. 21. am Samstag, 18. am Sonntag, die Ansprüche sind klar andere. Gerade auf dem Red-Bull-Ring, wo die Corvette eigentlich all ihre Stärken ausspielen kann.

    "Es war eiskalt, auf den Bergen lag Schnee. Vergangene Saison war das alles im Hochsommer, was dem Auto deutlich besser liegt", sagte der Heilbronner Callaway-Competition-Fahrer Markus Pommer. Es war nicht sein einziges Problem. Bereits im Qualifying plagte ihn die erste Panne, als der Funk nicht funktionierte. So konnte keiner des Teams ihn darauf hinweisen, dass die Rennleitung ihn außerhalb des Tracklimits sah. Fast all seine Runden wurden hinterher gestrichen, was den letzten Startplatz bedeutete.

    "Von ganz hinten, mit 30 Kilo und vollgetankt war es richtig schwer", sagte Pommer. Von Position 13 gestartet, lief es dann sonntags trotz eines schlechten Starts besser. "Das Auto war im Rennen richtig gut, sehr schnell - fast wie im Vorjahr", berichtete Markus Pommer.

    Das Problem: Die Rennleitung sah wieder viele Regelverstöße beim Tracklimit. Auch bei Callaway Competition: "Das war schon eine sehr komische, unkonstante Linie, samstags haben sie das gar nicht geahndet." Für die Leingartener ist die Richtung gegenwärtig hingegen klar: es geht nicht nach vorn. 

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 19.10.2020

    Foto: ADAC

     

  • Jürgen Bender - Glückwunsch zu P9-Challenge Meistertitel 2020

    Absage vom Saisonfinale auf dem Nürburgring

    16.10.2020

    "Die Absage der ADAC-Westfalen-Trophy auf dem Nürburgring habe ich mir natürlich nicht gewünscht", so ein leicht enttäuschter Jürgen Bender. Denn der Neckarsulmer Ingenieur hatte bereits alles zur Abreise Richting "Grüne Hölle Nürburgring" bereit gemacht. Das Team Sportwagenschmiede verlud die schwarze GT3R Callaway Corvette C7 nach dem Doppelsieg im Tschechischen Brno am Montag. Überprüft und verladen, es konnte zum Finale gehen. "Wir waren einsatzbereit", so Benders Renningenieur Marco Bayer aus Erlenbach. Auch er wie Bender ein MCH-Mann. 2020 hat sie der Erfolg verwöhnt.

    Jürgen BenderFoto: HTS - P9-Champion 2020 - Jürgen Bender

    Doch dann in den späten Nachmittagsstunden die überraschende Rennabsage. Was am letzten Wochenende beim Formel 1-WM-Einsatz noch "gestemmt" werden konnte, schien dem Westfälischen Veranstalter oder der Nürburgring GmbH für das kommende Wochenende unerwartet Probleme zu bereiten.

    "Einen Ersatztermin können wir 2020 nicht mehr bekommen", so Serienpromoter Bernhard Fischer am Mittwoch. Er hatte das auf der Formel-1 Rennstrecke von Imola (I) geplante Finale bereits auf den Nürburgring verlegen müssen. Und nun hatte der Ring ebenfalls Probleme.

    Für den Neckarsulmer GT-Routinier Jürgen Bender ist es jetzt an der Zeit Bilanz für 2020 zu ziehen. Die fällt sehr gut aus. "In der STT haben wir 2020 noch Einsätze vor uns", so Bender. Dort konnte der Unterländer nicht alle Rennen bestreiten.

    Die Callaway-Truppe konzentrierte sich auf die P9-Challenge-Serie. Nach Absage der Rennen in Österreich zu Saisonbeginn fielen die Entscheidungen bei 6 Starts in Deutschland und der Tschechoslowakei.

    "Mit unserem zur Verfügung stehenden nagelneuen C7-Modell gelang es Jürgen trotz später Auslieferung und nicht ganz abgeschlossener Testfahrten alle Meisterschaftsläufe zu gewinnen", so Hersteller Ernst Wöhr. Eine so brillante Erfolgsbilanz wie 2020 konnte Jürgen Bender als Mitglied vom Motorsport Club Heilbronn bisher in der Form nicht verbuchen. Alle P9-Challenge-Einsätze als Gesamtsieger beendet, Siegerkönig der P9-Veranstaltungen 2020 und Gewinner der P9-Challenge Meisterschaft. Auf Platz 2 der Serie landet der amtierende Meister der Serie aus Österreich, "Denis G. Watt" (Porsche 991 GT3 Cup) vor dem mehrfachen P9-Endurance-Champion Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) sowie dem Meister der Serie von 2013 und 2018, Boris Schimanski (Porsche 991 Cup).

    Fast hätte es sogar noch einen Titelträger auf einem Audi RS3 in der P9 gegeben. Nach perfektem Saisonbeginn ließ der 20jährige Max Frederik Gruhn die Rennen in Brno (CZ) aus. "Andere Verpflichtungen" so der Teamchef. Da das P9-Finale anschließend ins Wasser fiel, war Maxis nahezu sicherer Titel in der P9-Endurance leider beim Teufel". Shit, happens, so die Engländer in solchen Situationen achselzuckend. Erste Rennsaison und gleich ein Titel - das wäre es gewesen. 

    (HTS)

    Foto: HTS - P9-Champion 2020 - Jürgen Bender

     

  • Jürgen Bender im P9-Finale am Nürburgring

    Am Nürburgring geht Klaus Abbelen neben Jürgen Bender im P9-Finale an den Start

    14.10.2020

    Sie sind am Nürburgring eine Legende, Klaus Abbelen und sein Team aus Barweiler, nur einen Steinwurf vom Ring entfernt. Rennen fährt der Team Frikadelli-Eigner Klaus Abbelen schon ewig. Sein Team in der jetzigen Form wurde 2005 in Barweiler mit 15 Mitarbeitern aus dem Boden gestampft. Egal welche bedeutenden GT-Veranstaltungen am Ring laufen, Klaus Abbelen und seine Crew setzen zusammen mit den richtigen Co-Drivern dort immer einen Maßstab - wirklich immer. Modelle von Porsche und seit einem Jahr auch einem LMP3, einem Ligier JS P3 sind das Einsatzgerät des Teams. Gerät übrigens stets vom Feinsten.

    Jürgen Bender (l)und Klaus Abbelen (r) Foto Michael Perey autosport.at Foto: autosport.at, Dirk Hartung, Michael Perey - Bender (L) und Abbelen

    Die Premiere seines neuen Ligier feierte Klaus Abbelen beim American Fan Festival 2019 in Hockenheim. Beim Debüt gelang es dem GT-Hero aus der Eifel im Rahmen des "kleine nat. Le Mans" (PCC/STT/P9)  STT-Sieger Jürgen Bender (Callaway-Corvette C6 GT3R) bereits sehr nahe zu kommen. Lauf 2 ging in der glühenden Hitze von Hockenheim dann an Abbelen. "Mein GT auf der Basis eines straßenzugelassenen GT-Sportwagens ist deutlich schwerer als der Ligier den Klaus fährt. Sein LMP3 Rennwagen bringt 20 Kg weniger auf dei Waage. Da habe ich vom Start weg bis hin zur ersten Kurve natürlich schlechte Karte", bemerkt MCH-Ass Bender leicht resigniert.

    Beim Finale der P9-Challenge und der STT, genau eine Woche nach dem Formel 1-WM-Lauf auf dem Nürburgring, wird man erneut einen Kampf der Giganten erleben können. Ring-Legende Klaus Abbelen kontra P9-Siegerkönig Jürgen Bender treffen wieder aufeinander. Ligier LMP kontra Callaway C7. Aber das ist nicht alles. In der P9 geht es dazu beim Serienfinale um den Titel. "Denis G. Watt", amtierender P9-Meister aus Österreich könnte, wenn er startet, den Titel noch holen. Hermann Speck könnte das ebenfalls schaffen. Aber es würde knapp, sehr knapp. Beide Porschefahrer brauchen ein gutes Ergebnis gegenüber wenig neuen "Nürburgring-Punkten" auf der Liste für Bender. Tabellenführer ist wie gesagt, Jürgen Bender. Und der Neckarsulmer wird nach Doppelsiegen am Lausitzring, in Hockenheim und in Brno (CZ) am Ring wohl schwerlich außer Form geraten.

    Team Motopark aus Oschersleben mit Heiko Neumann am Steuer seines Porsche GT3R wird auch am Ring seine P9-Tabellenposition einmal mehr deutlich verbessern können. Und das nicht nur um eine Position - zumindest aus meiner Sicht kann das klappen. Sehr bemerkenswert für einen Fahrer, der im Umfeld der Oscherslebener Gründerfamilie Rumpfkeil erst sehr spät mit dem Automobilsport begann.

    Team Zebra-Motorsport Routinier Jack Crow wird am Ring erwartet. Ob Teamchef Jürgen Stoll einen 2. Fahrer dabei hat, das ist noch unklar. Dazu sehen wir Michael Brode aus München im 991 GT3 Cup am Ring. Er ist erstmals in der P9 am Start. Das aber auf alle Fälle hoch motiviert. Ob auch ein AMG am Start sein wird? Und wer es ist, das wird Team equipe-vitesse bekannt geben. Und der Shootingstar vom P9-Saisonauftakt im Audi RS3 - am Ring ist ein Einsatz geplant. Der Titelkämpfer der P9-Endurance könnte sich auch in der P9-Challenge noch problemlos in die erste Hälfte der Tabelle katapultieren.

    Anreisen wird Max Versta... -  ne, nicht Verstappen, sondern Junior Max Frederik Gruhn auf Audi RS3. Abladen wird er am Ring, fahren ebenfalls, nur in der P9 nennen muss er noch. "Oder hat er schon", meint Manager Fischer nachdenklich? 

    (HTS)

    Foto: autosport.at, Dirk Hartung, Michael Perey - Bender (L) und Abbelen

     

  • Frank Sperrfechter erringt einen Klassensieg beim Finallauf zur Slalom-DM

    Spannendes Vierfachfinale zur Deutschen Automobil Slalommeisterschaft in Berlin

    13.10.2020

    Der Fachausschuss Automobilslalom des DMSB (Deutscher Motorsport Bunde) hatte – bedingt durch die Corona-Pandemie - eine komprimierte Deutsche Slalommeisterschaft aus Level 1 und Level 2 Veranstaltungen benannt, bei der dann alle Veranstaltungen überbucht und extrem stark besetzt waren. Am Wochenende fand nun das Vierfachfinale auf dem Driving Center Groß Dölln bei Berlin statt. Hier konnten die 100 punktbesten Automobilslalomcracks Deutschlands durch Pylonentore und Gassen wedeln – darunter mit Frank Sperrfechter auch ein Fahrer vom Motorsportclub Heilbronn.

    Frank Sperrfechter

    Beruflich bedingt konnte Sperrfechter lediglich drei Vorläufe absolvieren und war somit beim Kampf um die DM-Krone ohne Chance. „Spaß haben, einfach just for fun die Slalomelite treffen, noch ein paar technische Veränderungen testen“ so das Motto von Frank vor der Abreise. Mit seinem legendären Opel Kadett C Coupe – damit gewann der MCH’ler 2011, damals noch in der 210 PS starken 8V-Variante, die Deutsche Slalommeisterschaft – steigerte sich Sperrfechter von Rennen zu Rennen. In der leistungsstarken Klasse bis 2000ccm der getunten Gruppe H-Boliden erreichte er am Samstagvormittag Platz sechs und Samstagnachmittag gelang mit Platz drei erstmals der Sprung aufs Podest.  Sonntagvormittag dann bei Lauf drei der zweite Platz, nur knapp hinter dem Routinier und mehrfachem Meister Reinhard Nuber (Isny/Racing Team Süd) im Sechszylinder-BMW 320 WTCC. Am Nachmittag dann der große Wurf. Sperrfechter donnert am absoluten Limit mit seinem 265 PS starken 16V-Kadett Klassiker mit einer einzigen hundertstel Sekunde vor Dennis Zeug (MSRT Freiamt/Opel Kadett C Coupe 16V) über die Ziellinie. Klassensieg und Gesamtrang zwei, lediglich Lokalmatador Martin Skrzipietz im H-Überliter BMW 330 iS war den berühmten Tick in der Gesamtwertung schneller. Die Freude bei Sperrfechter riesengroß, zumal Dennis Zeug in sieben von acht Vorläufen jeweils Gesamtsiege gefahren hatte und sich in Addition aller Slalomrennen die Deutsche Vizemeisterschaft sicherte. „Samstags zwei ultraschnelle Rennslaloms, sonntags dann etwas selektiver und fahrerisch extrem anspruchsvoll, das 2020er-Vierfachfinale war einzigartig, der Klassensieg das Tüpfelchen auf dem i in dieser für mich sehr kurzen Saison“, resümiert der 46jährige Frank Sperrfechter.

    Mit demselben Flitzer war auch Sperrfechters Freund, der Neckarwestheimer Thomas Claus zwischen den Pylonen unterwegs Der KFZ-Meister betreut den C Kadett seit Jahren technisch und hat zusammen mit Sperrfechter in Berlin das neue Fahrwerk Rennen um Rennen feinjustiert. Ein zehnter, dann ein siebter und sonntags zwei sechste Klassenplätze waren das Ergebnis. „In dieser aus Fahrzeug-, und Fahrersicht einzigartigen Klasse für mich ein tolles Ergebnis, das Berlin-Finale war eine Reise wert“ erklärt der 55jährige begeistert.

    Der deutsche Slalommeister 2020 heißt Marcel Hellberg, startet für den ADAC Ostwestfalen Lippe und steuerte bei den Berlin-Finals einen BMW 318 is E36 in der seriennahen Klasse G3 – die Vorläufe bestritt Hellberg in einem VW Polo in der 1300ter Klasse der getunten Gruppe H. 

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Pommer schafft Sprung auf das oberste Podest

    Nach vielen Frustmomenten im GT-Masters hat Callaway Competition am Sachsenring das nötige Glück für den ersten Sieg

    06.10.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Seinen ersten Saisonsieg realisierte Markus Pommer erst einige Kurven hinter der Ziellinie des Sachsenrings. Als Zweiter des GT-Masters-Klassements hatte der Heilbronner am Sonntag die schwarz-weiß karierte Flagge gesehen. Eine richtig gute Leistung des Corvette-Piloten und seines Teamkollegen Jeffrey Schmidt. Doch es sollte noch besser kommen für das Callaway-Competition-Duo. Die frohe Kunde erreichte Pommer beim Ausfahren per Funk. Plötzlich ballte der 29-Jährige immer wieder die Faust vor Freude. Seine Leingartener Equipe hatte ihn informiert, dass der Franzose Franck Perera im führenden Lamborghini nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekommen hatte - und Markus Pommer damit noch an die Spitze gesprungen war. Perera hatte bei einem Restart in der Endphase des turbulenten achten Laufs für den Geschmack der Rennleitung zu oft mit dem Bremspedal gespielt. Eine harte Entscheidung.

    "Mich hat es hinter ihm nicht gestört. So viel Sportsmann bin ich, dass ich das auch nicht gemeldet habe. Ich hätte lieber aus eigener Kraft gewonnen", sagte Markus Pommer nach seinem zugesprochenen Sieg. Er konnte den Ärger der Lamborghini-Crew bestens nachvollziehen. Schließlich war die erste Saisonhälfte immer wieder unglücklich für die Mannschaft aus dem Unterland verlaufen. Mit der Kehrtwende am ungeliebten Sachsenring, wo die Corvette C7 GT3-R ihre Stärken in der Vergangenheit kaum ausspielen konnte, wollte vorab niemand so wirklich planen.

    Corvette C7 Sachsenring Foto: ADAC  Foto ADAC 

    Sicher, auf ein versöhnliches Ergebnis hatte man bei Callaway nach den vielen Enttäuschungen schon gehofft, aber der Sieg? "Es lief ja bisher einiges schief für uns, von daher ist der Erfolg umso schöner", sagte ein seliger Jeffrey Schmidt.

    Der Schweizer hatte sonntags ein starkes Qualifying abgeliefert und Startplatz sechs eingefahren. Im Rennen legte Schmidt dann noch einmal nach und übergab die Corvette beim Fahrerwechsel auf Rang zwei an Markus Pommer. Der Heilbronner hielt die Position und war immer wieder dicht dran an Perera. "Ich habe ihn bis zum Schluss attackiert - hätte ich gewusst, dass er eine Strafe bekommt, hätte ich auch ein bisschen rausnehmen können", sagte Pommer schmunzelnd.

    Schon am Samstag war beim siebten von 14 GT-Masters-Rennen ein leichtes Lächeln zurückgekehrt. Als 14. gestartet, arbeitete sich das Callaway-Competition-Duo auf einen versöhnlichen achten Platz vor. Am Sonntag sollte sich dann mit einem Quäntchen Glück ein großes Grinsen im Gesicht der zuletzt so gebeutelten Leingartener Mannen breit machen. Der nächste Erfolg soll nun zudem möglichst frühzeitig realisiert werden.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 05.10.2020

     

  • P9-Siegerkönig 2020

    Reichlich Einsätze 2020 für Jürgen Bender

    04.10.2020

    An jedem Veranstaltungswochenende für GT3-Rennwagen sind heiße Schlachten um Pole, Sieg und die schnellste Rennrunde angesagt. Das gilt für die Sprintrennen der P9-Challenge und die Einstundenrennen der P9-Endurance mit Fahrerwechsel gleichermaßen. Spannung der ganz besonderen Art für alle Racefans ist auf alle Fälle an jedem Renntag gesichert. Und das betrifft die Kämpfe in jeder Klasse im Starterfeld, aber ganz besonders für den Kampf um den Gesamtsieg des jeweiligen Meisterschaftswochenendes.

    Neben den Rennen der STT-Trophy gab das Team Sportwagenschmiede von MCH-Mitglied Renningenieur Marco Bayer aus Erlenbach zusätzlich noch eine Nennung für die Serie der P9-Challenge ab. Reichlich Einsätze 2020 also für Vollblutracer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Der außergewöhnlich große Einsatz, insbesondere in der P9-Challenge, scheinen sich für Bender und die Crew der Sportwagenschmiede zu lohnen. STT-Champion war Bender 2017 bereits. Nun sollte der Titel in der P9 ebenfalls gewonnen werden.

    In den letzten Jahren puschen die Medien neben den Kämpfen um die angestrebten Meistertitel eine weitere Bestleistung zu einem, wenn man so will, "inoffiziellen Titel" im Rennsport hoch. Man lobt in neuerer Zeit den "Siegerkönig" einer Rennserie aus. Den Fahrer mit den meisten Gesamtsiegen einer Saison. Da die Meisterschaften in aller Regel über die Erfolge in den jeweiligen Hubraumklassen erkämpft werden, schenkte man hart erkämpften Gesamtsiege zunehmend weniger Beachtung. Das ändern die Medien durch besonderes Lob für die Siegerkönige der Rennserien. Diesen Titel - P9-Challenge-Siegerkönig 2020 hat Jürgen Bender vor dem Finale auf dem Formel-1-Kurs des Nürburgrings in dieser Saison bereits vorab sicher in der Tasche. 

    Die P9-Serie trägt mit Rennen in Deutschland und der Tschechei 2 Meisterschaften mit 11 Rennen aus. Das sind die Sprintserie P9-Challenge und die P9-Endurance mit zulässigem Fahrerwechsel, eine Art Langstrecke für GT-Modelle.

    In Folge Corona mussten 2020 Renntermine in Italien und Österreich gecancelt werden. Die bisherigen 6 Sprintrennen der P9-Challenge wurden von Team Sportwagenschmiede mit Jürgen Bender auf einer GT3 Callaway-Corvette Z07 gewonnen. "Hatten die Jungs zu Saisonbeginn noch mit der Suche nach einer optimalen Fahrwerksabstimmung zu kämpfen, so schien bei der Challenge in Hockenheim ein befriedigender Stand erreicht zu sein", so P9-Manager Fischer. Jürgen Bender gewann in Hockenheim beide Sprintrennen. Und das gelang nach einem erneuten Eingriff ins Fahrwerk auch zuletzt im Tschechischen Brno.

    Da sich bei den Rennen der P9-Endurance 2 Fahrer einen Sieg teilen können, ergab sich dort folgende Siegerliste. Hermann Speck aus Nürnberg gewann mit AKA auf einem Porsche 991 GT3 Cup in Hockenheim. Er fuhr beide Turns selber. Das Duo Mario Hirsch/Dominik Schraml aus Bayern gewann auf einem AMG-Mercedes GT3 EVO von Team Equipe-Vitesse aus Ingelheim den Endurance-Saisonauftakt auf dem Lausitzring. In Brno holten sich zuletzt die Piloten vom Team Motopark aus dem Raum Magdeburg-Oschersleben auf einem Porsche 997 GT3R den Endurancesieg. Die erfolgreichen Fahrer, Routinier Heiko Neumann und sein Co, der Ex-F2-Profi und frühere Callaway-Frontmann Marvin Kirchhöfer.

    P9-Siegerkönig 2020 ist damit der routinierte Deutsche GT-Fahrer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Eingeholt werden kann er beim Serienfinale am Ring übrigens nicht mehr.

    (HTS)

    Jürgen Bender   Foto: Dirk Hartung, autosport.at

     

  • Assenheimer auf dem Nürburgring in den Top Ten

    Zwei Pannen verhindern Podium bei 24-Stunden Rennen

    01.10.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Patrick Assenheimer ist mittlerweile ein Routinier auf dem Nürburgring. Der Lehrensteinsfelder weiß, was beim legendären Langstrecken-Kurs in der Eifel auf einen Rennfahrer alles warten kann. "Man ist hier einiges gewohnt, aber das war wettertechnisch schon ein absolutes Ausnahmejahr - das 24-Stunden-Rennen hat alles übertroffen. Sehr, sehr speziell", sagte Assenheimer zu fast frostigen Temperaturen unter fünf Grad und Starkregen am vergangenen Wochenende. Gemeinsam mit Dominik Baumann, Maro Engel und Dirk Müller trotzte der 28-Jährige den widrigen Bedingungen im Auto-Arena-Mercedes AMG GT3 aber stark und kam nach einem äußerst chaotischen Rennen mit zwischenzeitlicher Unterbrechung als guter Gesamt-Achter über die Ziellinie.

    Patrick Assenheimer

    Und doch wäre deutlich mehr möglich gewesen, hätten zwei technische Probleme das fehlerfreie Fahrer-Quartett nicht ausgebremst. "Hätte, Wenn und Aber bringt am Ende nichts. Wir hatten die realistische Chance Minimum Richtung P3 zu fahren, vielleicht sogar P1", ärgerte sich Assenheimer etwas über die beiden Zwischenfälle mit dem Reifen und das verpasste Podest durch die notwendigen Zusatz-Stopps.

    Zu einem ungewohnten Erfolg kam Assenheimer immerhin abseits der Strecke. "So ausgeschlafen war ich nach einem 24-Stunden-Rennen noch nie", kommentierte Patrick Assenheimer den Rennabbruch nach extrem turbulenten sieben Stunden: "Ich war zu diesem Moment sowieso nicht eingeplant. Ich bin gerade bei Red Flag im Hotel angekommen und konnte mir dann ganz gemütlich den Wecker stellen."

    Für Patrick Assenheimer hatte es allerdings schon deutlich früher eine Unterbrechung gegeben. In der Einführungsrunde musste er feststellen, dass sich durch eine defekte Radmutter ein Rad löste. Nach seinem darauffolgenden Start aus der Boxengasse arbeitete er sich aber Platz um Platz nach vorne: "Die ersten zweieinhalb Stunden war es mir auf jeden Fall nicht langweilig. Ich bin schön durchs Feld gepflügt und habe viel Rückstand gutgemacht. Megageil, das war herausfordernd, hat aber richtig Spaß gemacht. Es lief sehr, sehr gut."

    Auf Gesamtplatz acht angekommen, lief plötzlich gar nichts mehr. Die Rennleitung entschloss sich durch die extremen Witterungsbedingungen, die mehr und mehr Unfälle hervorriefen, um 22.30 Uhr das Rennen bis 8 Uhr morgens zu unterbrechen. "Für uns wäre es natürlich gut gewesen, wenn es weitergegangen wäre. Umso mehr Regen, umso besser lief der AMG. Aber die Unterbrechung hatte schon ihre Berechtigung", sagte Patrick Assenheimer. Und die Pause nahm Assenheimer und seinen Kollegen auch nicht ihren Lauf. Beim Restart kämpfte sich Maro Engel bis auf Position vier vor. Ein Boxenstopp wegen eines schleichenden Plattfußes und der anschließende Verlust des linken Vorderrades auf der GP-Strecke machten die Podiumsträume aber zunichte. "Das hat uns natürlich wieder zurückgeworfen", betonte Assenheimer: "Hier zu überleben, ist aber schon was Positives. Zu hundert Prozent zufrieden sein kann und darf man aber nicht, wenn man sieht, was möglich wäre."

    Für den Meimsheimer Yannick Fübrich war der Start nicht möglich. Er hatte sich im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens am Bein verletzt und nach Rücksprache mit seinem Arzt beschlossen, auf einen Start mit seinem BMW 240i Racing Cup in der Eifel zu verzichten.

    Quelle: Heilbronner Stimme

     

  • René Noller holt Klassensieg

    37. Rallye Citta Di Bassano in Italien mit 150 Teams aus 9 Nationen

    01.10.2020

    Bei seiner ersten Internationalen Rallye holt der erst 18-jährige René Noller aus Abstatt den Klassensieg und wird 4. von 10 Deutschen Teams bei der Rallye Citta di Bassano.

    René Noller

    Den Gesamtsieg holten Battaglin/Pagliorini in einen Hyundai World Rallye Car vor De Tommaso/Bernardi im Skoda R5 und einem weiteren 350 PS starken Ford WRC.

    150 Rallyeteams aus 9 Nationen kamen am letzten September Wochenende trotz Corona Auflagen in die Region Vicenza um die traditionelle Rallye Citta di Bassano in den Bergen zu fahren. Mit der Startnummer 146 ging es für ´René Noller und Co Matthias Weber (Grafenau) am Freitagnacht um 22 Uhr mit der berühmten Prüfung in den Bergen bei Valstagne los. Die über 100 Kurven auf den engen Bergstrecken forderten die Teams. Im nur 142 PS starken Opel Adam Cup Fahrzeug meisterte der jüngste Starter im Feld die beiden Nachtprüfungen über 25,6 Km aber souverän.

    Auch am Rallyesamstag, wo die Prüfungen San Luca und Cavaletto mit 14,6 und 22,8 Km auf dem Programm standen war Noller richtig schnell unterwegs und fuhr sich im kleinen Opel in die Herzen der italienischen Fans entlang der Strecken. Im Ziel in Bassano wurde das Team mit gleich 2 Pokalen für den Klassensieg, vor Antonucci im Mini Cooper S, und dem 2. Gruppenrang belohnt. "Bin überwältigt von den Strecken und den Fans hier in Italien und dass wir gleich beim 1. Start im Ausland einen Sieg einfahren konnten" so René Noller, für den es bereits in 2 Wochen bei der Rallye Trois Ponts in Belgien weiter geht.     

    (hps)

    Bild:  privat

     

  • Jürgen Bender hat 4. STT-Trophy-Wochenende mit Platz 3 abgeschlossen

    Siegerpodium für Jürgen Bender auf dem Sachsenring

    30.09.2020

    Er schrieb Geschichte. Der legendäre Sachsenring vor den Toren von Zwickau lockte genau wie der Nürburgring einst über 200.000 Racefans zu den Rennen an. "Vor 3 Wochen konnte ich in Assen (NL) wegen nötigen Fahrwerksoptimierungen leider nicht antreten", so Bender. Die Punkte von Assen fehlen ihm nun. Das ist in der Zeit des durch Corona reduzierten Terminkalenders nicht mehr auszugleichen. Vor dem Sachsenring komponierten Experten mit Benders Erlenbacher Einsatzteam Sportwagenschmiede eine neue verbessert Auslegung von Federn, Dämpfern, Stabilisatoren und Einstellungen der Radaufhängungen. Auf dem Sachsenring ging der Neckarsulmer nun mit neuer Technik am letzten Wochenende beim 4. Meisterschaftswochenende an den Start.

    Jürgen Bender

    Auf trockener Bahn musste Team Sportwagenschmiede das Fahrwerk auf Benders Wünsche hin in kleinen Schritten neu abstimmen. Trotz leichter Störungen im Antrieb katapultierte Jürgen "Ben" Bender die GT3 Callaway-Corvette gekonnt in Startreihe 2. Vor dem Rennen setzte dann der bereits befürchtete Regen ein. Und der Regen war sehr sehr heftig. Viele breite Bäche liefen über die Strecke. Runde für Runde eine neue Situation. Die Corvette schwamm mehrfach auf. Höchste Konzentration war geboten. "Mehr Probleme können sich einem Rennfahrer kaum entgegenstellen", so Bender nachdenklich. Der Neckarsulmer lenkte die neue Corvette Z07 aber mit weicher Hand gekonnt über die Berg- und Talbahn des Sachsenrings. "Mit viel Gefühl am Gas griff ich trotz der Gischt von Ex-DTM-Pilot Alzen (Audi), GT-Masters-Ass Schulze (Nissan Turbo) und Porsche-GT-Routinier Becker vor mir auf meinen neuen Regenreifen an", so Bender. Haarscharf kam er an dem ins Schleudern geratenen STT-Routinier Uli Becker vorbei. Alzen und Schulze trieb er anschließend vor sich her. "Vorbei, das ging auf der teilweise überfluteten Strecke absolut nicht", so Renningenieur Bayer. Am Ende gelang es mir mit Platz 2 in der Klasse die Chancen auf den Vizetitel in der Meisterschaftsdivision aufrecht zu erhalten", so der erfolgreiche Fahrer des Heilbronner Motorsportclubs optimistisch. 

    (HTS)

    Foto: frei mit Quelle - Autosport.at, Dirk Hartung

     

  • MCH-Racer Assenheimer und Fübrich beim Eifel-Mythos 24h

    Elitäres Fahrer-, und Boliden-Feld aber nur 102 Nennungen zum 24h-Rennen mit garantierter Spannung

    23.09.2020

    Einzigartige Eckdaten: 73 Kurven verteilt auf 25,378 Kilometer Strecken-länge auf dem GP-Kurs des Nürburgrings und der legendären Nordschleife sowie 24 Stunden Renndauer. Der Mythos in der Eifel durch die „grüne Hölle“ steigt am kommenden Wochenende. Freudig dem Start entgegen fiebern die beiden regionalen MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich (Meimsheim) und Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld).

    24h Nürburgring

    Vor allem Assenheimers Klasse SP9 ist nichts für schwache Nerven. Hier haben 31 internationale GT3-Boliden gemeldet. Neben Porsche, Audi, Ferrari, BMW, Lamborghini und Mercedes AMG auch der einzigartige Scuderia Cameron Glickenhaus Sportwagenprototyp aus der SPX-Klasse. Die machen alle Jagd auf den Phoenix Audi R8 LMS, der im letzten Jahr triumphiert hat. „Mindestens 20 Gesamtsiegerkandidaten, viele mit Werksunterstützung und sehr viele mit namhaften Werksfahrern und internationalen Langstreckenassen. Elitärer denn je, das wird ein 24h-Sprintrennen mit Spannung und Action pur“, erklärt Patrick Assenheimer. Der lenkt zusammen mit Dominik Baumann, Dirk Müller und Maro Engel einen Mercedes AMG GT3 vom Haupt RacingTeam/Team AutoArenA. Der 550 PS starke Flitzer im AutoArenA-Design ist ein neues Werksauto und wird von HRT supportet. „Der Rollout war gut, aber bei 24 Stunden immer am Limit steht hinter vielen technischen Komponenten ein Fragezeichen. Bei 31 GT3 Boliden wird das Rennen zudem eines der schnellsten überhaupt werden“, so der 28jährige Lehrensteinsfelder. „Minimalziel ist die Zielflagge sehen, die Top Ten wären toll, das Podest ein Traum“, erläutert Patrick Assenheimer sein Ziel bei der 48. Auflage des 24h-Eifel-Klassikers.

    Ähnlich äußert sich auch Yannick Fübrich. Die diesjährigen Erfolge in der Nürburgring Langstrecken Serie – drei Klassensiege - will der Meimsheimer zur 24-Stundenhatz transferieren. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport setzt erneut mehrere BMWs ein. Fübrich lenkt zusammen mit David Griessner, Francesco Merlini und Roland Froese einen BMW 240i Racing Cup in der Cup5 Klasse. Mit diesem ca. 330 PS starken Fahrzeug ist Fübrich in der 2019er Saison VLN-Meister geworden und hat die Cup-Klasse beim 24 Stunden Rennen gewonnen. „Wir wollen natürlich dort anknüpfen und den Klassensieg holen. In Sachen Gesamtwertung ist bei einem knappen Drittel GT3-Boliden kein Überraschungscoup drin“, erklärt Yannick Fübrich. „Unser Sechszylinder-BMW ist standfest, das Adrenalinteam routiniert, wir sind gut vorbereitet und ich bin optimistisch“, outet sich der 28jährige. Den Starterschwund – 160 Fahrzeuge 2019 und „nur“ 102 in diesem Jahr – erklären sich Fübrich wie Assenheimer hauptsächlich durch die Corona-Pandemie aber auch durch die enorm gestiegenen Kosten.

    Der Start zum 49. ADAC TOTAL 24h-Rennen ist am Samstag um 15.30 Uhr. Der Sender RTL Nitro überträgt das komplette Rennen. Zudem gibt es unter www.24h-rennen.de einen Livestream, sowie Liveticker und Livetiming.  

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Rallye Kohle & Stahl im Saarland mit 120 Teams und Top Besetzung

    René Noller Klassensieger, Dennis Härle im Ziel

    17.09.2020

    Durch die Corona Krise gibt es momentan in Deutschland nur ganz wenige Rallyes, daher reisten zur Rallye Kohle & Stahl fast alle Topteams ins Saarland um dort eine bestens organisierte Rallye 70 über 61 WP Kilometer auf Bestzeit zu fahren.

    Denis Härle, Rainer Noller, René Noller

    Vom MC Heilbronn waren gleich 2 Junior Teams am Start. René Noller mit seinem Copilot Matthias Weber hatte es mit 3 Startern in der Opel Adam Cup Klasse zu tun. Von Beginn an lieferten kämpften die letztjährigen ADAC Rallye Cup Piloten hart um den Sieg. Die erste Bestzeit ging mit nur 0,2 Sekunden an Wabniz/Zermanik knapp vor Noller/Weber. Das MCH Team schlug ab gleich auf der 7,3 Km langen, extrem anspruchsvollen Sprintprüfung Füsselberg zurück und ging mit über 4 Sekunden in Führung. Auf dem Rundkurs Windpark war Wabniz und auch Alexander Kattenbach schnell unterwegs. Dennoch führte Noller zur Halbzeit. Mit einer fantastischen Fahrt am Limit und 2 weiteren Bestzeiten setzte sich am Ende René Noller durch und holte mit 8,9 Sekunden Vorsprung den Klassensieg sowie Gesamtrang 41 im nur 142 PS starken Opel Adam Cup.

    René Noller Opel Adam

    Dessen Vater Rainer Noller holte derweil im 300 PS starken Mitsubishi Lancer Evo 8 einen hart erkämpften Gesamtsieg vor 7 weiteren Evo's.

    Bei seiner erst 2. Rallye überhaupt zeigte auch Dennis Härle eine gute Vorstellung. Auf den schwierigen Prüfungen rund um den Bostalsee, die teils auch in der Rallye WM gefahren wurde. Er brachte mit Copilotin Nina Blumreich den 150 PS starken Suzuki Swift Sport auf dem 9. Klassenrang und 75. Gesamtrang ins Ziel nach Türkismühle.  

    (hps)

    Bilder: privat  

     

  • Mercedespilot Patrick Assenheimer mit Podium im Silver Cup

    47 Internationale GT3-Boliden beim Europe Endurance Cup der GT World Challenge am Nürburgring

    08.09.2020

    Wenig beeindruckt von seinem Horror-Crash auf der Nürburgring-Nordschleife  präsentierte sich Patrick Assenheimer vom MCH beim Europe Endurance Cup der GT-World Challenge. Exakt acht Tage nach dem unverschuldeten Unfall auf der Döttinger Höhe konnte der Lehrensteinsfelder im Mercedes AMG GT3 vom Team Madpanda den dritten Platz in der Silver Cup Wertung herausfahren. 47 internationale GT3-Boliden waren zum dritten Lauf der GT-World Challenge am Nürburgring angetreten. Das in dieser Saison neugegründete Madpanda Team ging vom 27. Startplatz in das Sechs-Stunden-Rennen. Zusammen mit dem Franzosen Romain Monti (29 Jahre) und dem Argentinier Ezequiel Perez Companc (26 Jahre) gelang dem 28-jährigen Assenheimer eine tolle Vorstellung mit schnellen Runden.

    Patrick Assenheimer (l) bei der Siegerehrung

    Das Rennen war geprägt von immens vielen harten Duellen, die oft in Kollisionen mündeten. Vier Safety-Car Phasen und vier Gelbphasen um die komplette Strecke waren die Folge. Den Gesamtsieg holte das Dinamic Motorsportteam mit den Fahrern Matteo Cairoli, Christian Engelhart und Sven Müller auf einem Porsche 911 GT3 R. Auf zwei folgte der AKKA ASP Mercedes AMG GT3, auf drei der Haupt Racing Team Mercedes AMG GT3. Assenheimer‘s Madpanda-Mercedesteam konnte sich nach einer fehlerlosen Fahrervorstellung bis auf den 17 Gesamtrang vorarbeiten. Im stark besetzten Silver Cup holte die Truppe mit Rang drei einen Podiumsplatz. Hier gewann ein Aston Martin Vantage GT3 vor einem Lamborghini Huracán GT3 EVO. „Wir sind 172 Runden auf dem 5137 Meter langen GP-Kurs mit seinen 17 Kurven gefahren. Strategie und Pace haben gepasst, das Boxenteam hat einen guten Job gemacht. Es war eine gute Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen in Spa Ende Oktober wo wir wieder antreten werden - und als Tüpfelchen auf dem i der erste Podiumsplatz für das neugegründete junge Team“ resümiert ein sehr zufriedener Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.   

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Dritter Doppelsieg in Reihe für GT-Ass Jürgen Bender

    07.09.2020

    Drei Doppelsiege in Reihe - das ist ein Rekordergebnis für Jürgen Bender. Was im internationalen Rennsport nicht mehr gelingen will, das scheint im GT-Rennsport auf internationalen Strecken bestens zu gelingen. Für Corvette-GT3-Fahrer Jürgen Bender und das Unterländer Team Sportwagenschmiede hat sich die weite Anreise in den Osten der Tschechoslowakei nach Brno gelohnt. Der verspätete Beginn der Rennsaison 2020 ließ befürchten, dass der in den Vorjahren vom Erfolg verwöhnte MCH-Pilot Bender nur wenige Rennen bestreiten können würde. Dazu ein neues GT-Rennauto und der Wechsel des Teams. Das neue Team um MCH-Mitglied Marco Bayer wurde jedoch zum Volltreffer für Jürgen Bender.

    Jürgen Bender

    Nach dem Rennen auf dem Lausitzring und auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim gelang es dem Neckarsulmer nun beim Neustart nach der Sommerpause den Auftakt der P9-Challenge in Brno zu gewinnen.

    Im Training sah es noch nicht nach einem Sieg aus. "Wir mussten die sehr spät in der Woche vor Brno eingebauten neuen Fahrwerkselemente erst auf den anspruchsvollen Tschechischen Kurs abstimmen", so Renningenieur Bayer. "Zu Beginn habe ich die im freien Training und in der Qualifikation zeitlich möglichen Veränderungen mit Marco festgelegt", so Bender.

    Am Start stand er noch in der 3.Reihe. Mit der fallenden Flagge ging es danach sehr flott voran. In der 4. Runde radierte Bender mit 2:07.038 die schnellste Rennrunde in den Tschechischen Asphalt. Der Gesamtsieg wurde zur Formsache. Bender gewann vor Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) und Koach Mckensy (Lamborghini Huracán GT3). "Wir mussten bis zum 2. Rennen kaum etwas ändern. So kam was den Szenekennern schon vorher sicher schien. Bender holte den 6. Gesamtsieg der P9 in Brno. Die schnellste Rennrunde fuhr er mit 2:04.922, auch konnte er die Tabellenführung auf 16 Punkte gegenüber dem amtierenden P9-Champion "Denis G. Watt" aus Österreich auf 16 Zähler ausbauen. Jürgen Bender also auf Titelkurs. "Das darf man getrost vermuten", so P9-Manager Fischer in Brno.

    (HTS)

     

  • Zweite P9-Saisonhälfte beginnt in Brno (Brünn)

    Vorbericht - Auftakt 2. Saisonhälfte der P9-Challenge in CZ

    Jürgen Bender gewann 2020 alle bisherigen 4 Meisterschaftsrennen der P9 Challenge

    03.09.2020

    Siegt Jürgen Bender in Brno weiter?

    Der legendäre Masaryk-Ring vor den Toren von Brno in Tschechien sollte in den 30 Jahren eine Konkurrenz-Rennstrecke zum Nürburgring werden. Aber die 29 Km Km lange Naturrennstrecke entsprach schon bald nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der Zeit. Nach dem Krieg entstand nahe Brno dann ein moderner 5,4 Km langer Kurs der sich schnell großer Beliebtheit bei den Fahrern auf 2 und 4 Rädern erfreute.

    Auf dem Autodrom von Brno läutet die P9-Serie mit dem 5. und 6. Challenge-Lauf und dem 3. Lauf zur Endurance nun am Wochenende die 2. Saisonhälfte 2020 ein. Mit Jürgen Bender (Callaway-Corvette Z07) und Max Frederik Gruhn stehen seit Hockenheim die "Halbzeitmeister" in beiden Serien fest. Der Neckarsulmer Jürgen Bender konnte bisher alle 4 Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. 2019 gewann Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) und der amtierende Champion "Denis G. Watt" (A) die P9-Challengerennen. Jürgen Bender war dort im Vorjahr nicht am Start.

    Jürgen Bender

    Viel vorgenommen haben sich am Wochenende in Tschechien der Sieger der bisherigen Challenge-Rennen der Saison 2020 Challenge-Hero Jürgen Bender (Callaway-Corvette GT3) und Endurance-Sieger von Hockenheim, Hermann Speck (Porsche 991 GT3). Heute bringt Sportwagenschmiede-Chef Marco Bayer die Z07-Corvette nach Brno.

    Dort will der amtierender P9-Endurance Champion Speck sich in der Endurance 2020 den 4 Titel erkämpfen. "Sieg und Titel sind ja immer das Ziel einer Saison" so Specks Worte beim vergangenen P9-Rennwochenende auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim. Ob er auch Jürgen Bender als Favoriten der P9 Challenge angreifen kann, das bleibt abzuwarten. Einen neuen Gegner müssen beide in Brno zusätzlich im Auge behalten - "Coach McKansy" auf seinem von HP eingesetzten Lamborghini Huracán GT3. Der Deutsche Routinier ist nicht zu unterschätzen. National wie international ist der Deutsche Industrielle ein gefürchteter Gegner im GT-Rennsport.

    Bestens im Griff wird auch "Boris Schimanski" den Kurs in Tschechin haben. Er, der zweifache P9-Champion ist Favorit in der KL4. Ein Routinier auf der Strecke ist KL5-Starter Oliver Michael. Der Ingenieur aus Österreich tritt in der Klasse gegen "Denis G. Watt" (A) und Michael Hollmann an.  Den genannten Aston Martin von Janos Sänta sollten die Gegner ebenfalls nicht unterschätzen. Da gleiche gilt für die beiden SEAT Cupra-TCR-Piloten der KL4. Team Wimmer Werk Motorsport schickt Andreas Höfler ins Rennen. Zu beachten auch der Vizemeister der P9-Enduranve 2019, Michael Hollmann auf einem KR-Racing Porsche 991 GT3 Cup in der KL5. Das Autocentrum Bratislava hat einen Mercedes AMG GT3 nach genannt. Wer wird den Wagen fahren? Noch ist es ein Geheimnis. Porsche, Callaway Corvette, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, BMW, Seat - eine gute Mischung in der P9 für das kommende Wochenende. Nicht nur die MCH-Club-Kollegen drücken Jürgen Bender und dem Team Sportwagenschmiede am Wochenende fest die Daumen.

    (HTS)

    Foto privat (Frei): Jürgen Bender schraubt gerne auch mal selber

     

  • Yannick Fübrich holt dritten Klassensieg – Patrick Assenheimer mit unverschuldetem Horrorcrash

    Der 5. Lauf zur NLS in der Eifel hatte es auch für die MCH-Fahrer in sich – Spannung und Dramatik vom Start bis ins Ziel

    01.09.2020  

    Das 6-Stunden-ADAC Ruhr Pokal Rennen als Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie hatte immens viele positive aber auch negative Höhepunkte: Spannung bis zum Schluss mit satten 16 Führungswechseln bei 41 Runden auf der 24,333 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife – ein Audi Doppelsieg (Land-Motorsportteam vom Car Collection Team) mit gerade mal 3,988 Sekunden Differenz, der drittplatzierte Ferrari 388 GT3 vom Schweizer Team 126 Octane lediglich weitere zehn Sekunden zurück – die finale Entscheidung fiel erst in der letzten Runde - von 156 gestarteten Rennautos sehen nur 126 die Zielflagge – viele Unfälle und Kollisionen beim Kampf um jede Position prägten den letzten Lauf vor dem legendären 24-Stunden-Rennen.

    Yannick Fübrich

    Von den drei regionalen Langstreckenracern konnte sich nur Yannick Fübrich aus Meimsheim freuen. Der 28jährige feierte mit seinen Mitstreitern David Griessner und Florian Naumann den dritten Sieg in der GT4-Klasse SP10. Im 450 PS starken BMW M4 GT4 vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport ließ sich das schnelle Fahrertrio auch nicht von einem Reifenschaden vorne rechts knapp eine Stunde vor Rennende ausbremsen. Zudem profitierte das Adrenalin-Trio von einer wahren Ausfallorgie, von den sieben gestarteten Fahrzeugen in der SP10 kreuzten lediglich zwei die Ziellinie. Die beiden BMW-Mitfavoriten FK Performance und Hofor Racing/Bonk Motorsport schieden technisch bedingt aus, die Ginetta G55 verunfallte schwer. Im Ziel hatte BMW-Pilot Fübrich 1:55,205 Minuten Vorsprung auf den Porsche Cayman GT4 von W&S-Motorsport – alles richtig gemacht vom Fahrertrio und der Boxenmannschaft.

    Der zweite Einsatz von Fübrich im BMW 240 in der Racing Cup Klasse 5 endete nach vielen Führungsrunden und tollen Zweikämpfen auf dem zweiten Platz. Eine Strafe für zu kurze Boxenstandzeit machte den Podestplatz zunichte, das Adrenalinteam wurde mit einer heftigen Zeitstrafe versehen und dadurch auf den achten Rang zurückgestuft. „Wir waren konkurrenzfähig und schnell. Die optimalen Rennrunden mit beiden BMWs waren eine perfekte Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen im September“ erklärt Yannick Fübrich.

    Patrick Assenheimer

    Einen unverschuldeten Horrorcrash erlebte Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld im 550 PS starken AutoArena Mercedes AMG GT3 HRT. Vom zehnten Startplatz losgefahren wurde Assenheimer bereits in der zweiten Rennrunde im Hochgeschwindigkeitsabschnitt Döttinger Höhe bei über 250 km/h von einem konkurrierenden Mercedes AMG GT3 von hinten abgeschossen. Nach Leitplankeneinschlag und Fahrzeugüberschlag war der Mercedes Schrott – Fahrer Assenheimer dagegen unverletzt. Nach der Routineuntersuchung im Medical Center resümiert Patrick Assenheimer: „Diese Aktion in der Anfangsphase einer 6-Stunden-Hatz ist mir völlig unverständlich. Unser Top-Ten-Ziel sowie die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen wurden zunichte gemacht, das Team hat jetzt leider sehr viel Arbeit. Gesundheitlich geht es mir glücklicherweise gut“.

    Auf einen Rennstart verzichten musste der dritte Racer aus der Region, Heiko Hammel aus Forchtenberg. Ein Unfall beim freien Training am Freitag bescherte dem Mathilda Racingteam zuerst eine Nachtschicht. Der Seat Leon Cupra TCR stand zum Qualifying am Samstagmorgen wieder bereit. Hammel und seine Fahrerkollegen Matthias Wasel und Kai Jordan erkämpften sich trotz Getriebeproblemen  Startplatz vier in der stark besetzten Klasse SP3T (Tourenwagen bis 2000ccm Hubraum und Turbolader) Der Schaden am Getriebe war dann allerdings bis zum Rennstart nicht mehr zu beheben. „Die technischen Probleme müssen wir bis zum 24-Stunden-Rennen in den Griff bekommen, aber da verlasse ich mich voll auf die Erfahrung und das Können des Mathilda Racingteams“, so die Aussicht von Heiko Hammel. 

    (Wilfried Ruoff)

  • 168 Nennungen - Rekordstarterfeld am Nürburgring

    MCH-Racer Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beim NLS-Saisonhöhepunkt in der Eifel

    27.08.2020

    NLS 5 VorberichtDas legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring vom 26. bis 27. September wirft seine Schatten voraus – zum 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am Samstag haben satte 168 Fahrzeuge genannt. „Generalprobe unter Rennbedingungen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife. Die Sechs-Stundenhatz als Höhepunkt der dies-jährigen Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) wird härter denn je,“ erklärt Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld. In dessen Klasse SP9 – die leistungsstärksten internationalen GT3 Boliden – sind sage und schreibe 33 Fahrzeuge genannt, unter anderem  Porsche 911 GT3 R, Audi R8 LMS, Lamborghini Huracán, BMW M6 GT3, Ferrari 488 GT3 sowie sieben Mercedes AMG GT3. „Etwa 15 GT3-Teams sind potenzielle Sieganwärter und die mit am härtesten Konkurrenten kommen aus meinem Einsatzteam HRT,“ erläutert Patrick Assenheimer. Das Haupt Racing Team setzt neben dem ca. 550 PS starken AutoArena Mercedes mit Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller zwei weitere Mercedes AMG GT3 Boliden ein. Unter anderem mit Maro Engel am Steuer, mit dem Patrick Assenheimer 2019 das 6-Stunden-Rennen gewonnen hat. Das HRT-Team durfte zudem in dieser Saison beim Doppelwochenende einen Doppelgesamtsieg feiern - die Konkurrenz ist enorm, alles was Rang und Namen hat, ist hier beim NLS-Saisonhöhepunkt am Start, ein Platz in den Top-Ten wäre für den AutoArena-Mercedes mit Patrick Assenheimer ein Erfolg.

    Für Yannick Fübrich aus Meimsheim wird die Sechs-Stunden-Hatz erneut zur Doppelbelastung. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport hat in Sachen Meisterschaft noch mehrere Fahrzeuge im Rennen. Zusammen mit David Griessner und Florian Naumann pilotiert Fübrich den nach seinem letztjährigen Titelgewinn von BMW unterstützten BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler stehen schon zwei Siege auf der Liste. Premiere in der starken Klasse mit Porsche, BMW und Aston Martin Modellen feiert die Ginetta G 55 von Krämer Racing. Erneut soll der schnelle 28jährige auch im letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW 240i Racing Cup in der Racing Cup Klasse 5 für schnelle Runden sorgen. „Wir sind gut aufgestellt und es müsste in beiden Klassen für Podestplätze reichen. Das Starterfeld ist klasse, ich freue mich auf viele Rennrunden in der grünen Hölle,“ so Yannick Fübrich.

    Erstmals in dieser speziellen Corona-Rennsaison sind am Nürburgring wieder Zuschauer zugelassen. Allerdings nur auf drei Tribünen und mit Sitzplätzen sowie Voranmeldung – die vielen interessanten Plätze entlang der legendären Nordschleife bleiben geschlossen. Unter  www.vln.de/de/live/ gibt es eine Live-Berichterstattung pünktlich zum Rennstart am Samstag, 29. August um 12.00 Uhr. 

    (Wilfried Ruoff)

     

     

  • Wie sind Jürgen Benders Chancen auf den STT-Meistertitel?

    MCH-Mitglied Jürgen Bender nimmt 2020 gleich an zwei International offenen GT-Meisterschaften teil

    06.08.2020

    Jürgen Bender (r)In der P9-Challenge, einer Meisterschaft für die starken GT3-Bolidern der 600 PS-Kategorie liegt der Neckarsulmer Diplomingenieur auf Platz eins. Für ihn ist die Chance den Titel zu erringen klar gegeben. "Aber man weiß ja nie was in der Saison alles passiert", schränkt Bender nachdenklich ein. Bei den bisherigen Rennen die gemeinsam mit der STT-Trophy ausgetragen wurden, lief für den Unterländer alles sehr gut. Wichtig dabei war die perfekte Zusammenarbeit mit dem neu formierten Einsatz-Team. Das managt MCH-Mitglied Marco Bayer aus Erlenbach. Die Technik bildet im Rennsport immer die entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg des Fahrers im Wettbewerb. Durch Probleme beim Einsatz entgingen Jürgen Bender 2019 am Lausitzring so beispielsweise zwei zum Greifen nahe Gesamtsiege. Hätte er die errungen, dann wäre er 2019 Siegerkönig in der P9-Challenge geworden.

    In der STT-Trophy liegt der Neckarsulmer nach 2 von 6 geplanten Rennwochenenden hinter den Wettbewerbern Alzen, Glatzel und Gruhn auf Platz 4 der Meisterschaftstabelle. Die Punktvergabe über Klassenerfolge ist ein Problem. Man hat als Fahrer schließlich nur den Erfolg in der eigenen Hubraum- bzw. Leistungsklasse der Meisterschaftstabelle in der Hand.

    Bender vertraut 2020 auf eine nagelneue Z07 Callaway GT3-Corvette des Unterländer Herstellers Callaway Competition. Wie Bender ist Uwe Alzen auf einen GT3R am Start. Ein stark modifizierter Bolide auf Basis des Audi R8 ist durch Modifikationen technisch im Vorteil. Zudem ist Uwe Alzen ein Profifahrer der als Ex-DTM- und ADAC-GT-Masters-Pilot nicht unterschätzt werden darf. Profis machen nichts anderes wie Rennen fahren und dazu umfangreiche Testfahrten für Renn-Teams und Automobilhersteller. 

    Noch ist die Saison lang. Dazu wird sie durch Terminüberschneidungen erschwert. Wo geht die Reise der Erfolgsfahrer also hin?

    Beide P9-Serien (Challenge und Endurance) waren bisher eine absolute "Porsche-Welt". Dort dominierten die Zuffenhausener klar. Nun führen Porsches Gegner die Tabellen an. Werden die Porsche-Asse, der amtierende P9-Endurance-Meister "Denis G. Watt" (A) und der amtierende P9-Challenge-Meister Hermann Speck in Brünn die Tabellenführer Jürgen Bender (GT3 Corvette) und Max Frederik Gruhn (Audi RS3) angreifen?

    Wir bleiben für die Fans dran.

    (HTS)

    Foto: HTS - Hockenheimsieger Jürgen Bender (r) neben Angreifer Heiko Neumann - ordentlich mit Maske

     

     

  • Podiumsplätze für die MCH’ler Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer

    133 Fahrzeuge sorgen bei typisch wechselhaftem Eifelwetter für Action und Dramatik beim vierten NLS-Lauf

    05.08.2020

    Schwierigste äußere Bedingungen durch starken Regen schon beim Qualifying zum 4. Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Hier konnten sowohl der amtierende Champion Yannick Fübrich aus Meimsheim im BMW M4 GT4 als auch der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer im HRT-AutoArena-Mercedes AMG GT3 glänzen – wie auch im vierstündigen Rennen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife.

    Yannick FübrichFübrich holte in der allerletzten Runde die Pole in der Klasse SP10 sowie Startplatz 20 der Gesamtwertung. Beim Start- und Schlussstint wurde Fübrich alles abverlangt, seine Mitstreiter David Griessner und Florian Naumann konnten in ihren Sessions dieselbe Pace mitgehen. „Highlights waren im letzten Stint der harte Zweikampf mit Gabriele Piana (- der saß schon mit Patrick Assenheimer bei Langstreckenrennen im AMG GT3-Mercedes) im Bonk-BMW M4 GT4, die schlussendlich dritte wurden. Dann der Reifenschaden vorne links auf der Döttinger Höhe in der letzten Runde, glücklicherweise kam ich auf der Felge ohne Reifen als Klassensieger vor dem FK-Performance BMW M4 über die Ziellinie“, resümiert Yannick Fübrich. Dasselbe Kunststück schafft tags darauf ja auch Lewis Hamilton in der Formel 1 in Silverstone. Der sensationelle 16. Gesamtrang war das Tüpfelchen auf dem i für Yannick‘s Team Pixum CFN Adrenalin Motorsport mit dem 450 PS starken BMW M4 Patrick assenheimerGT4. Wie immer in dieser Saison startete Yannick Fübrich zusätzlich auch in seinem letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW M 240i in der Racing Cup Klasse 5 – das ebenfalls von Adrenalin-Motorsport eingesetzt wird. Durch ein technisches Problem wurde viel Zeit in der Box verloren, die Strategie war an diesem Tag auch nicht perfekt, die Pace der Fahrer dagegen super - durch sehr schnelle Rundenzeiten konnte das Quartett Fübrich/Griessner/Setsaas/Merlini gegen elf Konkurrenten in identischen 340 PS-Hecktrieblern den zweiten Klassenplatz herausfahren.

    Das Trio Dominik Baumann, Dirk Müller und Patrick Assenheimer teilte sich erneut das Cockpit des AMG Mercedes GT3 der HRT-AutoArena-Truppe. Assenheimer war die fünftschnellste Gesamtqualizeit bei den widrigen äußeren Umständen gefahren und durfte als Regen-, und Nordschleifenspezialist auch den schwierigen Startturn fahren. „Die Entscheidung trotz Nieselregen mit profillosen Slickreifen zu starten, erwies sich als perfekt. Die Piste wurde Runde um Runde trockener, die Sonne kam dazu, meine Zeiten waren auch aufgrund eines frühen taktischen Boxenstopps sehr schnell“ so Patrick Assenheimer. Strategie und Pace passten, der 28jährige übergab nach seinem sehenswerten Doppelstint mit vielen Überholmanövern den 550 PS starken AutoArenA-Mercedes GT3 als Gesamtführender. Baumann und Müller mussten in der zweiten Rennhälfte dann allerdings zwei BMW M6 GT3 passieren lassen. Nicky Catsburg und Stef Dusseldorp gewannen im Rowe-Racing BMW mit 21 Sekunden vor dem Walkenhorst-BMW den vierten NLS-Lauf. Lediglich 2,45 Sekunden zurück kreuzte der HRT-AutoArenA-Mercedes die Ziellinie als Gesamtdritter. „Ich bin damit zufrieden. Der Sieg wäre nur durch sehr viel Risiko beim Überrunden und in den Zweikämpfen mit den beiden BMWs möglich gewesen“ erklärt Patrick Assenheimer und ergänzt „zudem war unsere SP9 Klasse mit Porsche-, Audi-, Ferrari-, Lamborghini-, BMW-, und Mercedes AMG-Boliden der GT3-Kategorie wieder extrem stark besetzt“. 

    (Wilfried Ruoff)

     

  • René Noller 2020

    29.07.2020

    René NollerTrotz der Corona Zwangspause konnte René Noller in den letzten Monaten sein Nachwuchsförderprogramm weiter nutzen. So waren ab Juni 2020 wieder erste Testfahrten möglich. Diese absolvierte René auf dem Nürburgring, dem Hockenheimring und dem Eurospeedway Lausitz auf dem Highspeed Racing Renault Clio 4 Cup Auto. Auch auf der Rundstrecke zeigte der mittlerweile 18-jährige eine starke Performance. Das Highlight für René Noller fand dann Mitte und Ende Juli aber wieder auf den Urstrecken des Rallyesports statt.

    Nach einem erfolgreichen Schottertest in der Lausitz im 300 PS starken Gassner Mitsubishi Evo 9 ging es dann zum Rallye Restart, dem Schottersprint Freilassing. Hier hatte es René nicht nur mit starken Schotterspezialisten aus Bayern und Österreich zu tun, sondern musste auch gegen seinen Vater Rainer Noller im selben Auto antreten. Am Ende wurde es sogar für den Routinier richtig eng, der aber den 3. Gesamtrang ins Ziel retten konnte. Direkt dahinter auf Platz 4 im Gesamtklassement aber die Überraschung des Tages; René Noller ließ den 300 PS starken Allradler durch das Kieswerk im Berchtesgadener Land fliegen als hätte er nie etwas anderes gemacht und ließ dabei viele etablierte Fahrer alt aussehen.

    Ebenfalls im Juli fand auf dem Sachsenring der Sichtungslehrgang des Deutschen Rallye Cups DRC statt, wo 18 junge Talente um eine 50.000 Euro Förderung kämpfen. Auch hier sind mit René Noller und Dennis Härle gleich 2 Nachwuchsfahrer vom Motorsportclub Heilbronn dabei, die neben schnell Autofahren auch Medienschulungen, Erste-Hilfe-Kurs und den Umgang mit Sponsoren lernten.

    Fotos: privat

     

     

  • Jürgen Bender ist "Halbzeitmeister" der P9-Challenge

     27.07.2020

    Jürgen BenderDer erfolgreiche Fahrer seines heimischen Motorsport-Clubs Heilbronn, Jürgen Bender (Neckarsulm) hatte vor in Hockenheim an den Rennen zur P9.Challenge und der P9-Endurance teilzunehmen. Die Meisterschaftsläufe 3 und 4 zur P9-Challenge wurden nach dem hervorragenden Serienauftakt am Lausitzring nun in Hockenheim erneut zum Volltreffer. Den ebenfalls in ausgeschriebenen 2 Lauf zur P9-Endurance konnte MCH-Ass Jürgen Bender aber nur als zusätzliches Renntraining nutzen. 

    Grund dafür war ein Unfall zuvor im freien Training. "Beim Rennen durfte "Ben" aber trotzdem starten", so Renningenieur Bayer. "Er war ja am Wochenende bereits ausreichend viel auf der Strecke gefahren". Aber er wurde ans Ende des Starterfeldes in Rennen aufgestellt. "So sind nun mal die Regeln", erklärte Serienmanager Bernhard Fischer mit hoch gezogenen Augenbrauen. MCH-Ass Bender selber sah die Situation jedoch recht gelassen. "So hatte ich zumindest die Chance die nach dem Unfall im morgendlichen Training die von Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) instandgesetzten GT3-Corvette noch ausgiebig zu testen. Auch bestand für uns Gelegenheit das Fahrwerk im Rahmen des Rennens bei einem Boxenstopp wieder optimal einzustellen", so lächelte Bender am Freitagabend danach sichtlich erleichtert. Die Testarbeit zahlte sich später beim ersten Lauf zur P9-Challenge voll aus. "Marcos Arbeit war erfolgreich. Die Corvette lag mit vollem Tank spürbar besser als zuvor", so Bender. Die MCH-Jungs hatten es nun voll im Griff.

    Neben DTM-Profi Uwe Alzen (AUDI R8) startete Jürgen Bender (Callaway-Corvette) beim ersten Rennlauf aus Reihe 1. Es galt sich im Rennen klar auf die eigenen Ziele zu konzentrieren. Jürgen Benders Ziel musste es sein, nur die Wettbewerber aus der P9-Challenge im Auge zu behalten. Nicht den DTM-Profi Uwe Alzen. Der fuhr mit anderer Technik in einer anderen Wertung.

    High noon! 12 Uhr mittags. Vorstart Hockenheim. 50 Minuten später fiel dann die Flagge für die P9, STT und SCC. Indy-Start. Ab ging's.

    - Der Neckarsulmer hatte einen guten Start. bereits in der 3. Runde radierte Bender seine schnellste Rennrunde in den Hockenheimer Asphalt. Dahinter war Verfolger Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) in rundenlangen Kämpfen mit Team Franz Konrads schnellem Senkrechtstarter Emir Keseserovic (Lamborghini Huracán) verwickelt. Dazu drückte Equipe-Vitesse-Routinier Sepp Klüber (AMG GT3) von hinten kräftig nach. Jürgen Bender entschied den ersten Rennlauf der P9-Challenge bei hoch sommerlichen Temperaturen am Ende klar für sich. Dahinter Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) aus Nürnberg und Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) aus Burg bei Magdeburg.

    - Auch beim 2. Rennen der P9-Challenge katapultierte Bender seine Z07-Callaway-Corvette Corvette GT3 von der 'Pole' ins Rennen. Auch diesen Lauf, den 4. Meisterschaftslauf der P9-Challenge, gewann er klar, diesmal vor Heiko Neumann und "Denis G. Watt" (A, Porsche 991 Cup) sowie Michael Hollmann. Die schnellste Rennrunde mit 1:41.131 markierte Bender in der 13. von 17 Runden. Pech hatte Hermann Speck - Ironie des Schicksals - dem weltbekannten Pumpenspezialisten fiel eine der Benzinpumpen im Porsche 991 GT3R aus. "Dinge gibt es - die gibt es gar nicht" so ein Fan unter Freunden des Teams mitfühlend. - "Keine Pumpe von uns", so einer aus dem Team Augen zwinkernd.

    In der P9-Challenge konnte Bender seine Tabellenführung mit 2 weiteren Gesamtsiegen deutlich ausbauen. Als Gesamtsieger zu den Läufen der P9-Challenge trugen sich bisher Jürgen Bender und in der Endurance-Serie das Duo Hisch/Schleml sowie Hermann Speck ein.

    Start der 2. Saisonhälfte der P9-Serie - Brünn (CZ). Auch das wieder eine von den Fahrern hoch geschätzte Traditions-Rennstrecke mit ganz großer Geschichte.

    (HTS)

    Foto. HTS -Z07 Callaway-GT3-Corvette auf dem Weg zum 4. Gesamtsieg 2020 in Hockenheim

     

     

  • Trainingsbestzeit in der P9-Challenge für Jürgen Bender

    27.07.2020

    SportwagenschmiedeViel Arbeit aber am Ende dann sehr schnelle Runden für Jürgen Bender. Das bereitete ihm und seinen Team Sportwagenschmiede viel Arbeit. Dafür kamen am Ende die anvisierten Top-Rundenzeiten heraus. "So soll es sein", und beide wischte sich über die Stirn. Die MCH-Mitglieder Marco Bayer und GT-Fahrer Jürgen Bender hatten im Training viel für ein optimales "Set up" zu schrauben.

    Eine Karambolage im ersten Training verhinderte zusätzlich noch ausreichend fahren zu können. Jürgen Bender hatte für die beiden Rennen der P9-Challenge genannt. Er legte aber kurzfristig noch nach. Er gab eine Nennung für die P9-Endurance vor Ort ab. Dazu musste er aber aus der letzten Reihe starten. "Eine Chance auf ein gutes Ergebnis hatte ich somit leider nicht mehr", so Bender, "Aber ich konnte die Corvette nach der Reparatur checken und im "Set up" weiter optimieren", Ein Boxenstopp wegen einem Brand an einer Zuführung wurde erforderlich. "Nun scheinen wir aber sicher zu sein, optimal in die P9-Challengerennen gehen zu können", so Bayer.

    Im Abschlusstraining für die Challenge am Sonntag sollte sich das bestätigen. Pole für die P9 war das Ziel. Und das kriegte Jürgen sauber hin.

    P9-Endurance - die Serie entwickelte sich seit 2017 zum "Spielfeld" für Hermann Speck, der Nürnberger Unternehmer verstand es prächtig die Serie mit seinem Konzept - alleine fahren, ohne einen Copiloten - so zu perfektioniere, dass es für ihn mehrfach zum P9-Endurancetitel reichte.

    Während Jürgen Bender im Rahmen der P9-Endurance seine Callaway Corvette abstimmte, konnte Hermann Speck seinen ersten Sieg in der Saison in Hockenheim erringen. Die schnellste Rennrunde holte jedoch Lamborghini-Huracán-Pilot Emir Keserovic. Jürgen Bender war nur eine knappe zehntel Sekunde zurück Zweitschnellster im Feld. Aber deutlich schneller unterwegs, als Sieger Hermann Speck. 

    (HTS)

    Foto: Sportwagenschmiede

     

  • Jürgen Bender - Tabellenführung verteidigen ist das Ziel

    Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

    24.07.2020

    Jürgen Bender - Marco BayerEr ist bereits wieder Geschichte, der P9-Auftakt vom Lausitzring. MCH-Mitglied Jürgen Bender (Neckarsulm) holte sich beim Saisonauftakt in einer neuen Z07-Corvette von Callaway Competition aus Leingarten in der Lausitz die hart um kämpfte Tabellenführung. Dazu den 3. Rang in beiden Rennen der STT am gleichen Wochenende.

    Aktuell steht heute der Start zum zweiten P9-Weekend auf dem Hockenheimring vor der Tür.

    Das Veranstaltungsmodell bestehend aus der P9-Challenge zusammen mit der STT und der SCC versprechen den Aktiven, Teams erneut einmal mehr sehr spannende Rennen.

    Und das nicht nur in der STT, der P9 und der SCC.

    Das Wochenende des traditionellen Preises der Stadt Stuttgart unter der Leitung von Rennleiter Heinz Weber wartet wie in den vielen Jahren zuvor auch beim 2. Weekend 2020 um den Preis der Stadt Stuttgart 2020 mit hochkarätigen Wettbewerben auf.

    Die Aktiven wollen fahren. Diese Tendenz wurde trotz den Corona-Problemen vor 14 Tagen auch am Lausitzring klar bestätigte. Fahrer und Teams sind voll motiviert. Neue Fahrer und neue Teams drängen an den Start.

    Leider jedoch können die zahlreichen Sportwagen-, GT- und Tourenwagenfreunde die Rennen im Motodrom noch nicht haut nah von den Tribünen vor Ort in vollen Zügen genießen.

    Aber wie zu hören ist machen sich schon einige Medienteams über die Erstellung von Filmen zum Renngeschehen aktuell Gedanken.

    Das Starterfeld verändert sich in Hockenheim in der STT und der SCC erneut. In der P9 greifen Josef Klüber, "Jesse James" und "Jack Crow" in das Seriengeschehen ein. Klüber, der Routinier aus Bayern tritt mit der Equipe-Vitesse an. "Jack" der Mann mit der Lizenz aus Bosnien-Herzegowina und nach sehr langer Anreise im Auto, setzte wie immer auf Team Zebra von Jürgen Stoll und das Fabrikat Porsche. Das gilt auch für "Jesse James". "Der neue Gegner Sepp (Josef Klüber) wird im Mercedes AMG GT3 mein direkter Klassengegner sein", so Jürgen Bender vor der Abfahrt am Donnerstag.

    P9-Challenge versprühte am Wochenende wieder echte Le Mans Atmosphäre. Genau diese Atmosphäre zog weitere Teams und Fahrer aus anderen Serien rüber in die STT, die SCC und eben auch in die P9-GT-Welt. Manager Rolf Krepschik's starke STT sowie der SCC von Promoter "Walti" Petrazza, dem erfolgreichen Rennwagenkonstrukteur aus Österreich, haben zusammen mit Bernhard Fischer und dessen starken GT-Boliden faszinierenden Rennsport mit einer interessanten Mischung entwickelt. Dieses Feld wurde in der heutigen Zeit ganz genau so zum Volltreffer.

    Die beiden Teams der Alzen-Brüder, Equipe-Vitesse, HP Racing international (A) oder die Sportwagenschmiede-Bayer. Dazu Fahrer mit Profiqualitäten - Uwe und Jürgen Alzen, Harry Prozyk (A), "Coach McKansy", Henk Thuis (NL) oder Jürgen Bender sorgten für die optimale Farbmischung beim Auftakt. Das dürfte in Hockenheim sicher so weiter gehen.

    Das Mitglied des Motorsport Clubs HN (MCH), "Ben" Bender brachte die erste neue Z07 Callaway-Corvette in der P9 und in der STT an den Start. "Unser zweiter Einsatz am kommenden Wochenende vor unserer Haustür in Hockenheim", so Benders Renningenieur Bayer (Erlenbach, MCH-Mitglied). "Wir haben zwischenzeitlich kleine erkennbare Problemchen behoben und uns danach direkt der Weiterentwicklung vom "Set Up" gemacht", so Ingenieur Bender zuversichtlich. 

    Viele Porsche-Modelle verschiedener Baureihen, Lamborghini Huracán, AMG, Audi R8, Callaway-Competition, Pumaxs usw. sind genannt.

    "Auch die Anzahl der Meister am Start ist beachtlich. Beide amtierenden P9-Chamions am Start. "Denis G.Watt" (A) wie auch Hermann Speck. Dazu "Boris Schimanski", der P9-Meister von 2013 und 2018. Jürgen Bender als STT-Champion 2017, sowie die Titelträger der STT von 2018 und 2019", so Serienmanager Fischer.

    Nicht zu vergessen die PCR-Sportwagen-Campions oder der unermüdliche Schweizer Routinier Edy Kamm - schade, der ehemalige Gesamtsieger in Hockenheim im gelben Overall ist leider nicht in seinem tollen DTM-Audi unterwegs. Edy lässt seinen schnellen Spanier, einen jungfräulich weißen SEAT, aber sicher auch heute in Hockenheim wieder richtig fliegen.

    (HTS)

    Foto HTS: Bender (Neckarsulm) und sein Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer

     

     

  • Zwei Gesamtsiege 2020 zum Saisonauftakt für Jürgen Bender

    Dicke Starterfelder

    15.07.2020

    Der Start der P9-Saison 2020 am Lausitzring ist angesagt. Das Veranstaltungsmodell P9-Challenge als Paket mit der STT und der SCC erweckte bereits im Vorjahr bei Fans, Teams und Fahrern großes Interesse.

    Corvette C7Diese Tendenz bestätigte sich 2020 am Lausitzring deutlich. Neue Asse und neue Teams drängten an den Start. Zwar konnten die zahlreichen Sportwagen-, GT- und Tourenwagenfreunde die Rennen 2019 noch in vollen Zügen hautnah vor Ort genießen, aber das kommt wohl sicher schon bald an den Rennstrecken wieder zustande.

    Das Training von Bernhard Fischers traditionellem Lausitzring-Weekend mit P9-Challenge, P9-Endurance dazu Manager Rolf Krepschiks starke STT sowie der SCC von Manager "Walty" Petrazza versprühte auch diesmal wieder echte Le Mans Atmosphäre. Genau diese Atmosphäre zog neue Teams und Fahrer aus anderen Serien an.

    Die beiden Teams der Alzen-Brüder, Equipe-Vitesse, HP Racing international (A) oder die Sportwagenschmiede-Bayer aus Erlenbach. Dazu Fahrer mit Profiqualitäten - Uwe und Jürgen Alzen, Harry Prozyk (A), "Coach "McKansy", Henk Thuis (NL) oder MCH-Mann Jürgen Bender, um nur einige zu nennen.

    - Und genau der, "Ben" Bender brachte die erste neue Z07 Callaway-Corvette in der P9 an den Start. "Unser erster Einsatz", so Benders Renningenieur Bayer - in einem Ton als wolle er für eventuelle Probleme um Verständnis nachsuchen. Aber wie sich von der ersten Minute im Training herausstellen sollte, die Jungs um Technik-Routinier Bayer machten keine Fehler. Und sie hatten keine Probleme. Wer sollte die Unterländer bei der P9 am Lausitzring also am Siegen hindern?

    Ein prächtiges Feld am Start - viele Porsche-Modelle verschiedener Baureihen, Lamborghini Huracan, AMG, Audi R8, Callaway-Competition, Pumaxs usw.

    Interessant auch die Anzahl der Meister unter den Nennungen. Beide amtierenden P9-Chamions am Start. "Denis G. Watt" (A) wie auch Hermann Speck. Dazu Boris Schimanski, der P9-Meister von 2013 und 2018. Jürgen Bender als STT-Champion 2017 sowie die Titelträger der STT von 2018 und 2019. Nicht zu vergessen die PCR-Sportwagen-Champion oder der unermüdliche Schweizer Routinier Edy Kamm - schade, er leider nicht im legendären DTM-Audi. 
     

    Rennen 1

    Gesamtsieg zum Saisonstart für Jürgen Bender

    Spannung hing in der Luft. Würde das vorgegebene Sicherheitskonzept beim P9-Saisonauftakt an der Lausitz bestehen? "Bestens gelaufen", so ein zufriedener Manager Fischer dann am Abend. "Die Corona hat uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht", fügt der Münchener lächelnd hinzu. Und so wünscht man sich das auch. Mit einer 1:45.307 konnte MCH-Mitglied Jürgen Bender die nagelneue GT3 Callaway-Corvette Z07 auf die P9-Pole fahren.

    Renningenieur Bayer (Erlenbach), wie Bender MCH-Mitglied, war zufrieden. "Hmmm, zufrieden darf man sagen, aber man denkt meist schon an die nächste Verbesserung", so der schwäbische Vollbluttechniker, und wieselte um die Corvette. Das GT-Auto wurde erst kurz vor dem Rennen - "just in time" - fertig. Farbe hat sie noch keine. "Kohlefaser roh", unlackiert bei der Jungfernfahrt, also technisch nackt. Pflichtaufkleber, Startnummer und ein Sponsor, sonst nichts…

    Der Start auf der 4,5 Km langen Strecke gelang perfekt. Bender und Speck legten vom Start weg gleich voll los. Seine schnellste Runde radierte Bender im zweiten Umlauf aus dem Stand in den Asphalt. Frontmann Hermann Speck aus Nürnberg war wie Bender sofort in Hochform. "Ist Hermann eigentlich immer", so ein Wettbewerber anerkennend. Eine Runde später dann Bernhard Löffler (A) im HB-Lambo mit seiner persönlichen Bestzeit. Die anderen GT-Heros ließen sich mit Ihrer schnellsten Rundenzeit bis zum Umlauf 6 und 7 Zeit. Danach gab es eine Pace Car Phase. Nun war es zu spät für Rekordrunden. Shit happens.

    Mit Bender an der Spitze der Kampf der P9-Routiniers Speck und Neumann in ihren Porsche GT3R Modellen um die Pole-Positionen. Am Ende war das auch der Zieleinlauf. Bender siegte vor dem Porsche-Duo Speck und Neumann. Konstrukteur Wöhr dürfte besonders breit gegrinst haben.

    2014 hat Jürgen Bender bereits einmal beim ersten P9-Start am Lausitzring gesiegt. So kam er vor 5 Jahren auf dem Geschmack. Im Vorjahr lief leider einiges schief. Die Einsatztechnik bereitete Probleme. Aber mit neuem GT-Modell und neuem Team "flutschte" es 2020 offensichtlich bestens.

    Hinter dem Trio auf dem Podium dann das Österreichische HB Racing International Ass Bernhard Löffler. Er wurde Vierter in der KL 6. Mit Abstand dann Andeas Keplinger als KL2-Sieger auf Porsche Cayman GT4. Ist der Cayman der Richtige für die GT4? Abwarten.

    In der KL5 räumte das Trio "Denis G. Watt" (A), Boris Schimanski und Michael Hollmann die Pokale auf ihren Porsche 991 GT3 Cup-Modellen ab. " Zwei P9-Challenge-Meister in einer Klasse. Das verspricht natürlich viel Spannung für das zweite P9-Weekend-Hockenheim in 14 Tagen vor der Haustür.  
     

    Rennen 2

    Am Ende Doppelsieg für Callaway-Hero Jürgen Bender

    Im ersten Rennen fuhren Jürgen Bender und Hermann Speck ihre schnellsten Runden gleich zu Rennbeginn. Im 2. Lauf ließen sich beide damit Zeit. Erst in Runde 5 hielten Bender und Speck voll drauf. Der Österreicher Bernhard Löffler war es, der vom Start weg auch voll loslegte. Löffler radierte seine Bestzeit in der 2. Runde in den Asphalt. So prügelte der Österreicher seinen Lamborghini Huracán denn auch an Heiko Neumanns Porsche GT3R vorbei und sicherte sich am Ende hinter Sieger Bender und Speck Platz 3 auf dem Podium. Callaway-Corvette, Porsche GT3R Lamborghini Huracán, so der Zieleinlauf. Jürgen Bender fuhr mit 1:45.183 die schnellste Rennrunde.

    In der KL5 gelang es dem zweimaligen P9-Challenge-Meister Boris Schimanski, dem amtierenden Champion "Denis G. Watt" den Klassensieg zu entreißen. Er steuerte einen Porsche 991 GT3 Cup MK1 vor den MK2 -Modelle der Kollegen "Watt" (A) und Hollmann.

    Die KL2 ging wie schon in Rennen 1 an Andreas Keplinger (A). Er fuhr den Porsche Cayman GT4 zum KL-Sieg.

    Der P9-Challenge Auftakt wurde also zum vollen Erfolg für Callaway-Competition-Ass Jürgen Bender. "So dürfte es weiter gehen", meinte der am Samstag nach dem 2. Meisterschaftsrennen der P9 gelassen. Nach gut vorbereitetem Wochenende ohne Druck erkannte die Crew wichtige Ansätze für mögliche Optimierungen. Hersteller Callaway Competition dürfte auch sehr zufrieden sein. So würde man sich bei den Leingartener den Einsatz beim Auftakt der ADAC-GT Masters mit MCH-Mitglied Markus Pommer und Jeffrey Schmidt (CH) natürlich ebenfalls wünschen.

    Am Ende hüllte Jürgen Bender die blanken Pokale für die Gesamtsiege und die Pokale für die KL6 Siege vorsichtig in Tücher. Zwei schöne Pötte für die Plätze in der STT kamen noch dazu.

    Man kann die ab Montag in seiner Neckarsulmer Firma bestaunen. Ein halbes Dutzend "Pötte" neben den über 1000 "Häffele", die "Ben" ja schon erkämpft hat.

    (HTS) 

    Foto: Team Sportwagenschmiede

     

  • Spannung, Action und Dramatik bei der NLS Doppelveranstaltung mit MCH-Beteiligung

    Siege und Podestplätze für Yannick Fübrich und Heiko Hammel – riesige GT3 Konkurrenz für Patrick Assenheimer

    15.07.2020

    145 Starter am Samstag, davon 121 im Ziel, noch 123 Autos am Sonntag, da sahen 111 die Zielflagge - immens viele harte Positionskämpfe um jeden Meter der 24,433 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife - die erste Doppelveranstaltung der Nürburgring Langstrecken Serie bot jede Menge Dramatik, Action, Spannung und Überraschungen.

    NLS 2020Am Sonntag gewann überraschend nach einem Herzschlagfinale mit 0,728 Sekunden Vorsprung der Ferrari 388 GT3 vom Octane 126 AG-Team mit dem Schweizer Fahrerquartett Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig. Erst in der letzten Rennrunde war der Ferrari am Mercedes AMG GT3 des Haupt Racing Teams vorbeigezogen. Kurz darauf Disqualifikation wegen eines nicht zugelassenen Reifens. Dadurch „erbte“ das Samstagsgewinnerteam Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz im Mercedes AMG GT3 HRT den Sieg – die Entscheidung ist noch vorläufig – Doppelsieg für die „Speerspitze“ vom Haupt Racing Team.

    Weitere 25 PS-gewaltige GT3 Boliden von Porsche, BMW, Mercedes, Ferrari, Lamborghini und Audi kreuzten dicht an dicht die Ziellinie. Darunter auch der ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 HRT AutoArenA mit Patrick Assenheimer am Steuer. Der erkämpfte sich mit seinen Kollegen Dominik Baumann und Dirk Müller den 16 Gesamtrang am Samstag sowie die 10 Gesamtposition am Sonntag. „3:09 Minuten haben uns am Samstag auf die Sieger gefehlt, gerade mal 1:19 Minuten am Sonntag – und das nach jeweils knapp 700 Kilometer Renndistanz. Es wurde gekämpft wie bei Sprintrennen. Uns hat das Quäntchen Glück bei dem immensen Verkehr und den vielen Unfällen gefehlt, nicht nur im Rennen sondern auch schon in der sehr hartumkämpften wichtigen Qualifikation. Der AutoArenA Mercedes ist noch heil, das ist das Positive neben der starken Top-Ten Platzierung vom Sonntag“, resümiert der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. Eine 35 Sekunden-Zeitstrafe wegen eines Doppel-Gelb-Vergehens kostete das Trio am Samstag zudem einige Plätze.

    Einen Klassensieg sowie drei zweite Plätze hat Yannick Fübrich (Meimsheim) herausgefahren. Samstags der erste Erfolg mit dem neuen 450 PS starken BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit David Griessner und Florian Naumann lenkte Fübrich den BMW vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport mit 1:05 Minuten Vorsprung vor zwei weiteren BMWs über die Ziellinie. Die weiteren Porsche-, Aston Martin-, und Toyota Konkurrenten weit zurück. Dazu gesellte sich der 29. Gesamtrang im starken Feld. Yannick Fübrich war den Start-, sowie den Schlussstint gefahren und musste dabei immer ans Limit. Eine 65 Sekunden Zeitstrafe für zwei km/h zu schnellem Fahren in der Boxengasse kostete Fübrich dann den Sieg bei seinem zweiten Tageseinsatz in der BMW Racingcup Klasse. Trotzdem Platz zwei, was für die enorm schnellen Stints von Fübrich und Griessner sprach. Auch am Sonntag wieder ein Doppeleinsatz, der mit zwei zweiten Plätzen belohnt wurde – trotz eines unverschuldeten „Abräumers“, als ein Porsche Yannick Fübrich touchierte und der dadurch neben der Piste zum Stehen kam. „Ein sehr erfolgreiches Wochenende mit immens vielen Zweikämpfen. Das Adrenalinteam hat beide BMWs perfekt vorbereitet und betreut“, erklärt ein hocherfreuter Yannick Fübrich.

    TCR-Klassensieg trotz eines Reifenschadens nach hartem Kampf mit einem Werks-Honda für Heiko Hammel im Seat Cupra am Samstag. Der Honda Civic strandete im weiteren Rennverlauf mit Motorschaden – keine Konkurrenten mehr für Heiko Hammel für das Sonntagsrennen. Das Kölner Mathilda Racing Team baute daraufhin den 350 PS starken Fronttriebler für die SP3T-Klasse (Spezialtourenwagen mit 2000ccm Motor und Turbolader) in einer Nachtschicht um. Damit demonstrierte Hammel mit seinem Mitstreiter Matthias Wasel perfekten Rennsport. Mit satten 3:37,38 Minuten Vorsprung kreuzte Hammel die Ziellinie vor zwei Audi RS3 sowie einem VW Golf GTi und einem weiteren Seat Cupra – die in der SP3T-Spezifikation mehr Leistung haben wie der Mathilda-Flitzer. Gesamtrang 39 war die zusätzliche Ausbeute des Forchtenberger Nordschleifenroutiniers, der sich über den dritten Klassensieg in Folge auf der Nordschleife freute.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Saisonauftakt Lauf 1 Nürburgring Langstrecken Serie

    Spannung und Dramatik beim NLS-Auftakt für die MCH-Racer in der grünen Hölle der Eifel

    Podestplätze für Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer gegen starke Konkurrenz

    29.06.2020

    141 Nennungen, 137 Fahrzeuge beim Training, 132 beim Rennen und nur 107 sahen nach einem vierstündigen furiosen Auftaktrennen die Zielflagge – der Auftakt in die Nürburgring Langstrecken-Serie 2020 war ein Highlight aus Fahrer-, Team-, und Zuschauersicht, wobei sich die Zuschauer nur virtuell per PC oder TV über das Geschehen informieren konnten – und dies zur Freude der Verantwortlichen auch taten.

    Doppeleinsatz von Yannick Fübrich (Meimsheim) mit einem Kassensieg sowie einem zweiten Platz und der geniale zweite Gesamtrang für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) – der Auftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie mit 137 Fahrzeugen war trotz der sehr schweren Corona-Einschränkungen ein voller Erfolg für die Motorsportler vom Motorsportclub Heilbronn – auch wenn für das Duo Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes AMG GT3 HRT AutoArenA etwas Frust bei der Siegerehrung mitschwang.

    Patrick AssenheimerDas erste Ausrufezeichen setzten die beiden mit der Pole in sensationellen 7.59.191 Minuten auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife, Kurzanbindung und GP-Kurs. Und das gegen weitere 19 internationale GT3 Boliden, auf zwei der PHOENIX-RACING Audi R8 LMS von Michele Beretta und Kim Luis Schramm.

    Das Duo Assenheimer/Engel demonstrierten mit dem vom neuen Haupt Racing Team betreuten 550 PS starken Mercedes AMG GT3 in ihren Doppelstints perfektes Racing mit mehreren Positionswechseln und tollen Überholmanövern. Das Duo führte 12 Runden, zelebrierte die schnellste Rennrunde und wurde in Führung liegend mit zehn Sekunden Vorsprung abgewunken. Dann der Frustmoment: „37 Sekunden Zeitstrafe wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit beim letzten Boxenstopp“, erklärt Patrick Assenheimer und ergänzt: „Ein Systemfehler, zwei Sekunden kosteten uns den Sieg, ansonsten lief alles perfekt. Wir hatten eine gute Strategie, die HRT-Truppe arbeitete optimal, unser Setup mit dem neuen EVO-Kit passte super“. Dadurch erbten David Pittard (Großbritannien) und Mikkel Jensen (Dänemark) den Sieg. Die waren im Walkenhorst BMW M6 GT3 vom fünften Startplatz losgefahren und hatten auch mehrere Führungsrunden inne. Erst in der vorletzten Rennrunde konnte Maro Engel den AutoArenA-Mercedes am BMW im Bereich der Kurzanbindung vorbeipressen. Auch der GetSpeed Mercedes AMG GT3 mit den Piloten Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello erbte seinen dritten Gesamtrang, nachdem der Phoenix Audi R8 LMS von Beretta/Schramm in der letzten Rennrunde durch eine Kollision zurückfiel und den Podestplatz gegen Gesamtrang sieben tauschen musste.

    Yannick FübrichDie amtierenden VLN-Meister Yannick Fübrich (Meimsheim) und David Griessner (Innsbruck) bestanden ihre Feuertaufe in der Klasse SP10 mit dem neuen, 450 PS starken BMW M4 GT4 mit Bravour. Platz zwei hinter dem Hofor-BMW M4 GT4 mit lediglich 1.09.660 Minuten Rückstand. „Dazu gesellt sich der 22 Gesamtrang, unser dritter Fahrer Florian Naumann hat sich perfekt integriert, die Technik hat gepasst, wir sind fast schon siegfähig“ resümiert Yannick Fübrich.

    Der hatte auf einem BMW M 240i  in der Racing-Cup 5 Klasse einen weiteren Einsatz und gewann mit seinen drei Kollegen vom Pixum CFN Adrenalin Motorsportteam die Klasse, in der er 2019 den Titel gewann.

    Am 11. und 12. Juli finden die Läufe zwei und drei der Nürburgring Langstrecken-Serie statt. „Mit Hinblick auf das legendäre 24-Stunden-Rennen sicherlich mit noch mehr Hochkarätern bei Fahrern und Rennfahrzeugen“ so das Schlussstatement von Patrick Assenheimer.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Freude über Saisonstart in der Eifel bei Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

    Nürburgring Langstrecken Serie startet unter sehr speziellen Corona-Bedingungen mit 141 Fahrzeugen 

    26.06.2020

    „Endlich wieder Rennen fahren“ so der gemeinsame Jubelruf der beiden Langstreckenracer vom Motorsportclub Heilbronn. Am Samstag startet nach dem Corona-Lockdown mit dreimonatiger Verspätung der Saisonauftakt in der Eifel für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Yannick Fübrich (Meimsheim).

    NLS StartNur eine Formalie ist der neue Name, aus VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) wird NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie). Immens dagegen das spezielle Hygienekonzept welches einen Start in die Rennsaison erst ermöglichte. Kleiner Auszug: Keine Zuschauer! Das Fahrerlager wird zur Boxengasse mit einem Wendekreisel umfunktioniert. Die seitherige Boxengasse darf nur für Tankvorgänge genutzt werden. Zwecks Chancengleichheit gibt es eine Mindestdauer der Summe aller Boxenstopps beim Rennen. Das Personal der Teams ist stark reduziert mit angeordneten Abstands-, und Schutzmaßnahmen.

    Trotzdem ist die Freude auf die „grüne Hölle“ bei 141 Nennungen – auch wenn noch nicht alle erwarteten Teams antreten - groß: „Knapp 80 Kurven verteilt auf 24,433 Kilometer - die Kombination aus Nordschleife, GP-Kurs und Kurzanbindung ist weltweit einzigartig und immer wieder eine fahrerische Herausforderung“, verkündet der letztjährige Vierfachgesamtsieger Patrick Assenheimer. Dieser Aussage pflichtet Yannick Fübrich bei. Der amtierende VLN-Meister geht erneut mit seinem Siegerteam Pixum CFN Adrenalin Motorsport auf Titelverteidigung. Neu ist dagegen das Einsatzfahrzeug. Zusammen mit Meisterkollege David Griessner (Innsbruck) und Florian Naumann (Idstein), der schon im BMW M240i Racing Cup schnell war, lenkt Fübrich einen BMW M4 GT4. Bei diesem Renner werden ca. 450 PS von einem Reihensechszylinder mit 3000ccm Hubraum und Turboaufladung über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geschickt. Gestartet wird in der aufstrebenden Klasse SP 10 gegen weitere BMW M4 GT4, Porsche Cayman, Aston Martin sowie dem Toyota GR Supra GT4 vom Boxberger Team Ring Racing, die mit dem Japaner Rennpremiere feiern. „Durch den VLN-Titel gehen wir mit der Startnummer 1 in die Saison. Unterstützung bekommen wir aufgrund des Championats auch von BMW M Customer Racing – für mich ein toller Aufstieg und ein weiterer Schritt in der Motorsportkarriereleiter.  Test-, und Einstellfahrten verliefen positiv, ein Platz auf dem Treppchen ist das Ziel“ so der 28jährige Yannick Fübrich. 

    Ein Testwochenende mit nassen und trockenen Bedingungen hat auch Patrick Assenheimer hinter sich. „Nach den Erfolgen der letzten Saison sind die Erwartungen natürlich hoch“ so der amtierende VLN-Speed-Trophy-Sieger. Der 6200ccm große Achtzylindermotor und die Kraftübertragung des AutoArenA Mercedes AMG GT3 sind gleichgeblieben, allerdings musste ein neues EVO-Kit integriert und abgestimmt werden. Zum Auftakt teilt sich der 29jährige Lehrensteinsfelder den 550 PS-Boliden mit Ex DTM Fahrer Maro Engel (Monaco), mit dem er auch beim Finale 2019 zum Sieg donnerte. „Der Auftakt ist quasi ein Werkseinsatz, wir starten offiziell unter „Mercedes AMG Team HRT-AutoArenA“ erläutert Patrick Assenheimer. Der bekannte und erfolgreiche Rennfahrer und Projektentwickler Hubert Haupt aus München hat HRT gegründet, nachdem sich die international sehr erfolgreiche Black Falcon Truppe aus dem professionellen GT3-Rennsport während der Corona-Krise zurückgezogen hat. „Viele der Black Falcon Techniker und Ingenieure sind jetzt beim Haupt Racing Team, was sich positiv auswirken wird. Unser Ziel ist eine Top Ten Platzierung, der Traum natürlich ein Platz auf dem Podest“, so Patrick Assenheimer, der sich auch Erkenntnisse für das 24-Stunden-Rennen, welches auf den 25. bis 27. September verschoben wurde, erhofft. In dessen SP9 Königsklasse sind 20 internationale GT3 Boliden gemeldet. Porsche, Audi, BMW, Mercedes und Ferrari mit namhaften, schnellen Nordschleifenakteuren sorgen für eine enorme Konkurrenz.   

    (Wilfried Ruoff)

  • Jürgen Bender mit Callaway-Corvette C7 am Start

    26.06.2020

    Es ist endlich soweit. Die Rennsportsaison 2020 steht vor dem Saison-Auftakt. Am 11. Juli beginnt die GT-Rennsaison am Lausitzring. Prominente Szenekenner im Unterland, der Region um Heilbronn, erwarten ein starkes Engagement mit besten Erfolgsaussichten für das Team Callaway-Competition.

    Corvette C7Das Erfolgsteam der Hersteller Ernst Wöhr und Enzo Ciccone hat im Heilbronner Vorort Leingarten zwei neue Exemplare der Baureihe C7 fertig gestellt. Jürgen Bender wird in 14 Tagen mit einem der neuen C7-Modelle in der P9-Challenge und in der STT an den Start gehen. "Vor 3 Jahren habe ich den Titel in der STT gewonnen. Diesen Titel möchte ich 2020 zurück erobern", so Bender lächelnd im Interview. Den ersten Renntest hat der Neckarsulmer Diplomingenieur in dieser Woche absolviert. Die neue C7 Corvette war noch wie neu geboren in Karbonoptik unterwegs. Ein seltener Moment für viele Rennfans. Wegen der Corona-Beschränkung hielt sich die Menge der Fans im Motodrom jedoch in Grenzen.  "Ich persönlich gehe davon aus das Jürgen seine Rundenzeit in Hockenheim mit dem neuen C7-Modell der Jungs aus Leingarten um etwa 1 sec gegenüber dem Vorjahr verbessern wird", fügte Renningenieur Marco Bayer überzeugt hinzu.

    Diese Zeit erreichte der gleichzeitig testende ADAC-GT-Masters-Frontrunner Markus Pommer aus Neckarsulm in Hockenheim am Folgetag. Pommer, ein Routinier im GT-Sport, geht 2020 mit Jeffrey Schmidt (CH) in der ADAC Masters an den Start. Siege zusammen mit Marvin Kirchhöfer zeigten im Vorjahr bereits das mit dem Callaway-Werks-Duo zu rechnen ist. Beste Aussichten also für Jürgen Bender.

    Renningenieur Bayer wird Jürgen Bender auch zukünftig betreuen. Beide arbeiteten bereit über mehrere Jahre sehr erfolgreich zusammen. So errang man bereits Gesamtrang 4 bei den 24h von Dubai. Der Erfolg in Dubai wurde seinerzeit auf einem Porsche GT3 errungen. Das blieb bisher mit Abstand beste Ergebnis eines Teams aus der Heilbronner Region in den Emiraten. Nach dem Umstieg auf die erste Callaway Corvette gewann Jürgen Bender 2014 auf dem Lausitzring bereits auf Anhieb einen Lauf zur P9-Challenge. Den größten Erfolg aber verbuchte Bender beim Saisonfinale 2018 in der P9-Challenge und der STT auf dem Nürburgring. Er gewann beide Läufe der P9-Challenge und der renommierten STT-Serie. "Der 'große Vierer' einem Tag, das war schon irre", so Bender am Abend nach dem Rennen im Fahrerlager hocherfreut. Und hätte es an dem Wochenende noch eine P9-Endurance-Lauf gegeben - wer weiß. Aber lassen wir das. Abwarten was die Zukunft bringt. Jürgen Bender ist für 2020 jedenfalls bestens gerüstet.

    Die Daumen der viele Freunde von Bender, Pommer und Bayer in ihrem heimischen Motorsport Club Heilbronn (MCH) werden am 10. und 11. Juli auf alle Fälle festgedrückt sein.

    (HTS)

    Foto: Privat - Bender in der neuen C7 Callaway-Corvette mit Renningenieur Bayer an der Box in Hockenheim

     

     

  • Callaway Competition Corvette C7 GT3R

    So sieht sie aus - die Callaway Competition Corvette C7 GT3R

    19.05.2020

    Jedem Racer steigt schon ein besonderes "Kribbeln" über den Nacken ganz nach oben hoch, wenn der die faszinierende Technik der neu entwickelten C7 GT3R Corvette von Callaway Competition in Leingarten, beim Hersteller in der Halle betrachten darf. Da wären die MCH-Mitglieder keine Ausnahme.

    Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone sind dabei die finalen Handgriffe an jenem Modell C7-GT3R zu machen das für Jürgen Bender im Rahmen der STT und der P9-Challenge 2020 zum Einsatz kommen wird. Natürlich bleiben einige technische Raffinessen ein Geheimnis. Aber andere Details machen deutlich, dass die zu erwartende Leistungssteigerung beachtlich ausfallen dürfte. MCH-Mitglied Jürgen Bender wird sich im Feld der GT-Modelle von Audi, Ferrari, Aston Martin, AMG, Porsche, Pagani, BMW, Ford oder auch gegen den immer schneller werdenden Flachmann aus Holland, dem Pumaxs von Henk Thuis (NL), in Szene setzen können. Da ist sich jeder Fan sicher.

    CorvetteDie Gewichtsverteilung des 1250 Kg schweren Deutsch-Amerikaners beträgt am Start H/V - 52%/48%. Dieses Verhältnis nähert sich bei abnehmendem Gewicht entsprechend dem Verbrauch der maximal 120 L Kraftstoff im Tank auf ein Verhältnis von 51/49% an.

    Das 6-Gang Getriebe von X-Trac ist ausgereift. Das gilt auch für das verwendet Bilstein Gewindefahrwerk. Perfekte Einstellungen auf jede Rennstrecke sind so mühelos möglich. Das Ingenieurteam von Callaway Competition und im Falle von Jürgen Bender auch dessen persönlicher Renningenieur Marco Bayer loben die Bilstein-Technik sehr, weil sie diese Technik kennen.

    Und zum Motor. Die Leistung liegt irgendwo bei 600 PS. Alles ist abhängig vom jeweils vorgeschriebenen Restriktor und BOP-Vorgaben liefern bzw. bestimmen dabei entscheidende Voraussetzungen. Damit im Zusammenhang zu sehen ist auch der Einfluss die Auspuffanlage von M&M.

    Das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede mit dem Jürgen Bender neuerlich wieder an den Start geht, scharrt genau wie Pilot Dipl.-Ing. Bender schon mächtig mit den Hufen.

    Später auf der Rennstrecke gilt es dann das Fahrwerk auf die zu verwendenden Reifen von Michelin oder Avon abzustimmen. Es bleibt spannend, nein, es wird spannender. "Das ist es eigentlich im Rennsport immer", so der Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer trocken beim Interview in seiner Halle. 

    (HTS)

    Foto: HTS

  • Corvette C7 im Aufbau bei Callaway Competition

    09.05.2020

    Bei Callaway-Competition kam uns ein C7-Basisrahmen vor die Linse. Ob es der Rahmen von Jürgen Benders neuer GT3-C7-Corvette ist? Nein, dieser Rahmen ist es nicht. Die neue C7.Callaway-Corvette, Das identische Modell für Markus Pommer (NSU) und den Schweizer Jeffrey Schmidt für den Titelkampf 2020 in der internationalen ADAC GT-Masters wie es dieser Tage vorgestellt wird, ist komplett.

    Lediglich der der neue Rennmotor muss noch eingebaut werden. "Eine Sache weniger Stunden", so Callaway-Chef Ernst Wöhr in Leingarten. Wir bleiben für die Racefans am "Ball". Heilbronns Beiträge mit den neuen Modellen von Callaway-Competition aus Leingarten mit den Unterländern Markus Pommer und Jürgen Bender (beide aus Neckarsulm) werden in der ADAC-GT-Masters in der STT-Serie und der P9-Challenge ganz sicher für einige Gesamtsiege, nicht nur in Deutschland sorgen. 

    (HTS)

    Corvette C7 Gitterrahmen

    Foto: HTS

  • Chris Vogler siegt auf Mallorca

    06.05.2020

    Vom 12.-14. März 2020 fand die „16. Rally Clásico Isla Mallorca“ statt. 460 Kilometer Asphalt-Prüfungen quer über die Insel, 125 Kilometer davon Sonderprüfungen, 2 Nacht-Etappen.

    Dank Chris Vogler war der Motosportclub Heilbronn selbst auf dieser entfernten Veranstaltung erfolgreich vertreten. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho konnte Chris Vogler die Klasse der Showcars für sich entscheiden. Eine beachtliche Leistung, war es doch die erste Rallye für Chris nach über 20 Jahren. Unterstützt durch Sponsoren, dem Porsche Zentrum Karlsruhe und der Softwareschmiede Vogler und Hauke aus Neckarsulm, wurde ein Porsche 911 Speedster mit 4l‑Saugmotor und 510 PS eingesetzt. Von den 8 gefahrenen Prüfungen konnte sich das Team Vogler/Sancho dank konstant hohem Speed nahezu immer unter den Top 3 wiederfinden, zwei Etappen wurden mit Bestzeit für sich verbucht. Und so konnte das deutsch/mallorquinische Team die 13 Konkurrenten der Showcars auf die weiteren Plätze verweisen.

    Leider zeigte auch hier das Corona-Virus seine ersten Konsequenzen und so wurde die Rallye nach Absprache zwischen dem Veranstalter und den zuständigen Behörden am Freitagabend als vorsorgliche Maßnahme zur Eindämmung einer möglichen Covid-19-Pandemie vorzeitig abgebrochen.

    Chris Vogler und Jaime Domenge Sancho 

    Chris Vogler (l.) mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho

  • Jürgen Bender ist bereit für den Saisonstart 2020

    27.04.2020

    "...aber in einer nie da gewesenen Zeit wie wir sie momentan über uns ergehen lassen müssen ist 'abwarten' selbstverständlich angesagt", so der erfolgreichste Automobilsportler des Unterlandes. Mit mittlerweile deutlich über 1000 erkämpften Pokalen in den Vitrinen. Jürgen Bender stellte alle anderen Aktiven damit in den Schatten. "OK", fügt er eher bescheiden im Interview hinzu, "das sind die Erfolge aus 4 Jahrzehnten im Rennsport". Erkämpft hat der Neckarsulmer diese riesige Masse an Trophäen und 2 Dutzend Cup- und Meistertiteln dazu auf Rennsportwagen der Fabrikate NSU, Porsche und Callaway-Corvette.

    Was 1978 nach dem Erwerb des Führerscheins auf einem wenige 100 Meter vom Elternhaus entfernt gebauten NSU TTS 1300 begann, das wird 2020, sobald Corona es zulässt, auf einer von Callaway-Competition in Leingarten aufgebauten GT3 Corvette der Modellreihe C7 erneut in Angriff genommen. Wie bereits gesagt, begann alles 1978 - oder doch schon früher? "Natürlich habe ich schon in den Jahren zuvor ganz genau hingeschaut, wenn ich neben einem unsere Mitarbeiter im Betrieb in einem der Fahrzeuge saß. Und auch von Vater Hans holte Jürgen sich manchen wichtigen Tipp. "Nein, mein Vater war kein Rennsportler", lächelte "Ben", so nennen ihn die Freunde, im Gespräch. Einen wichtigen Titel gewann Jürgen Bender gegen harte Porsche und AMG-Mitstreiter 2017 mit der Super Tourenwagen Trophy. Eine harte Nummer bis zum Finale", erinnert er sich gut. 2018 machte die Technik mehrfach einen Strich durch die Titelbemühungen. Dafür stellte der heimische Topmann aber einen Rekord auf, der nur schwer zu brechen sein dürfte. Jürgen Bender reiste mit seinem Team zum Nürburgring. Dort trat er zu den beiden Finalläufen der STT und der P9-Challenge an. Und "Ben" gewann die Rennen alle. 4 Gesamtsiege, 4 Klassensiege und am Ende den Divisionssieg KL8 der Saison 2018 in der P9-Challenge dazu. 9 Pokale als Resultat eines Rennwochenendes - Nicht zu glauben. "Und dabei war ich in der P9 nur sporadisch am Start", Kopf schütteln bei Bender. 2019 gewann der Unterländer erneut Rennen in der STT und der P9-Challenge. Ein Dreifach-Sieg vor der Haustür in Hockenheim und ein Gesamtrang 3 nach gerade mal 4 Starts in der P9-Challenge wurden zum Finale für das Duo Bender/Callaway-Corvette-C6. Die spannende Frage für die nahe Zukunft lautet nun - wann wird er mit der neuen C7-Corvette antreten können - und wo? Einen Vortest in einem Modell-2019 gab es bereits, so war zu erfahren. Bei dem neuen Wagen für Bender handelt es sich um das gleiche Modell welches in der ADAC-Masters 2020 vom Duo Pommer/Schmidt eingesetzt wird. Alle 3 Fahrer scharren schon mit den Hufen. Die heimischen Fans sind gespannt. 

    (HTS)

    Foto: HTS - Benders C6-Corvette auf Pole in Hockenheim

  • 2020 - Zwei GT3-Modelle der Callaway-Corvette C7...

    ...in der ADAC-GT-Masters, der STT und der P9-Challenge vertreten

    23.03.2020

    Die aktuelle Version der in Heilbronn-Leingarten entwickelte und gebauten Version C7 von Callaway Competition werden zu Saisonbeginn in drei GT-Serien unterwegs sein. Hersteller Callaway-Competition wird mit dem Duo Markus Pommer und seinem neuen Partner, dem jungen Schweizer Routinier Jeffrey Schmidt in der int. ADAC-GT-Masters um den Titel kämpfen. Blenden wir zurück. 2019 gelang es MCH-Mitglied Markus Pommer zusammen mit seinem Vorjahrespartner Marvin Kirchhöfer um den Titel zu kämpfen.

    Das gleiche Modell wie es von Markus Pommer und Jeffrey Schmidt eingesetzt wird bereitet das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede für Einsätze in der STT-Serie und der P9-Challenge vor. Dort wird der Neckarsulmer Routinier Jürgen Bender um Siege und Titel kämpfen. Unvergessen ist das Highlight von MCH-Mitglied Jürgen Bender am Nürburgring. Dort gelang es dem Unterländer beim Finale der Serien STT und P9-Challeng alle 4 Rennläufe beider Serien an einem Tag zu gewinnen. Eine noch nie dagewesene Erfolgsspitze im GT-Rennsport.

    (HTS)

    Markus Pommer (l) - Jeffrey Schmidt (r)

    ADAC GT Masters 2020 CALLAWAY COMPETITION STARTET AUCH 2020 WIEDER IM ADAC GT MASTERS 

    Das Corvette-Team Callaway Competition geht auch 2020 wieder mit einer C7 GT3-R im ADAC GT Masters an den Start. Für die 14. Saison in dem hochkarätigen GT3-Championat konnte die Mannschaft aus Leingarten mit Jeffrey Schmidt (CH) einen starken Neuzugang gewinnen. Der Schweizer ersetzt den, in der kommenden Saison, nicht zur Verfügung stehenden Marvin Kirchhöfer und bildet mit Markus Pommer (D) das neue Fahrerduo.

    Keine Saison ohne Callaway Competition: Auch 2020 wird das dienstälteste Team der „Liga der Supersportwagen“ im ADAC GT Masters wieder an den Start gehen. Das Corvette-Team aus Leingarten ist seit Bestehen des ADAC GT Masters 2007 ein fester Bestandteil im Starterfeld. Mit 33 Siegen und jeweils zwei Titeln in der Fahrer- und Teamwertung, zählt die Mannschaft um Teamchef Mike Gramke nicht nur zu den erfahrensten, sondern auch zu den erfolgreichsten Teams in der starkbesetzten Rennserie.

    Trotz eines erfolgreichen Saisonstarts mit drei Siegen musste man im vergangenen Jahr, nach dem vorletzten Lauf in Hockenheim früh die Saison und die Meisterschaftsambitionen begraben. Zwei heftige Kollisionen beschädigten die Corvette von Markus Pommer (29/Heilbronn) und Marvin Kirchhöfer (26/Luzern) beim Heimrennen in Hockenheim so stark, dass das Team beim Finale auf dem Sachsenring erstmals an einem Rennwochenende nicht antreten konnte.

    Nach der Saison war jedoch schnell klar, dass man in der Winterpause ein neues Rennfahrzeug aufbauen und 2020 wieder zurückkehren wird.>

    Zu Beginn des neuen Jahres erschwerten jedoch zahlreiche Überschneidungen mit anderen Rennserien und nicht zuletzt der Coronavirus (COVID-19), der derzeit weltweit für Unsicherheit sorgt, die Planungen des Fahrerkaders. Letzten Endes bekam man für Marvin Kirchhöfer, der bei R-Motorsport vertraglich gebunden ist, keine Freigabe und musste einen neuen Fahrer neben Markus Pommer finden.

    Für die 14. Saison in Folge konnte Callaway Competition mit Jeffrey Schmidt (26/Liestal) einen weiteren schnellen Fahrer neben Markus Pommer als Neuzugang gewinnen. Der Schweizer war zuvor drei Saisons im ADAC GT Masters auf einem Audi R8 LMS unterwegs und konnte in seinen 42 Rennen, einen Sieg, eine Poleposition und insgesamt 7 Podest-Platzierungen für sich verbuchen.

    Markus Pommer und Jeffrey Schmidt werden sich die von Callaway Competition entwickelte und neuaufgebaute Corvette C7 GT3-R teilen, welche wieder mit der traditionellen Startnummer #77 antritt. Zusammen mit dem Team haben sich die beiden für 2020 das Ziel gesteckt, wieder ganz vorn mitfahren zu wollen.

    Wann, wo und wie das ADAC GT Masters 2020 in die Saison starten wird, ist aufgrund der aktuellen und prekären Lage wegen der Corona-Pandemie noch ungewiss. 

    WELCOME AND HAPPY BIRTHDAY

    Das gesamte Team heißt seinem Neuzugang Jeffrey Schmidt herzlich Willkommen im Team und wünscht ihm zum 26. Geburtstag alles Gute und viel Erfolg für die kommende Saison.

    Jeffrey Schmidt

    Jeffrey Schmidt (26/Liestal) Bild: Sabine Otto

    „Ich danke Ernst Wöhr, Giovanni Ciccone und dem Team Callaway Competition für das in mich gesetzte Vertrauen. Nach einer enttäuschenden Saison 2019 freue ich mich nun auf die neue Herausforderung und die vielversprechende Zusammenarbeit mit der erfahrenen Mannschaft aus Leingarten und meinem neuen Teamkollegen Markus Pommer. Wir sind gut aufgestellt und haben uns hohe Ziele gesetzt.“

    Markus Pommer 

    Markus Pommer (28/Heilbronn) 

    „Ich freue mich, dass ich dieses Jahr wieder für Callaway Competition an den Start gehen kann. Letztes Jahr feierten wir zusammen große Erfolge und mussten leider auch einige Rückschläge einstecken. Nach den zwei Unfällen in Hockenheim letztes Jahr bin ich glücklich, dass das Auto wieder in einem top Zustand ist und wir wieder zusammen angreifen können. Dafür möchte ich mich beim gesamten Team bedanken, denn über den Winter wurde sehr hart gearbeitet, um ein gutes Paket zu schnüren. Mit Jeffrey habe ich einen sehr schnellen Teamkollegen, der auch in der ADAC GT Masters bereits über viel Erfahrung verfügt. Wir sind alle motiviert und möchten wieder ganz vorne mitfahren.”


     

    Mike Gramke (Teamchef)

    „Das Team hat über die Wintermonate einiges geleistet. Die Hürden haben wir gut gemeistert und sind froh, dass wir mit Jeffrey Schmidt einen neuen schnellen Fahrer gewinnen konnten. Wir sind mit Markus Pommer und Jeffrey Schmidt für die kommende Saison sehr gut aufgestellt und ich denke, dass wir wieder vorn angreifen können. Wann wir allerdings genau in die Saison starten können ist ungewiss. Wir hoffen natürlich, dass wir in diesem Jahr wieder eine spannende Meisterschaft haben werden. Oberste Priorität hat jedoch natürlich die Gesundheit jedes einzelnen Teammitglieds, unserer aller Fahrer und unserer Fans. Daher bleibt uns nun nichts anderes übrig als abzuwarten.“

    Impressum: Callaway Competition GmbH Liebigstr. 31 74211 Leingarten GERMANY

  • Corvette - ein Siegerauto für die P9

    Z06 Callaway GT3 Corvette - wer steuert den Top-GT3 in der P9-Challenge 2020 zum Sieg?

    23.03.2020

    Die P9-Challenge und die P9-Endurance erwarten die Callaway-Corvette 2020 als Sieger-GT am Start. Bereits 2015 wurde die erste grau lackierte GT3 Callaway-Corvette Z06 am Lausitzring in zum Sieg katapultiert. Eurospeedway-Lausitzring - eine Strecke ganz eigener Prägung wie P9-Manager Bernhard Fischer aus München weis. Der Manager aus München nimmt sie mit beharrlicher Regelmäßigkeit in den P9-Terminkalender auf. "Das hat auch seine Berechtigung“, so Fischer. "Eine sehr schnelle Strecke die eben ihre Fans hat. Teams, Fahrer und Zuschauer", so Fischer dieser Tage. Der Straßenkurs mit der langen Links vor der Zielgeraden. "Unter Volllast hat das etwas", so verstand ich P9-Siegerkönig Hermann Speck zumindest.

    Der erste Corvette-Gesamtsieg ging 2015 an Jürgen Bender aus Neckarsulm. Der Unterländer Reifenspezialist und Entwickler von Recycling-Maschinen war damals angetan von der Strecke und auch von der jungen P9-Serie für GT-Boliden. "Rein schnuppern und gleich Gesamtsieg, das hat was", grinste der Routinier nach seinem Sieg im Interview. Später wiederholte Jürgen "Ben" Bender das Siegen in der P9-Serie. Unvergessen sein Vierfacherfolg 2018 beim GT-Serienfinale am Nürburgring, in den beiden Endläufen der P9 und in den Finalen der STT. Hat das eigentlich schon einmal ein Fahrer an einem Tag geschafft - einen Vierfachsieg an einem einzigen Tag mit 4 Rennen im Abstand von z.T. unter einer Stunde - ich glaube vor Bender am Ring schaffte das noch niemand.

    Zuletzt gewann Jürgen Bender 2019 in einer blaugrünen Z06-Corvette beide Läufe der P9 in Hockenheim. Einige Porsche, Dallara Renault RS01, Ligier LMP3, Audi R8, Ford GT, BMW und AMG - alles was schnell war, das war dort am Start.

    Wer wird 2020 in der P9 zur Challenge und zur Endurance im blaugrünen "Siegerbomber" aus der Schmiede von Callaway-Competition in Heilbronn an den Start gehen? Dazu die Frage wer den Wagen einsetzen wird? Vom Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vor den Toren von Heilbronn ist gerüchteweise die Rede.

    Spannung bis zum Start der P9-Saison am Red Bull Ring ist angesagt.

    Einige Fragen bleiben offen bis zum Schluss. Welcher Fahrer löst dieses Rätsel am Ende auf? Kann die Corvette den Pagani Zonda schlagen? Hier werden sie es erfahren.

    Wir bleiben dran.
    Cross my heart.  (HTS)

    Foto: HTS, Bender an der Z06-Covette

  • GT4-Pilot Yannick Fübrich in Richtung Pommer, Assenheimer und Bender unterwegs

    23.03.2020

    In der bedeutendsten GT-Rennwagenklasse, der GT3 sind es die Unterländer Markus Pommer (Callaway Corvette), Jürgen Bender (Callaway Corvette) und Patrick Assenheimer (AMG GT3), die auf internationalem Parkett - oder sagen wir treffender "auf internationalem Asphalt" - für Furore sorgten. In der GT-Masters, der STT, der P9-Challenge oder auf der Langstrecke "greift man nach Sieg und Titel". In der GT4 hat Yannick Fübrich die gleiche Richtung im Auge. 

    (HTS)

    Fübrich - Griessner(rechts).jpg 

    BMW-Presse:

    Kundensport: VLN-Champions starten 2020 im #1 BMW M4 GT4.

    BMW M Customer Racing unterstützt in der kommenden Langstreckensaison auf dem Nürburgring (GER) die amtierenden VLN-Champions David Griessner (AUT) und Yannick Fübrich (GER) dabei, den nächsten Schritt in ihren Rennsport-Karrieren zu gehen. Das Duo, das 2019 neben dem VLN-Titel auch zum zweiten Mal in Folge die Gesamtwertung im BMW M240i Racing Cup gewann, erhält einen finanziellen Zuschuss und damit die Chance, die gesamte Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie (früher VLN) am Steuer eines BMW M4 GT4 in der Klasse SP10 zu bestreiten. Eingesetzt wird das Fahrzeug mit der Startnummer 1 vom ebenso erfahrenen wie in der BMW Sports Trophy erfolgreichen Team Adrenalin Motorsport. Dritter Fahrer neben Griessner und Fübrich wird Florian Naumann (GER) sein. „Nach den Erfolgen der vergangenen beiden Jahre freue ich mich jetzt auf die neuen Herausforderungen im BMW M4 GT4“, sagt Griessner. „Der BMW M240i Racing Cup war hierfür die perfekte Vorbereitung.“ Fübrich ergänzt: „Ich bin sehr glücklich, mit dem BMW M4 GT4 den nächsten Schritt zu gehen.“ Die Unterstützung der VLN-Champions ist ein weiterer Beleg dafür, dass BMW M Customer Racing auch in der Saison 2020 seine konsequente Förderung des Breitensports nicht nur fortsetzt, sondern noch weiter intensiviert. BMW-Pressemitteilung.

    Die komplette Pressemitteilung:

    https://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3179

  • Auftakt des Rundstreckenrennsports 2020 abgebrochen

    Jürgen Bender weiter erfolgreichster Unterländer in Dubai

    13.01.2020

    Jürgen Bender (Neckarsulm) bleibt auch 2020 der bisher erfolgreichste Automobilrennfahrer bei dem alljährlichen internationalen Rundstrecken-Saisonauftakt, den "24h von Dubai". Sintflutartiger Regenfälle zwang den Veranstalter nach 30% der Zeit das Rennens in der Golf-Region zu neutralisieren. Nach 13h brach man wegen weiter zunehmender Überflutung der Rennstrecke aus Gründen der Sicherheit dann endgültig ab.

    Sieger wurde mit 5 Fahren aus Dubai, Holland und Deutschland das Deutsche AMG-Mercedes GT3-Team vom Topteam Black Falcon. Die Deutschen Hersteller AMG-Mercedes, Audi und Porsche überzeugten mit der Erringung der ersten 5 Positionen 2020 in Dubai. In der Geschichte der "24h von Dubai" ist weiterhin der 4.-platzierte von 2006, GT-Routinier Jürgen Bender aus Neckarsulm auf Porsche GT3 vom Team Sportwagenschmiede der erfolgreichste Dubai-Starter des Unterlandes der Renngeschichte geblieben.

    Die AMG-Crew mit GT-Routinier Patrick Assenheimer und Junior Luca Stolz konnten sich auf Grund der misslichen Wetterbedingungen 2020 am Ende nicht unter den ersten 10 Platzierten von Dubai halten. 

    (HTS)

     Foto HTS: Bender und Dubai-Renningenieur Bayer beim Studium von den Zeiten der Gegner

Archiv 2019

  • Geehrt mit den GT4-BMW-Assen - Yannick Fübrich

    München: BMW - GT4-Fahrerehrung 2019

    Im internationalen Rennsport haben die Namen Michael Fischer (A), Michael Schrey oder Thomas Jäger einen besonderen Klang. Nun ist auch Yannik Fübrich da dran. Mit seinen jüngsten Erfolgen gelang es dem routinierten Unterländer als 9. unter die ersten 10 der internationalen BMW Sports Trophy Ehrung 2019 zu fahren. Ein beachtlicher Erfolg für den Unterländer nun auf der Bühne in München geehrt zu werden. Wird es ihm in absehbarer Zeit gelingen in die internationale GT3-Liga aufsteigen zu können? Geehrt wurde auch der einstige FF-Festival-Sieger Ricardo van der Ende (NL, links). Ex-F1-Fahrer Alesandro Zanardi (I) nahm die Ehrungen in München vor.

    (HTS)


    Komplette Pressemeldung von BMW - http://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3022


    BMW-Foto

  • Jürgen Bender erfolgreich in 2 Meisterschaften

    (P9-Challenge + STT)

    Porsche-GT-Modelle machen seit Jahren in den beiden P9-Serien, der Challenge und in der Endurance "die Pace". Auch 2019 blieb das so. P9-Manager Bernhard Fischer stellte 2019 einen Terminkalender für seine beiden Serien zusammen, der die Starter aus Deutschland, Österreich, der Tschechei, Italien und der Schweiz einmal mehr voll überzeugte. Auch den erfolgreichen Unterländer GT-Routinier Jürgen Bender.

    "Unser Partner, das Porsche Zentrum Olympiapark erwarten Top-Rennstrecken. Die Fahrer und die teilnehmenden Teams verlangen in jeder P9-Saison anspruchsvolle Strecken. Das ist nachvollziehbar und sie alle bekommen Top-Strecken bei uns. Wir schaffen so optimale Grundvoraussetzungen für eine Top-Saison in der P9", so der P9-Boss Fischer aus München. Alle Fahrer wollen mit ihren GT-Rennwagen auf renommierten Circuits ihre eigenen Rundenzeiten mit den Topleuten aus anderen Rennserien vergleichen können. Vorne fahren reicht nicht".

    In der P9-Challenge brachte Jürgen Bender als Nr.1 seiner Leistungsklasse KL8 beim Interview auf den Punkt, als er seine Rundenzeiten mit den Zeiten anderer Serien verglich. "Der Hockenheimring, der "Königlichen Park von Monza", der Red Bull Ring oder auch der legendäre Formel-1 Kurs in Imola sind perfekte Vergleichsstrecken für die internationale Fahrerschaft", so der Neckarsulmer. Dort fährt die P9 und auch die STT.

    Bei jedem Rennwochenende ist es der Kampf um das Podium, um Klassensiege oder gar um den Gesamtsieg eines P9-Laufes oder der STT das was die Racefans erleben wollen und was sie immer wieder fasziniert. In der 34. Saison der renommierten STT gelang Jürgen Bender in seiner Division 1 der Meisterschaftsplatz zwei hinter Porsche-Ass Uli Becker. "Die haben sich packende Duelle geliefert", so Manager Krepschik.

    Die Möglichkeit des Fahrerwechsels bei der P9-Endurance sowie die Chance in Abhängigkeit von der Klassenstärke für den Titelkampf der P9-Challenge bzw. Endurance zu punkten, genau das hielt 2019 die Tabellenführung bis zum Finale im Italienischen Imola offen. Kampf bis zur letzten Runde.

    MCH-Ass Jürgen Bender war nur bei 1/3 der P9-Rennen am Start. Aber der Neckarsulmer holte auf einer 600 PS-starken Callaway-Corvette wie auch der Prager Unternehmer Antonin Herbeck auf Pagani-Zonda-AMG und Heiko Neumann (Burg) auf Porsche 997 GT3R ebenfalls zwei Gesamtsiege. Siegerkönig wurde der Nürnberger Hermann Speck auf Porsche 997 GT3R. "Specki" gewann in der P9-Challenge 4 Meisterschaftsläufe", so Bender respektvoll. Hinter MCH-Clubmitglied Bender landete der Leipziger Marvin Kirchhöfer und der spätere Champion "Denis G. Watt" aus Österreich mit je einem Gesamtsieg. Profi Kirchhöfer war nur bei einem Rennen am Start und dort gewann er auch prompt. Respekt also für den ADAC-Masters-Profi von Callaway-Competition aus Leingarten, einem Titel-Favoriten.

    In der P9-Challenge katapultierte sich Jürgen Bender am Ende auf Meisterschaftsrang 3 nach vorne. "Bei nur 4 Starts eine überaus beachtliche Leistung", so Benders Wettbewerber voller Anerkennung.

    Die STT-Challenge konnte Jürgen Bender 2017 gewinnen. In der auslaufenden Saison landete der Divisionszweite aus dem Unterland dort auf Gesamtrang 4. Damit war er natürlich nicht zufrieden. Technische Probleme warfen Jürgen Bender entscheidend zurück.

    Den größte Saisonerfolg erkämpfte "Ben" Bender beim American Fan Fest in Hockenheim. Von 4 Starts gewann der Neckarsulmer Diplomingenieur 3 Rennen in der P9 und in der STT. Überboten hat Bender das zuvor nur einmal am Nürburgring. 2018 gewann er dort alle 4 GT-Rennen bei denen er antrat - und das an einem Sonntag im Oktober.

    (HTS)

    Foto HTS: - Bender besiegte Becker und Abbelen in der P9-Challenge in Hockenheim

  • Die 3 GT-Topfahrer aus dem Unterland

    Quo Vadis - Jürgen Bender 2020 im GT-Sport am Start

    Die GT3-Rennwagen stehen seit einigen Jahren nicht nur im Deutschen Motorsport, sondern auch international in voller Blüte. Rundstreckenrennen am Steuer eines GT3-Rennwagens sind seit einigen Jahren absolut Trumpf. Ein junger Fahrer aus jenem ADAC- Club AMC-Giessen den auch der einst der legendäre Deutsche Formel 1 Profi Stefan Bellof angehörte, brachte es vor einigen Tagen in Hockenheim auf den Punkt. "GT3 ist bei den Produktionsrennwagen der einzig richtige Weg. Entweder Rennwagen, dann Formelsport oder Produktionsrennwagen, dann GT3", so Dennis Fetzer. Das 17jährige Talent stieg vom Kart in den GT3-Cup und katapultierte sich auf nassem Asphalt am Red Bull Ring aus dem Stand aufs Siegerpodium.

    Im heimischen Unterland haben sich Markus Pommer (Erlenbach), Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Jürgen Bender (Neckarsulm) auf GT3 Rennwagen europaweit einen Namen gemacht. Natürlich waren die drei Racer nicht die einzigen die das versuchten. Aber sie waren diejenigen, die Erfolg im GT3-Sport hatten. Auf Spitzenmodellen von Callaway-Competition (Leingarten), AMG (Team Auto Arena) und Audi (Aust Motorsport) feierte man in der Topserie ADAC-GT-Masters in verschieden international offene GT-Serien und auch auf der Langstrecke viele Klassenerfolge, Gesamtsiege und Meistertitel. Die Namen Pommer, Assenheimer und Bender erfreuen sich großer Wertschätzung bei den GT-Profiteams des Automobilsports.

    Auf der Rundstrecke mischt Markus Pommer im Kampf um den ADAC-GT-Mastertitel entscheidend mit. Patrick Assenheimer, in der Vergangenheit Gesamtsieger bei Gaststarts in der STT mischt jetzt auf der Langstrecke im Kampf um Siege entscheidend mit. Er ist dem Fabrikat mit dem Stern verbunden. Und Jürgen Bender? Der Neckarsulmer Ingenieur gewann die TCC-Serie sowie die STT. Dazu holte er jedes Jahr Siege bei Gaststarts in der P9-Challenge. Nicht zu vergessen sein einzigartiger Vierfachsieg 2018 am Ring bei der STT+P9. Aber die Krone ist der glänzende 4. Gesamtrang bei den 24h von Dubai 2006. "Die GT3 ist es heute, die im Rundstreckenrennsport die "Spreu vom Weizen" teilt, keine Frage", so MCH-Mitglied Renningenieur Marco Bayer.

    Foto: Autosport.at, Hartung

  • René Noller kommt erneut ins Ziel und wird Achter im Rallye-Cup

    Finale zur Deutschen Rallye Meisterschaft und dem ADAC Rallye Cup 2019

    Das große Finale zur Deutschen Rallye Meisterschaft und dem ADAC Rallye Cup fand diesmal mit der Int. ADAC 3-Städte Rallye in Niederbayern statt. Neben dem Deutschen Meister Fabian Kreim (Skoda R5) freute sich auch der mit 17 Jahren jüngste Teilnehmer im Feld, René Noller vom MC Heilbronn über den 8. Gesamtrang im ADAC Rallye Cup 2019.

    Zusammen mit seinem BF17 Copilot Matthias Weber (Grafenau) schaffte es René Noller erneut den 142 PS starken Opel Adam gekonnt über alle 10 Wertungsprüfungen und die knapp 500 Km Gesamtdistanz zu bringen. Obwohl er erst beim 3. von 6 Läufen aufgrund seines Alters sein Debüt geben konnte, schaffte es der Junior von Rallyelegende Rainer Noller noch auf den 8. Platz in der Gesamtwertung des hochdotierten Cups.

    Nur 11 Tage nach seinem 17. Geburtstag schrieb René Noller Geschichte als jüngster Fahrer aller Zeiten bei einem Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft. Trotz einem Abflug brachte er den Opel Adam bei seiner 1. Rallye als 8. in der Cup Wertung ins Ziel. Auch beim nächsten Lauf Rund um die Sulinger Bärenklaue holte er Platz 8 und die ersten Powerstage Punkte. Sein bestes Ergebnis fuhr Noller beim vorletzten DRM Lauf im Erzgebirge heraus. Trotz vielen WP Kilometern bei Nacht und Dauerregen brachte er den Opel Adam auf Platz 6 im ADAC Rallye Cup ins Ziel nach Stollberg.

    Dazu war René noch bei 4 Rallyes 2019 als Vorwagen am Start und sammelte weitere Erfahrung um 2020 dann eine volle Rallyesaison im Opel Adam zu bestreiten.

    Fotos: privat

  • Assenheimer donnert im AMG GT3 Mercedes zum Vizetitel

    Spannung und Action durch 48 GT3-Boliden beim Finale des Blancpain Endurance Cup in Barcelona

    Der 18. Startplatz war nicht der gewünschte Ausgangspunkt, aber dank einer perfekten Vorstellung des Fahrertrios Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und David Fumanelli in Black Falcon Mercedes AMG GT3 wurde nach der Ziellinienüberquerung heftig gejubelt: Vizemeisterschaft im hartumkämpften Silver Cup beim Blancpain GT Endurance Cup 2019.

    Die Orange1-FFF-Racingteampiloten Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Albert Costa sicherten sich im Lamborghini Huracan in einem dramatischen Finale mit dem Sieg in letzter Sekunde auch den Titel des Blancpain Endurance Cup 2019.

    Das Finale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya lockte noch einmal 48 internationale GT3-Boliden der Marken Lamborghini, Aston Martin, Bentley, Ferrari, Nissan, Porsche, BMW, Audi und Mercedes nach Spanien. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren viele der Piloten – wohl auch ob der noch mehrfach ausstehenden Titel-, und Podestchancen – deutlich übermotiviert. Die Dreistundenhatz war ab dem Start von vielen Kollisionen, Unfällen, Safetycar- und Gelbphasen geprägt. „Auch unser grüner Black Falcon Mercedes hat diverse Kratzer, aber wir konnten ohne größere Blessuren die Teamtaktik optimal auf der 4655 Meter langen Rennstrecke umsetzten“ erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Die Fahrt von Startplatz 18 auf den siebten Gesamtrang war eine perfekte fahrerische Vorstellung von Assenheimer und seinen Kameraden. Der gleichzeitige Podestplatz zwei im Silver Cup – die vierte Podiumsplatzierung im fünften Rennen spiegelt die starke fahrerische Leistung wieder – bedeutete schlussendlich auch die Vizemeisterschaft. „Es waren 85 harte Runden in Barcelona, die langgezogenen Kurven fordern die Reifen extrem und die Konkurrenz war stärker denn je. Das Black Falcon Team hat unseren Mercedes AMG GT3 perfekt vorbereitet und betreut, ich bin hochzufrieden“ resümiert Patrick Assenheimer das Finale des Blancpain Endurance Cups 2019.

    (Wilfried Ruoff)   

    Foto: Patrick Assenheimer mit Hubert Haupt (links) und David Fumanelli (rechts) vor dem Black Falcon AMG GT3 in Barcelona

     

     

  • VLN: Fübrich/Griessner krönen sich zu neuen VLN-Champions...

    ...und verteidigen Titel im BMW M240i Racing Cup

    • VLN: Yannick Fübrich und David Griessner krönen starke Saison im BMW M240i Racing Cup mit dem Gewinn des VLN-Titels.
    • Pixum Team Adrenalin Motorsport dominiert Gesamtwertungen im BMW M240i Racing Cup.
    • Griessner: „Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere“.


    Ob in der DTM, in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, in der ABB FIA Formula E Championship oder in unzähligen weiteren Rennserien: Woche für Woche kämpfen BMW Teams und Fahrer um Punkte, Siege und Titel. Auch abseits der Strecke sorgen die Mitglieder der großen BMW Motorsport Familie rund um den Globus für Schlagzeilen. Mit den „BMW Motorsport News“ fassen wir für Sie die Geschehnisse kompakt und informativ zusammen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.


    VLN: Fübrich/Griessner krönen sich zu neuen VLN-Champions

    Die VLN-Champions 2019 fahren einen BMW M240i Racing:  Im letzten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (GER) sicherten sich Yannick Fübrich (GER) und David Griessner (AUT) im Fahrzeug mit der Startnummer 650 den Sieg in der BMW M240i Racing Cup Klasse und damit gleichzeitig Position eins in der VLN-Gesamtwertung. Für beide Fahrer ist es der erste Triumph in der VLN. Dem Pixum Team Adrenalin Motorsport um Teamchef Matthias Unger (GER) gelang mit dem Erfolg von Fübrich und Griessner der zweite VLN-Gesamtsieg in Folge. Im Vorjahr hatten Danny Brink, Philipp Leisen und Christopher Rink (alle GER) in ihrem BMW 325i triumphiert. Das Trio hatte diesmal erneut bis zum Schluss Titelchancen, letztlich musste es seinen Teamkollegen jedoch den Vortritt lassen, obwohl auch Brink, Leisen und Rink in ihrer Klasse V4 als Erste die Ziellinie überquerten. Damit sicherten sie sich Position eins in der Produktionswagen-Trophy. In der Gesamtwertung des 44. DMV Münsterlandpokals belegten Christian Krognes (NOR), David Pittard und Jody Fannin (beide GBR) im #34 BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport einen starken dritten Platz. Insgesamt feierten BMW Teams beim VLN-Saisonfinale fünf Klassensiege.


    BMW M240i Racing Cup: Fübrich/Griessner verteidigen ihren Titel

    Yannick Fübrich und David Griessner haben beim VLN-Saisonfinale auf dem Nürburgring nicht nur den VLN-Titel gewonnen, sie haben auch ihre Krone im BMW M240i Racing Cup erfolgreich verteidigt. Vor dem letzten Rennen hatte das Duo vom Pixum Team Adrenalin Motorsport 46 Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung. Diesen bauten sie durch ihren siebten Klassensieg im neunten Rennen sogar noch aus und unterstrichen dadurch ihre Dominanz in dieser Saison. Bereits im Vorjahr waren Fübrich und Griessner nicht zu schlagen gewesen. Den zweiten Platz in der Fahrer- sowie den Sieg in der Juniorenwertung sicherten sich Nico Otto und Lars Peucker (beide GER) vom Team Scheid-Honert Motorsport. Sie belegten beim Saisonfinale im „Eifelblitz“ mit der Nummer 666 gemeinsam mit Florian Naumann (GER) den zweiten Rang in der Klasse CUP5. Der dritte Platz ging an Ben Bünnagel (GER) und Francesco Merlini (ITA) vom Pixum Team Adrenalin Motorsport, das bereits vor dem letzten Rennen als Teamchampion im BMW M240i Racing Cup festgestanden hatte. Platz eins in der Gentleman-Wertung ging an Stefan Kruse (GER), ebenfalls vom Pixum Team Adrenalin Motorsport. Beim 44. DMV Münsterlandpokal standen insgesamt 16 BMW M240i Racing in der Startaufstellung.


    3 Fragen an ... Yannick Fübrich und David Griessner

    Im Vorjahr waren Sie schon nah am VLN-Titel dran, diesmal hat es geklappt. Wie erleichtert sind Sie?

    David Griessner: „Ich bin unglaublich erleichtert und freue mich riesig. Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere. Mein letzter Stint im Rennen hat sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Dass wir es nun geschafft haben, ist ein Traum – und ich denke auch, wir haben uns den Titelgewinn verdient.“

    Ihren Titel im BMW M240i Racing Cup haben Sie zudem erfolgreich verteidigt. Wie haben Sie die Saison erlebt?

    Yannick Fübrich: „Unsere Saison war nahezu perfekt. Und das Rennen heute war die Krönung. Wir mussten gewinnen, um zusätzlich zur Titelverteidigung im Cup auch VLN-Champions zu werden, und wir haben uns heute in einem unglaublich engen Rennen durchgesetzt. Darauf können wir sehr stolz sein.“

    Wie groß ist der Anteil des Pixum Teams Adrenalin Motorsport am Gewinn dieser hart umkämpften Klasse?

    Fübrich: „Vor der großartigen Arbeit dieses Teams kann man nur den Hut ziehen. Es funktioniert dort einfach alles, unsere Boxenstopps sind fantastisch. Das ist ein echtes Wahnsinns-Team, bei dem wir uns nur bedanken können.“

    Griessner: „Da kann ich Yannick nur zustimmen. Ich bin unglaublich froh, für so ein großartiges Team fahren zu können. Auch die Atmosphäre innerhalb der ganzen Mannschaft ist hervorragend. Vielen Dank an alle, die an diesem Erfolg beteiligt waren!“

    Ingo Lehbrink Pressesprecher BMW Group Motorsport

    www.press.bmwgroup.com/deutschland

  • René Noller fliegt auch im hohen Norden zum Ziel

    Der nördlichste Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft 2019 fand Rund um die Sulinger Bärenklaue statt, wo 60 Teams aus 6 Nationen die Hatz über 13  Wertungsprüfungen an 2 Rallyetagen auf sich nahmen. Mit seinen gerade erst 17 Jahren war René Noller aus Abstatt der jüngste Fahrer im Feld. 

    Mit seinem Beifahrer Matthias Weber (Grafenau) meisterte der junge Nachwuchsfahrer vom MC Heilbronn auch diesmal alle Wertungskilometer im 142 PS starken Opel Adam Cup. Probleme gab es nur auf der 25 Km langen, berüchtigten Sprintprüfung im IVG Wald. Rund 5 KM vor dem Ziel riss die rechte Antriebswelle ab, sodass sich Noller nur in langsamer Fahrt ins Ziel und mit über einer Minute Zeitverlust in den Service retten konnte. Dort konnte das Highspeed Racing Team schnell genug die Welle wechseln, sodass Noller/Weber weiter im Rennen blieben.

    Mit der 4. Zeit in der Powerstage WP12 holten die beiden sogar noch 2 Zusatzpunkte für den ADAC Rallye Cup und kamen dort am Ende, wie schon in Stemwede, auf Platz 8 ins Ziel. Den Sieg holte das Belgische Profiteam Munster/ Luoka, die weiter vor dem Finnen Piettarinen die Cup Gesamtwertung anführen.

    Der nächste Lauf findet nun erst Anfang Oktober im Erzgebirge statt, bevor es dann zum Finale, der 3‑Städte Rallye nach Ostbayern geht.

    (Rainer Noller)

    Foto: Rainer Noller

  • Titelkampf am Nürburgring: Callaway bereit für den Endspurt

    5. Lauf ADAC GT Masters 2019

    (PRESSEMITTEILUNG Leingarten, 15. August 2019)

     

    Mit dem fünften Lauf des ADAC GT Masters auf dem legendären Nürburgring (D) startet die entscheidende Phase der Saison. Callaway Competition will mit seinen beiden Corvette-Piloten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer auf dem Kurs in der Eifel erneut angreifen und den Abstand zum Tabellenführer verkürzen. Keine Pause im Kampf um den Titel: Nur knapp eine Woche nach dem Ritt durch die Dünen im niederländischen Zandvoort steht am kommenden Wochenende (16.-18. August) auf dem Nürburgring der nächste Lauf des ADAC GT Masters auf dem Programm.

    Trotz des durch Pech geprägten Rennwochenendes in Zandvoort bleibt Callaway Competition dem Gesamtführenden des hochkarätigen GT-Championats weiter dicht auf den Fersen. Als Gesamtzweite wollen Marvin Kirchhöfer (25/Luzern) und Markus Pommer (28/Neckarsulm) mit ihrer Corvette C7 GT3-R in der Eifel den Abstand nach oben wieder verkürzen und den Traum vom Titel weiter leben zu lassen.

    Der fünfte Lauf der „Liga der Supersportwagen“ läutet auf dem Nürburgring die heiße Phase im Titelkampf ein und die Mannschaft um Teamchef Mike Gramke ist bereit für den bevorstehenden Endspurt. Ein punktloses Wochenende wie zuletzt in Zandvoort will man auf dem 3.629 Kilometer langen Kurs mit aller Macht verhindern.

    Auch am Nürburgring ist Callaway nach zwölf Jahren beim ADAC GT Masters mit fünf Siegen das erfolgreichste Team. Zwar liegt der letzte Sieg fünf Jahre zurück (damals noch mit der C06.R GT3), doch am kommenden Wochenende will man wieder voll attackieren und die Spitzenreiter jagen.

    Wenn am kommenden Wochenende das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring seinen fünften Saisonlauf austrägt, werden auf der Motorhaube der Corvette mit der Startnummer #77 die drei farbenfrohe Buchstaben des Kölner Privatsenders RTL zusehen sein.

    Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen neuen Sponsor des Corvette-Teams, sondern um die Fortsetzung der Charity-Projekte des Sportwagen Clubs aus Leipzig, der sich schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen des ADAC GT Masters für gemeinnützige Projekte engagiert hat.

    Mit dem nächsten Projekt startet der Sportwagen Club die wohl größte Spendenaktion der Saison. Bereits im Vorfeld wurde eine stolze Summe in Höhe von 42.000 Euro eingenommen, welche nachhaltig zugunsten notleidender Kinder in Deutschland und der ganzen Welt gehen. Hierbei hat man die Stiftung „RTL-Wir helfen Kindern e.V.“ ausgewählt.

    Da der Nürburgring nur 100 Kilometer von Köln entfernt liegt, wird man am kommenden Wochenende wohl auch den ein oder anderen prominenten Gast, welcher das Projekt zusätzlich begleitet, im Fahrerlager antreffen.

    Die bisherige Spendensumme will der Sportwagen Club natürlich noch erhöhen und beim RTL-Spendenmarathon im November bekanntgeben. Wer mithelfen und spenden möchte, kann sich auf der Website des Sportwagen Clubs darüber informieren.

    „Es wird ein enges und spannendes Wochenende auf dem Nürburgring geben. Ich denke es gibt keine Strecke, wo alle so viel Erfahrung haben wie dort. Wo wir mit unserer Corvette liegen, werden wir frühestens im Qualifying sehen. Ich bin optimistisch, auch wenn wir erneut kein leichtes Spiel haben werden. Unser Ziel ist es möglichst weit in die Punkteränge zu fahren und bestenfalls vor den Tabellenführern zu landen.“  Marvin Kirchhöfer (Luzern)

    „Für die beiden Rennen auf dem Nürburgring wäre es schon von Vorteil, wenn wir weniger Pech hätten als in Zandvoort. Es lief für uns zuletzt nicht wirklich perfekt, aber ich glaube, dass wir dort auf dem Nürburgring wieder ein Wort um die vorderen Plätze mitreden können. Das ganze Team ist hochmotiviert und lässt sich auch nach solchen Wochenenden wie in Zandvoort nicht aus dem Konzept bringen, was mich auch optimistisch stimmt." Markus Pommer, Heilbronn

    Foto: Stephan Hamacher / Motorsport-Karriere.de (Callaway-Corvette mit RTL-Logo am Nürburgring)

    www.sportwagen-club.org/charity 

     

  • Patrick Assenheimer mit Gesamtsiegerhattrick im AMG GT3 Mercedes

    Beim 6. VLN-Lauf: Lehrensteinsfelder Mercedespilot triumphiert zum dritten Mal in Folge in der Eifel – der Meimsheimer Yannick Fübrich bleibt weiterhin VLN-Meisterschaftsführender

    Das berühmt-berüchtigte Eifelwetter machte beim 6.Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft seinem Namen alle Ehre. Über sintflutartige Regenfälle bis hin zu strahlendem Sonnenschein waren die Bedingungen für die 147 gestarteten Teams bei der Vier-Stunden-Hatz. Unbeeindruckt davon spulten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Obereisesheimer Auto-Arena-Motorsport Mercedes AMG GT3 souverän eine schnelle Runde nach der anderen ab. Im Ziel hatte das Duo 2,15,778 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierten Pierre Kaffer und Frank Stippler im Car Collection Audi R8 LMS, die wiederum 1,44,26 Minuten vor den Gesamtdritten Dominik Baumann und Philip Ellis im GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 die Ziellinie kreuzten. Damit trug sich der 27jährige Patrick Assenheimer in die VLN-Geschichtsbücher ein: Sein dritter Gesamtsieg in Folge auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife sind ein Hattrick, den es so bisher nur ein einziges Mal vor zehn Jahren von den Porschepiloten Chris Mamerow und Dirk Werner gegeben hat.

    Assenheimer war bei nasser Piste vom dritten Startplatz losgefahren und hatte früh auf profillose Slicks gewechselt. „Das Risiko zahlte sich aus, auch als es wieder zu schütten begann, bin ich im richtigen Moment in der Box gewesen um mit den Regenreifen weiter pushen zu können“, erklärt Patrick Assenheimer. „Unser Black Falcon Team hatte eine geniale Strategie ausgetüftelt, die Technik und unsere fahrerischen Leistungen waren optimal, die Boxencrew hat perfekt gearbeitet, ich bin überglücklich“ strahlt der Lehrensteinsfelder bei der Siegerehrung. Zwischenzeitlich war der französische Werkspilot Kevin Estre mit Traumrundenzeiten auf trockener Piste im Manthey-Porsche 911 GT3 R von Startplatz vier an die Spitze gefahren. Doch in Runde 14 kam nach einem Unfall bei Aquaplaning das Aus für den schnellen Porsche. Patrick Assenheimer gelangen zu dieser Zeit fehlerfreie Runden unter schwierigsten äußeren Bedingungen – in Führung liegend übergab er den ca. 550 PS starken AutoArena-Mercedes nach einem Doppelstint an Manuel Metzger. Der konnte die Führung sogar noch ausbauen und die Triumphfahrt für das Black Falcon Team mit dem erneuten Gesamtsieg perfekt machen.

    Keine Veränderung gibt es an der VLN-Tabellenspitze. Der Meimsheimer Yannick Fübrich und sein österreichischer Partner David Griessner haben die Nase ihres BMW M240i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport weiterhin ganz vorne. „Desaster mit Schadensbegrenzung“, waren die Schlagworte von Yannick Fübrich im Ziel. Von Startplatz vier losgefahren, konnte Fübrich den 340 PS starken BMW gegen 13 Konkurrenten mit identischen Flitzern in der Cup 5 Klasse durch eine tolle Performance an die Spitze lenken. In der Starkregenphase des letzten Renndrittels übersah Fübrichs Partner Griessner bei heftiger Gischt eine Doppelgelbphase bei einem Überholmanöver. Die Zeitstrafe dafür betrug 185 Sekunden – aus dem sicheren Klassensieg wurde dadurch ein zweiter Platz, der punktemäßig gerade noch so für die VLN-Tabellenführung reicht. Der Klassensieg ging so an den BMW von Sorg Motorsport, der dritte Platz mit deutlichem Rückstand an die Truppe von Performance-Motorsport. „Unsere Pace war gut, die Abstimmung des BMWs hat gepasst, das Team hat perfekt gearbeitet, einzig der Lapsus beim Überholen unter Doppelgelb hat nicht ins Bild eines ansonsten perfekten Renntages gepasst“, resümiert Yannick Fübrich bei der Siegerehrung.    

    (Wilfried Ruoff) 

    Foto: Yannick Fübrich im ca. 340 PS starken BMW 240i Racing Cup 

     

  • Patrick Assenheimer brilliert mit zwei Gesamtsiegen...

    ...und Yannick Fübrich übernimmt die VLN-Tabellenführung


    Rückblick vom 4. und 5. Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife – zwei MCH-Racer in bestechender Form machen Schlagzeilen


    Die Schlussphase beim 4. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am 13. Juli in der Eifel war nichts für schwache Nerven. Die finale Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern nach heftigen Rad an Rad Duellen inclusive einiger Berührungen zwischen zwei Mercedes AMG GT3 Boliden. Mit lediglich 2,023 Sekunden Vorsprung – nach einer harten Vier-Stunden-Hatz - erkämpfte sich das von Black Falcon eingesetzte Team AutoArenA Motorsport aus Obereisesheim schlussendlich den Gesamtsieg mit dem Fahrerduo Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Manuel Metzger. Marek Böckmann und Philip Ellis im Getspeed Performance Mercedes verwiesen als zweite das von der Pole Position gestartete Trio Christian Krognes/David Pittard/Jody Fannin im BMW M6 GT3 vom Team Walkenhorst auf den dritten Gesamtrang.

    Patrick Assenheimer im Black Falcon-AutoArenA Mercedes AMG GT3

    148 Fahrzeuge sorgten einmal mehr für eine turbulente Startphase. Patrick Assenheimer legte mit viel Vernunft hier den Grundstein für seinen zweiten Gesamtsieg. Ohne Risiko einzugehen bog der Lehrensteinsfelder als fünfter auf die Nordschleife ab – „die zwei verlorenen Plätze nach Startplatz drei taten nicht weh, ab dann habe ich permanent gepusht“ erklärt Assenheimer. Eine Schrecksekunde hatte der AutoArenA Mercedes AMG GT3 allerdings in der ersten Runde noch zu überstehen, die leichte Kollision mit einem Lamborghini Huracan blieb für Patrick und seinen Boliden aber folgenlos. Dessen fehlerfreier und schneller Doppelstint erwies sich als optimale Taktik. Assenheimer übergab nach einer fahrerischen Glanzvorstellung den 550 PS starken Mercedes auf Position eins an seinen Partner Manuel Metzger. Der Nordschleifenkenner musste dann aber mit allen erdenklichen, jedoch immer fairen Mitteln um den Sieg kämpfen. „Eineinhalb Stunden die Führung zu verteidigen war extrem hart für Manuel. Mit dem Gesamtsieg haben wir uns den Frust über das Pech beim 24-Stunden-Rennen von der Seele gefahren – Danke an das Black Falcon Team für das perfekte Auto“, so das Resümee vom überglücklichen Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung.

    Für einen Wechsel an der Spitze der VLN-Gesamtwertung sorgte MCH-Racer Nummer zwei, Yannick Fübrich aus Nordheim. Zusammen mit seinem österreichischen Partner David Griessner fuhr Fübrich den dritten Sieg in Folge in der Cup 5 Klasse heraus. Hier waren 17 identische BMW M240i Racing Cup gestartet. Der vom Pixum Team Adrenalin Motorsport eingesetzte, 340 PS starke Hecktriebler von Fübrich und Griessner mit einem neuen „Outfit“ beim vierten Lauf. „Die für Fahrzeugtechnik, Folientechnik und Chiptuning zuständige CFN Group aus Frauenzimmern prangt als neuer Hauptsponsor auf dem BMW und hat gleich für einen weiteren Schub gesorgt“ so Yannick Fübrich. Der 27jährige fuhr wie Assenheimer einen Doppelstint und übergab nach zwei schnellen Überholmanövern das Auto an Griessner. Der verteidigte die Führung abgeklärt vor den Dauerrivalen Nico Otto und Lars Peuckert im Team Honert-Scheid-BMW. Die Zielflagge sah das Topduo mit zehn Sekunden Vorsprung und durfte sich zudem über den 29. Gesamtrang freuen. Durch ihren dritten Sieg übernahmen die beiden BMW-Piloten Fübrich/Griessner auch die VLN-Tabellenspitze.

    Yannick Fübrich im neu designten BMW 240iRacing Cup

    Drei Wochen später, der VLN-Saisonhöhepunkt steht an, das ROWE-Ruhr-Pokal-Rennen ist das einzigen im Kalender, das über eine Distanz von 6-Stunden geht. Riesenjubel hier erneut beim Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - nach seinem Gesamtsieg vor drei Wochen triumphiert der Mercedespilot auch beim sechsstündigen Saisonhöhepunkt in der Eifel, diesmal zusammen mit dem ehemaligen DTM-Fahrer Maro Engel. Der 33jährige Wahlmonegasse hatte den vom Team Black Falcon eingesetzten AutoArenA Motorsport Mercedes AMG GT3 im verregneten Qualifying auf die Pole gestellt. Schwieriger Rennstart dann bei nasser Piste und von Beginn an wurde über die gesamte Langdistanz um jede Position gekämpft. 16 Runden – über je 24,433 Kilometer auf dem Nürburgring, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife – führten Assenheimer und Engel. 18 Runden hatte der Black Falcon Schwesterbolide mit den Fahrern Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Luca Stolz die Nase ihres AMG GT3 vorn, sechs Runden führte der Phönix Audi R8 LMS mit dem Duo Vincent Kolb und Frank Stippler am Steuer das Feld aus 144 Fahrzeugen an. Assenheimer/Engel hatten beim Zieleinlauf 35,804 Sekunden Vorsprung mit dem 550 PS starken AutoArenA Mercedes auf den zweitplatzierten Black Falcon AMG GT3 der wiederum 36,717 Sekunden vor dem drittplatzierten Audi die Zielflagge sah. „Die Boxenstoppstrategie vom Team war genial, der Wechsel von Regenpneus auf profillose Slicks exakt zur rechten Zeit, die Rad an Rad Duelle und Überholmanöver mit dem Audi und unserem Schwestermercedes waren hart aber immer fair, ein richtig geiles Rennen“ resümiert Patrick Assenheimer. „Die Pole war wichtig für den Kopf, die letzten Rennrunden als Führende das Ergebnis eines perfekten Renntages“ fügt er hinzu. Der 27jährige hat derzeit einen Lauf. Zwei Gesamtsiege in Folge bei der VLN in der Eifel und dazwischen seine fahrerische Glanzleistung beim verregneten 24-Stunden GT3-Marathon in Spa. „Momentan passt alles perfekt, die Technik, die Taktik und meine Rennperformance“, erklärt ein hochzufriedener Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung, die nach dem verregneten Start bei strahlendem Sonnenschein in der Eifel stattfand.

    Patrick Assenheimer und Maro Engel auf dem obersten Gesamtsiegerpodestplatz

    Jubel und Freude auch beim Nordheimer Yannick Fübrich. Durch seinen vierten Klassensieg konnte Fübrich zusammen mit seinem österreichischen Partner David Griessner die Tabellenführung der VLN auf 1,03 Zähler ausbauen. In deren Cup 5 Klasse waren erneut 17 identische BMW 240 i Racing Cup mit den 340 PS starken Sechszylindern angetreten. Fübrich/Griessner gelang ein klassischer Start-Ziel-Sieg, nachdem der Nordheimer den Dreiliter-Turbo-BMW auf die Pole im Qualifying gestellt hatte. „Wir haben schon nach der zweiten Runde auf Slicks gewechselt, ab dann konnte ich mich langsam aber kontinuierlich nach vorne absetzten“ erzählt Yannick Fübrich. 30,972 Sekunden betrug der Vorsprung von Fübrich/Griessner im Ziel, die schnellste Rennrunde der 17 Konkurrenten wurde zusätzlich herausgefahren. Deren Pixum Team Adrenalin Motorsport beeindruckte ebenfalls bei den Boxenstopps mit Schnelligkeit und Perfektion. Nur der zweitplatzierte Sorg-Rennsport BMW sowie der als dritter abgewunkene Team Honert-Scheid-BMW waren in einer Runde unterwegs, das Spitzentrio einmal mehr in einer eigenen Liga in der Eifel, nun darf sich Yannick Fübrich berechtigte Hoffnungen auf den VLN-Titel 2019 machen.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Unser Markus Pommer siegt weiter

    3. ADAC-GT-Masters-Weekend am Red Bull Ring

    Gespannt verfolgten viele Freunde des Motorsports einmal mehr ein ADAC-GT-Masters-Weekend. Das 3. der Saison 2019. Am Red Bull Ring schien wie immer richtig Stimmung unter den Aktiven und den Fans zu herrschen. Viele Freunde und Angehörige in den Boxen fieberten in Österreich mit - "mit fiebern" ohne oder mit Enkel auf dem Arm oder Kindern in der Box war angesagt. Besonders viele fest gedrückte Daumen schien für den Unterländer Markus Pommer auf seinen Einsatz und den seines Partners im Cockpit, Marvin Kirchhöfer zu sein. MCH-Freunde aus Heilbronn schauten nicht nur vor Ort, sondern auch in der Heimat oder aus dem Pfingsturlaub und dem benachbarten Ausland zu.

    Lauf eins in Österreich nach dem 2 Saisonsieg vom 2. Masters-Weekend lief noch mit Ballast an Bord. Platz 5 im Rennen zeigte wie sehr es auf jedes Kilogramm bei den hoch entwickelten GT-Rennwagen aus der Callaway-Rennwagen-Manufaktur von Ernst Wöhr in Leingarten ankommt.

    Dann aber ging es an den Start zu Rennen 2 am Red Bull Ring. "GT3 von Callaway-Competition an der Spitze. Um es zusammen zu fassen - vor Ort oder im TV gesehen hat es ja praktisch jeder - Das Duo Pommer/Kirchhöfer legte einen Start-Ziel Sieg hi, . den 3. in der Saison nach Oschersleben und Most in Tschechien. Nun der Sieg in Österreich. Damit fuhren die Callaway-Jungs in jedem 2. Rennen nach ganz oben auf's Stockerl.

    In der Meisterschaft robbte man sich damit ganz dicht an des Audi-R8-Führungsduo von Team HCB Rutronik mit Niederhauser (CH) und van der Linde (ZAF) heran. 10 Punkte noch bis zur Tabellenspitze. Nicht schlecht. "Man darf sagen die Jungs haben den Titel klar im Blick", so der Kommentar von MCH-Mitglied, Renntechniker Marco Bayer.

    (HTS)

    Foto: HTS-Archiv

  • Klaus & Andreas Häberle bei der Heidelberg Historic 2019

    „Ich möchte einmal die Heidelberg Historic fahren; mit „dem“ Mercedes…“, so war die Antwort von Klaus Häberle auf die Frage, was er sich zu seinem 70. Geburtstag wünscht. „Der“ Mercedes ist ein ehemaliger 1976 werkseitig aufgebauter W123 280E. Einer von sechs Stück, von denen noch zwei existent sind (der Andere steht im MB Museum). Das Fahrzeug fuhr u. a. die London Sydney 1977, eine 40tägige Rallye durch 10 Länder in Südamerika sowie mehrmalig die Tour d‘Europe. Das Fahrzeug gehörte langjährig dem legendären MB-Werksfahrer Alfred Kling, mit dem Klaus Häberle 1979 die Tour d‘Europe gefahren ist; 12 Tage bzw. 10.000 km bis nach Marokko. Und nun, so der Plan, werden wir damit die Heidelberg Historic bestreiten. Es war Februar und daher Eile geboten, da die HH fast ausgebucht war und der jetzige Besitzer noch gefragt werden muss, ob er das fahrende Unikat dafür bereitstellt. Letzteres war nach 3 Tagen überraschend vom Tisch, danach haben wir sofort die Nennung abgegeben. Um es in der heutigen Jugendsprache zu sagen: Alter, wir sind dabei. Unser bis dato größtes Oldtimerabendteuer kann kommen.  

    Es folgen Training mit den Vorjahrsbordbuch, Mercedes in Stuttgart holen, Pressetermin in Karlsruhe, Fotoshooting in den Erlenbacher Weinbergen, Testfahrten etc.; ich glaube wir sind soweit…

    186 Fahrzeuge sind gemeldet, wir starten mit der Nr. 186 in der Sonderklasse für historische Rallyefahrzeuge. Technische Abnahme und „come tougether“ am Donnerstagabend in Sinsheim am Technik Museum. Ich sitze am Tisch und arbeite manuell meine WP Zeiten aus und beobachte dabei, wie alle anderen mit I-Pad`s einen ganz anderen Weg gehen. Mit wird so langsam bewusst, in welcher Welt ich da wohl gelandet bin. Das ist hier eine andere Nummer wie sonst. Einen vorderen Wertungsplatz schließe ich somit aus, da können wir mit „manuellen Methoden“ schlecht gegenhalten. Etikette hin oder her, wir werden auf unsere eigene Art und Weise unseren Spaß dabei haben. Wir sind hier sowas wie Exoten, mit einem exotisch auffälligen Auto, das ordentlich brüllt und mir noch anderweitig Probleme bereiten wird.

    Start für uns am Freitag entspannt so kurz nach 10 Uhr, von Sinsheim geht`s hinaus in die Nordbadische Taiga. Die erste WP versemmeln wir mal gleich nach 100 Meter um satte 4 Sekunden…einen 3-Fach Tusch bitte. Die getauschten Aufgaben im Fahrzeug (diesmal fährt mein Vater Klaus und ich versuche als Beifahrer einen kühlen Kopf zu bewahren) funktionieren jedoch einwandfrei; es ist ja schließlich sein Geburtstagsgeschenk und ich möchte Das nicht versemmeln – so gesehen ist es mir eine Ehre hier dabei sein zu dürfen.

    Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit finde ich es bedenklich, dass sich der ungedämmte Beifahrerfußraum bedrohlich aufheizt. Meine Schuhe stehen auf blankem Blech, dahinter ist der heiße Abgasstrang, und das schwäbische Viech braucht Drehzahl. Mein Smartphone überhitzt, meine Turnschuhe auch, und meine Beine haben sich stark aufgewärmt (ich bin zwar noch kein alter Sack, aber auf dem Weg dorthin). Wir haben noch 9 Stunden bzw. 270 km vor uns und ich könnte hier im Fußraum eine Mahlzeit bruzzeln. Zum meinem Erstaunen halten meine Turnschuhe das aus ohne sich aufzulösen, aber es ist schon eine Quälerei hier. Für den Samstag lege ich mir ein Holzbrett in den Fußraum, welches auch dann die Hitze einigermaßen dämmt.

    Wir fahren über eine Kartbahn, nehmen den weltberühmten Hockenheimring mit (66er Schnitt/Drehzahl/heißer Fußraum/kochende Schuhsohlen), fahren mit dem Benz zum Benz nach Ladenburg und in die Altstadt nach Heidelberg (logo, ist ja auch die Heidelberg Historic). Vorkriegsklassiker hin oder her, ich behaupte mal das ca. 10 Fahrzeuge bei der Rallye so richtig auffällig sind, und einer davon ist unsere fahrende Sauna. Wir sind im Element, die zahlreichen Moderatoren auf der Rallye überschlagen sich, wenn sie uns vorstellen, und die Leute jubeln uns am Straßenrand dabei zu. Aus der Sicht wird uns die Wertung immer relativer, bei dem Gewitter hier. Apropos, ich begrüße die zahlreichen Regengüsse unterwegs, da die Feuchtigkeit meinen Fußraum „ein wenig“ runterkühlt, zumindest glaube ich das, um die Motivation oben zu halten.

    Tageshöhepunkt war dann der Innenstadtkurs in Spechbach, der bekannt dafür ist. Wer es nicht kennt; du gibst Autogramme, Kinder gehen vor dir auf die Knie, er herrscht Volksfeststimmung, der ganze Ort steht für dich Spalier. Und in unserem Fall kommt dazu, dass die 30 Autos vor uns alle langweilig sind. Der Moderator fällt dir fast ins Auto, bevor du die Rakete hoch lassen kannst und die Startfreigabe für den Ritt durch die engen Straßen bekommst. Und was macht mein Vater hinterm Steuer? Ihn sticht der Hafer und ist der Meinung, wir müssen den Zuschauern was bieten. Er zeigt mir und den jubelnden Zuschauern, was ein alter Hase noch so drauf hat. Wir fliegen durch die Gassen, in den Ecken auch quer. Das schwäbische Orchester brüllt „Nessun dorma“ gegen die Hauswände, hoffe, dass nichts dabei zu Bruch geht (was es auch nicht tut). Ich sitze daneben, werde wohl grad von Außenstehenden beneidet und versuche, mit Blick in mein Bordbuch die richtigen Ansagen zu setzen. In den beiden Rechtskehren stehen im Abstand von 2 m je 4-5 Fotografen und halten voll auf mich zu. Das ist hier wie auf einem Rammstein Konzert. Eine Welle, die sich am Samstag noch verstärken sollte. Zwei Minuten später von Spechbach sind wir wieder außerhalb von diesem Hexenkessel und fahren materialschonend einsam auf einer Landstraße dem nächsten Regenguss entgegen.

    Abends gegen 20 Uhr sind wir wieder in Sinsheim und gönnen uns noch ein Abendessen mit der Teilnehmergesellschaft. Da wir „Heimschläfer“ sind lassen wir den Mercedes in Sinsheim und fahren die 30km nach zum Übernachten nach Heilbronn. Gott, wie freue ich mich auf mein Holzbrett morgen im Fußraum.

    Für den zweiten Tag „modifiziere“ ich unser schwäbisches Einsatzgerät (Holzbrett), bevor wir gegen 9:45 Uhr am Re-Start losfahren. Das Wetter ist phasenweise wieder verregnet, das ist gut, dann rutscht die Fuhre mit den Safarireifen in den Kurven besser…

    Der erste Höhepunkt in Form einer WP dann eine gesperrte Bergstraße mit 3 Zeitnahmen. Er geht bergauf, enge Kehren, kein Gegenverkehr und, gut zum Querfahren, die Straße ist nass. Leider hat`s hier keine Zuschauer, was der Stimmung im Fahrzeug keinen Abbruch tut. Und ach ja, das Holzbrett – ist mir heute wichtiger als das Essen, eine Offenbarung. Mein Vater lässt das schwäbische fahrende Unikat fliegen, und wie was die Frage mit dem schlechten Beifahrer nochmal…

    Wir sind dann irgendwann bei Walldürn, eine WP auf gesperrten Landwirtschaftswegen steht an, in Form eines Dreieckskurses, zwei Mal 90° rechts sowie ein Mal 180° rechts. Mein fahrender Vater hat sich jetzt endgültig in die 70er zurückkatapultiert und erhöht die zu fahrende Durchschnitts - km/h um das dreifache!!! Wir fliegen mit 140 auf die erste Rechtskehre zu (die in 100m kommt), Gänge runter und rum mit dem Ding. Das wiederholt sich solange, bis die WP komplett durchfahren ist. Meine Gedanken drehen sich währenddessen um folgende Dinge: Zeitnahme und Lichtschranke ansagen, er weiß hoffentlich was er tut, Bordbuch festhalten, hoffentlich geht nichts zu Bruch, mehr Zuschauer wären hier besser, da vorne kommt die Lichtschranke, Schöne Bäume hat`s am Wegesrand, immer Locker bleiben….

    So, stopp. 9 von 10 Beifahrer bekommen hier jetzt eine Panikattacke oder übergeben sich am Wegesrand oder in den Fußraum, ich muss wohl einer der 10. sein der denkt – ok, Bordbuch umblättern und weiter geht’s. Er hatte seinen Spaß, ich Meinen auch. Ach ja, woran definiert man eigentlich einen schlechten Beifahrer…?

    Bei der Mittagspause am Audi Forum in Neckarsulm steht die ganze Familie Spalier, um uns zu empfangen, schöne Geste. Die letzte Etappe führt uns über das Zabergäu zurück nach Sinsheim. Überall wo wir durchkommen, vor allen bei den Moderatorenplätzen, aber auch in den abgelegenen Hinterhöfen stehen Menschen am Straßenrand und jubeln uns zu. So macht das Ganze Spaß. Unglaublich, die Begeisterung für das rollende Museum.

    Den Rallyeabend in Sinsheim verlassen wir kurz nach dem Essen, noch vor der Siegerehrung (ja, sollte man nicht tun). In der Gruppe haben wir den 7. Rang belegt, im Gesamtklassement haben wir uns auf Platz 114. wiedergefunden. Schade, das „sideways „ und „show“ nicht bewertet wurden. Ob wir was gewonnen haben weiß ich bis heute nicht. Egal, wir waren dabei, mit der brüllenden, fahrenden Sauna aus dem Hause Mercedes.

    (Andreas Häberle)

Archiv 2018

  • Jürgen Bender auf der Essen-Motorshow vom DSK geehrt

    Im Rahmen der alljährlichen Essen Motorshow wurde auch GT-Erfolgsrennfahrer Jürgen Bender einmal mehr geehrt. DSK-Präsident Dr. Ziegahn nahm die Auszeichnung von MCH-Mitglied Jürgen Bender persönlich vor.

    Die bedeutendste deutsche Rennsportausstellung ging aus der Jochen Rindt Show hervor. Der in Mainz geborene erste Deutsche Formel-1-Weltmeister war Namensgeber der Ausstellung in Essen. Nach dem Tod des in Graz aufgewachsenen, mit Österreichischer Lizenz fahrenden Jochen Rindt wurde die Rennwagen-Show in Essen nach Weltmeister Rindt benannt.

    Diplomingenieur Jürgen Bender wurde vom DSK zur Ehrung 2018 bereits zum wiederholten Male zu einer Ehrung geladen und in Essen neben nationalen Motorsportassen auf die Bühne gebeten. Grund für die Ehrung waren die Erfolge des Neckarsulmers in der 33. Saison der STT-Challenge und in der P9-Challenge.

    Die P9-Serie ist eine international offenen GT-Serie mit Rennen in Deutschland, Österreich und Italien. Bender gewann die STT bereits überlegen in der Saison 2016. Auch 2018 führte der Unterländer mit regelmäßigen Gesamtsiegen die Tabelle der Serie bis zum Finale auf dem Formel-1-Kurs am Nürburgring klar an. Bender war Siegerkönig-2018 in der STT. Erst die Streichresultate entschieden die Meisterschaft zu Gunsten eines Fahrers aus der kleinen Hubraumklasse bis 2L. Beim Finale am Nürburgring gelang Jürgen Bender ein sensationelles Ergebnis. Der Neckarsulmer konnte auf seiner in Heilbronn-Leingarten unter der Leitung von Ernst Wöhr gebauten Callaway-Corvette Z06 alle 4 Rennergebnisse des Wochenendes klar für sich entscheiden. Beide Rennläufe der P9-Challenge sowie die beiden Rennen der STT gingen klar an "Ben", wie ihn die Freunde nennen. Diese Erfolgssumme steht bisher ohne Vergleich dar - absolut einzigartig. Man darf auf 2019er Saison gespannt sein.

    In der P9-Challenge warten die Meister Schimanski, Speck und Irxenmayr (A) auf Bender. Dazu Vizemeister Neumann und seine Profipartner Rumpfkeil und Kirchöfer. Aber auch die STT-Serien-Heros Alzen und der Niederländer Thuis warten auf den Kampf mit Jürgen Bender, wenn er denn dort antreten wird.

    (HTS)

    HTS-Foto: Jürgen Bender in der Sieger-Corvette nach dem 4.Sieg am Ring

  • Perfekter Saisonabschluss für Assenheimer und Fübrich in der Eifel

    Mercedes AMG GT3-Pilot Patrick Assenheimer Gesamtzweiter – BMW 235i-Racer Yannick Fübrich Klassensieger und BMW-Cup-Gewinner


    159 Starter - davon satte 19 in der starken Klasse Sp9 der GT3-Boliden -  mussten beim Saisonschluss der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife  erst einmal mal den Abzug des typischen Eifelnebels abwarten, das Qualifying und der Rennstart verschoben sich so um eine Stunde. Nur 122 Akteure sahen dann nach einer hektischen und dramatischen Vier-Stunden-Hatz die Zielflagge.

    Auf Gesamtrang zwei, mit gerade mal 5,334 Sekunden Rückstand, der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer mit seinen Mitstreitern Maximilian Götz und Raffaele Marciello. Assenheimer lenkte nicht wie üblich den AutoArenA-Mercedes sondern saß nach seiner Galavorstellung beim 8.VLN-Lauf mit seinem ersten Gesamtsieg dieses Mal auf Einladung vom AMG-Team einen deren Boliden. Das Trio war mit dem werksunterstützten Mercedes AMG GT3 vom Team HTP Motorsport vom dritten Startplatz losgefahren und hatten über die Hälfte der Renndistanz die Gesamtwertung durch schnelle Rundenzeiten und eine perfekte Strategie angeführt. Zwei Gelbphasen kostete den HTP-Mercedes dann in der letzten Rennstunde satte 30 Sekunden, die das Trio – am Volant beim letzten Stint der Italiener Raffaele Marciello -noch bis auf besagte fünf Sekunden in den letzten Runden verkürzen konnte.

    Die beiden Österreicher Klaus Bachler und Martin Ragginger hatten mit dem Falken Porsche 911 GT3 R - letzter Einsatz auf der Nordschleife - das Glück ohne Gelbphase durchzukommen und waren auch dank ihrer etwas anderen Rennstrategie somit Gesamtsieger des neunten VLN-Laufes. Hinter dem zweitplatzierten HTP-Mercedes lief eine weiterer AMG GT3 Truppe ein, Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Luca Stolz donnerten im Black Falcon Mercedes mit 20,845 Sekunden Abstand auf die Assenheimer-Truppe als dritte über die Ziellinie. Vor allem in Patrick Assenheimers Stint lagen die beiden 550 PS starken AMG GT3-Boliden rundenlang innerhalb einer einzigen Sekunde auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Da hielt Assenheimer den Nordschleifenroutinier Haupt in jeder noch so harten Situation auf Distanz und bestätigte zwei Wochen nach seinem ersten Gesamtsieg in der Eifel seine derzeitige Top-Form. „Nach dem Sieg im letzten Rennen und dem heutigen zweiten Gesamtrang ist dies ein genialer Saisonabschluss. In der Jahreswertung der Klasse SP9 Pro der GT3-Boliden bin ich sogar noch auf den zweiten Meisterschaftsrang vorgerückt, ein Hammer-Gefühl, da hat erneut alles rundum gepasst“, freut sich der 26jährige Patrick Assenheimer.

    Jubel auch beim ebenfalls 26jährigen Nordheimer Yannick Fübrich. Der konnte mit seinem österreichischen Partner David Griessner durch den sechsten Klassensieg auch die BMW Cup-Wertung gewinnen. Im 330 PS starken BMW M235i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport hatten Fübrich/Griessner 15 Konkurrenten mit technisch identischen Flitzern.
    Vom zweiten Startplatz - hinter dem noch amtierenden Champion Michael Schrey und Marc Ehret – losgefahren, führte Fübrich schon beim Abbiegen vom Grand Prix Kurs auf die Nordschleife die Klasse an, musste dann aber den schnellen Scheid-BMW vorbeiziehen lassen. „Eine optimale Situation, ich konnte in dessen Windschatten Sprit sparen und so eine Runde länger draußen bleiben“ erklärt Yannick Fübrich. Optimale Boxenstopps und schnelle Rennrunden beider Fahrer sorgten im Ziel für einen komfortablen Vorsprung von1.01.485 Minuten auf Tristan Viidas (Estland) und Inge Hansesaetre (Norwegen), die wiederum über eine Sekunde vor dem Trio Müller/Otto/Peuckert die Ziellinie kreuzten. „Sechs Klassensiege und die BMW Cup Wertung gewonnen, eine tolle Saison in einem Top-Team“, jubelt der dem MC Heilbronn zugehörige Yannick Fübrich im Ziel.

    (Wilfried Ruoff)

  • Spiel, Satz und (Gesamt) Sieg

    Andreas Häberle startet bei der Hohenloher Burgen und Schlösserfahrt im September in Schwäbisch Hall und holt Gesamtsieg


    Meine „Mission 86c“ brachte mich diese Jahr Anfang September nach Schwäbisch Hall zur Hohenloher Burgen- und Schlösserfahrt, gleichzeitig auch für mich Saisonbeginn 2018. Beifahrer (in) dieses Mal, meine Frau Elke sowie unsere Kids. Nach 6 Jahren berufliche Tätigkeit in Schwäbisch Hall quasi ein halbes Heimspiel für mich, so sah dort auch viele bekannte Gesichter auf der Veranstaltung.

    Start war im Audi Zentrum in Hessental, rund 120 Teilnehmer bildeten ein buntes Starterfeld, und natürlich wieder der einzige VW Polo im Starterfeld (Mission 86c). Bernd Sandrisser und Herbert Frey waren ebenfalls mit ihrem Corolla am Start. Auch so ein Auto, wo sonst keiner dabeihat. Bei bestem Sonntagswetter führte und die Strecke ostwärts durch Hohenlohe in Richtung Crailsheim. Viele Leute stehen am Straßenrand und winken dem vorbeifahrenden Alteisen zu, stellenweise stehen (und sitzen) bis zu 40 Leute in den Ortsdurchfahren und leeren nebenher kastenweise ihr Haller Löwenbräu.

    Die nicht zu aufregend gestalteten Übungen für das Strafpunktsammeln liefen bei uns fast einwandfrei, wir sind auf einem guten Kurs, bis es dann passiert: An einem (ja, unglücklich ausgepfeiltem) Abzweig biegen wir zu früh ab. Die kurz drauf folgende (gut festgefahrene) Schotterstraße irritiert mich doch, jedoch fahren wie dummerweise weiter und stehen kurz darauf im Hohenloher Nirgendwo, vermutlich südlich von Honhardt. Mitten in einem Weiler stehen wir ohne richtige Orientierung, ohne Straßenkarte und ohne jemand fragen zu können. Mit dem Stand der Mittagssonne definieren wir die Himmelsrichtung und finden somit zur Mittagspause nach Stimpfach. Andere Teilnehmer kommen uns mittlerweile entgegen, wir fahren praktisch über den Rückweg der Rallye hinwärts. Mit ca. 20 Minuten Verspätung kommen wir bei der Mittagspause an. Unser Glück, das bei unserem Abstecher in eigener Sache keine DK oder ähnliches kommt, somit auch keine Wertungsbeeinträchtigung.

    Der Rückweg nach Schwäbisch Hall, den wir streckenweise schon kannten, führte noch über 2 DK`s, insgesamt gab es fünf Gastgeschenke auf der gesamten Strecke. Zieleinlauf war der Marktplatz in Schwäbisch Hall, der aufgetischt und voller Zuschauer war, die für die Teilnehmer Spalier gestanden sind. Jeder Teilnehmer wurde übers Mikrofon durch 2 Moderatoren begrüßt. 

    Die Siegerehrung erfolge relativ zeitnah, kein Aushang oder ähnliches. Einer der Veranstalter fährt vor, setzt die Brille auf, nimmt das Mikro und fängt direkt auf der Treppe, wo sonst die Freilichtspiele stattfinden, mit der Siegerehrung an. Auch eine Version, und nicht die schlechteste.

    In meiner Startergruppe werden ab Platz 17 (oder so) Pokale vergeben. Mein Gefühl nach dem heutigen Lauf sagte mir, das wir wohl unter den ersten 17 platziert sein müssten. Nach dem 10. Platz werde ich unruhig, nach dem prämiertem 5./4./3. Ändert sich meine Stimmung, bis dann beim 1. Platz mein Name aufgerufen wird. Bums; mit dem Außenseiterauto direkt nach vorn. Yes…

    Die Kinder wollen heim, also geben wir noch nach der Pokalvergabe das Leergut ab und gehen Richtung Auto, das in den Gassen weiter unten geparkt war. Dabei haue ich mir am Glaspokal mit der Wasserflasche ein Eck weg.  So iss halt. Wir waren fast schon uns Eck, als mein Name nochmals übers Mikrofon genannt wird. Gesamtsieg an Andreas Häberle im VW Polo, bitte mit Familie nochmal vortreten.  Jetzt gibt`s noch den großen Pott (den ich ebenfalls kurz darauf demoliere, als mir bei einer Gratulation der Deckel runterknallt), und Danke für die Teilnahme. Für den Moment bin ich der Held des Tages und in der darauffolgenden Woche das Gespräch in meinem beruflichen Umfeld in der Stadt. Schön war`s auch sonntags in Schwäbisch Hall, wo ich sonst nur unter der Woche bin.

    Das darauffolgende Wochenende startete ich in Würzburg bei der Marienberg Classic, mit anderem Auto (jedoch wieder VW Polo 86c) und meinem Vater als Beifahrer. Mit meiner „Mission86c“ in Unterfranken, jedoch ist dies eine andere Geschichte, und leider auch mit anderem Ergebnis.

    (Andreas Häberle)

  • Patrick Assenheimer feiert ersten VLN-Gesamtsieg in der Eifel

    Mercedes-Doppeltriumph beim 8. VLN-Lauf auf Nürburgring und Nordschleife – Yannick Fübrich gelingt erneut ein Klassensieg - mehrere interessante Rennpremieren


    Seit acht Jahren VLN, die letzten zwei Jahre mit einem Mercedes AMG GT3 in der Königsklasse der GT3-Boliden, davor sechs Jahre im seriennahen Mercedes C230 V6 mit einigen Klassensiegen, jetzt die Krönung - bei seinem 56. Einsatz auf der legendären Nürburgring-Nordschleife konnte der 26jährige Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld seinen ersten Gesamtsieg mit dem Obereisesheimer Team AutoArenA-Motorsport feiern.

    Satte 142 Starter beim 8. Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft, davon allein 18 in der SP9-Klasse der GT3-Boliden, sorgten für hochklassigen und packenden Motorsport, der mit einem Mercedes Doppelsieg endete. Mit lediglich 3,651 Sekunden Vorsprung gewannen Patrick Assenheimer und Dominik Baumann (Österreich) vor DTM-Star Edoardo Montara (Schweiz) und Rennprofi Renger van der Zande (Niederlande). Deren Team SPS automotive performance aus Obersulm verpasste bei seinem VLN-Debüt mit einem Mercedes AMG GT3 knapp  eine Sensation. Aufgrund einer Zeitstrafe durch eine zu kurze Boxenstandzeit ging der Sieg trotz langer SPS-Führung an den AutoArenA-Mercedes. Perfekt lief es beim 50. ADAC Barbarossa-Preis für Patrick Assenheimer. Nach einem genialen Blitzstart von Position sechs bog der Lehrensteinsfelder mit dem 550 PS starken AutoArenA-Mercedes schon als vierter auf die Nordschleife ab. Als Gesamtdritter donnerte Assenheimer nach Runde eins über Start und Ziel. 

    Eine perfekte Boxenstopptaktik gepaart mit sehr schnellen und fehlerfreien Rundenzeiten sowie dem lange fehlenden Quäntchen Rennglück – die direkten Konkurrenten hatten Reifenschäden und Kollisionen zu beklagen – sorgten nach der Vier-Stunden-Hatz für die Sensation Gesamtsieg. „Mehrere Positionswechsel vor allem mit dem auf den Geraden deutlich schnelleren Wochenspiegel-Ferrari GT3 waren extrem hart, auch Dominik Baumann musste im zweiten Turn immer ans Limit, der Druck vom etwas schnelleren SPS-Mercedes war in den letzten beiden Runden enorm, unser erster Sieg ist grandios, ein Hammer-Gefühl“ jubelt Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung auf dem Podium. „Heute hat einfach alles gepasst, uns wurde nichts geschenkt, wir hatten starke Konkurrenz und unsere Rennperformance war perfekt, zudem hat uns die HTP-Mannschaft ein perfekt vorbereitetes Auto hingestellt“, resümiert Patrick Assenheimer den achten VLN-Lauf. Für Aufsehen sorgten zwei weitere Rennpremieren mit GT3-Fahrzeugen für die kommende Saison. Der Aston Martin Vantage GT3 wurde Gesamtvierter, der nagelneue Audi R8 LMS Gesamtfünfter.

    Zum fünften Mal in dieser Saison durfte der Nordheimer Yannick Fübrich auf das oberste Treppchen des Klassensiegerpodestes - allerdings erst nach heftigen Positionskämpfen in der ersten Rennhälfte. 16 Akteure traten in der Cup 5 Klasse mit identischen BMW M235i an. In der Qualifikation lediglich Platz fünf denn Yannick fand keine einzige optimale Runde, zudem lagen immer wieder Trümmerteile auf der Piste. Aber schon beim Start trieb Fübrich den 330 PS starken BMW des Pixum Teams Adrenalin Motorsport nach vorn. Hier lieferten sich vier Cup-Klassenkonkurrenten mehrere Gefechte Stoßstange an Stoßstange um jeden Meter auf der Nordschleife und dem Nürburgring. Fübrich‘s Partner, der Österreicher David Griessner übernahm den BMW nach zwei Stunden als Klassenführender und konnte in der zweiten Rennhälfte den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Mit 49,107 Sekunden vor dem letztjährigen Champion Michael Schrey und dessen Partner Marc Ehret kreuzten Fübrich/Griessner die Ziellinie. Auch hier lobte Pilot Yannick Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn die Pixum Team Adrenalin Mannschaft für ein perfekt vorbereitetes Auto und optimale Boxenstopps.

    (Wilfried Ruoff)